Erschienen 1887, ist Der Horla zweifellos das originellste und erschreckendste der fantastischen Erzählungen von Maupassant. Der Autor ließ sich von dem berühmten Spezialisten für Neurosen und Hysterie, Dr. Charcot, inspirieren. Zudem spiegeln sich in der Erzählung die nervlichen Störungen wider, die ihn zunehmend belasteten. Diese Geschichte, die von der Besessenheit des Protagonisten durch eine unsichtbare Macht handelt, wird ohne die üblichen Fiktionstechniken erzählt, fast mit einer klinischen Trockenheit. In dieser Hinsicht bricht Der Horla radikal mit romantischen oder symbolistischen Traditionen und zeigt einen "objektiven Fantastik"-Ansatz, der sogar als "naturalistisch" bezeichnet werden könnte. Diese Sammlung enthält zudem eine weitere fantastische Erzählung, L'Auberge, sowie Geschichten, die aus Maupassants gewohnter realistischer Ader stammen, geprägt von einem gnadenlosen Mix aus psychologischer Grausamkeit und sozialem Pessimismus, der sein gesamtes Werk kennzeichnet.
Daniel Couty Bücher


L'Histoire de la littérature française propose une approche moderne de dix siècles de création littéraire, de la Chanson de Roland aux œuvres contemporaines, en huit grandes parties rédigées par des spécialistes de chaque période. La littérature y est envisagée dans son cadre historique, idéologique et intellectuel. Expression de la société, la littérature est aussi expression des hommes qui la font : l'ouvrage présente les figures des auteurs majeurs du domaine littéraire français, des origines à nos jours. Une chronologie, une bibliographie, un index des auteurs et des œuvres anonymes complètent l'ouvrage.