Till Eulenspiegel, seine Wahrheit und sein Lachen - Christa und Gerhard Wolf sehen diese unsterbliche Volksfigur auf eigene und doch so ganz vertraute Weise. Till Eulenspiegel ist ein schlagfertiger, aufgeweckter Bauernjunge, der von seinem kleinen Anwesen vertrieben wird. Als Fahrender muß er nun, am Vorabend des Bauernkriegs, durch die bunte Welt des Mittelalters ziehen. Oft verdankt er seinem Witz das Leben. Selbst aus bitteren Erfahrungen gewinnt er listige und derbe, schockierende und kluge Späße. Beim Junker, beim großen Kaufmann und kleinen Zunftmeister hält Till Eulenspiegel sich auf; er lebt beim Kaiser und kennt den Bischof und ist zuhause doch nur beim Volk. Till Eulenspiegel hat es gelernt, die "List der Schwachen" in die "Kunst des Narren" zu verwandeln. Er ist ein weiser Narr, der die Welt durchschaubarer macht, weil er sie menschlicher haben will.
Gerhard Wolf Bücher






Rudy Baylor befindet sich im letzten Semester seines Jurastudiums und er ist dabei, wie so viele seiner Kommilitonen auch, sich mit zwei Problemen herumzuschlagen. Zum einen sucht er einen passenden Job als Anwalt, wenn er das Studium beendet hat, zum anderen bereitet er sich in jeder freien Minute auf das anstehende Examen vor. Er wäre so gerne einer jener jungen, erfolgreichen Anwälte, mit großem Büro und ordentlichem Firmenwagen, ein sogenannter "Regenmacher", der das Glück hat, eine Menge solventer Mandanten für die neue Firma anzuziehen. Leider läuft nicht alles nach seinen Vorstellungen. Der neue Job, der ihm bei einer großen Kanzlei in Aussicht gestellt wird, ist schneller weg, als er ihn bekommen hat. Dafür hat er Aussicht, in einer zwielichtigen Sozietät mitzuarbeiten. Seine Aufträge muß er sich allerdings im Krankenhaus direkt besorgen, wenn er Arbeit haben will. Und da gibt es noch Donny Ray, der an Leukämie sterben muß, weil sich die Versicherung weigert, für die lebensrettende Therapie die Kosten zu übernehmen. Rudy erlebt hautnah, wie die Unversicherten in der amerikanischen Gesellschaft sterben. "In einer Gesellschaft voll reicher Ärzte und funkelnder Krankenhäuser und mit den allerneuesten medizinischen Gerätschaften und dieser Unmenge von Nobelpreisträgern in aller Welt, ist es empörend, daß jemand wie Donny Ray dahinsiechen und ohne angemessene ärztliche Behandlung sterben muß." Rudy nimmt den juristischen Kampf gegen die übermächtige Versicherungsgesellschaft auf.
O, mir entwischt nicht, was die Menschen fühlen
Gedichte und Briefe Stimmen von Zeitgenossen


