Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, geboren. Mit zwei Jahren zog die Familie nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er von einem Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Nach zwei Jahren in diesem Beruf arbeitete er in der Verwaltung. Ab 1955 frequentierte er das Literatencafé «Café Chiado» und fand durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor», wo seine ersten Werke veröffentlicht wurden. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und unternahm seine erste Auslandsreise nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch für verschiedene Zeitungen aktiv und war 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung «Diáro de Notícias». Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 als Übersetzer seinen Lebensunterhalt. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und starb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere nationale Preise.
Der bekennende Atheist José Saramago schreibt in seinem letzten Roman kurzerhand die Bibel um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. So trifft Kain, der in der Zeit vor und zurück katapultiert wird, auf die verführerische Lilith, rettet Isaak vor der Opferung durch seinen Vater Abraham, verfolgt fassungslos die Zerstörung von Sodom und Gomorrha und findet sich zum Schluss auf der Arche Noah wieder. Immer wieder stößt er dabei auf die Erkenntnis, dass göttliches Handeln mit rationalem Denken schwerlich nachzuvollziehen ist.
Paulo Coelhos sehr persönliches Tagebuch seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela ein Reise- und Erfahrungsbericht, in dem bereits die großen Themen seiner Romane angelegt sind.
Was macht eine Hexe heute aus? Für Paulo Coelho ist sie eine Grenzgängerin zwischen den Welten, mit seherischen und heilenden Fähigkeiten. Die Heldin seines neuen Romans ist eine moderne, erfolgreiche junge Frau, die plötzlich unbekannte Kräfte in sich entdeckt, die sie zutiefst verstören. Und nicht nur sie. Unerschrocken folgt sie jedoch ihrer Bestimmung und lernt, ihr Potential zu nutzen.
Santiago, ein andalusischer Hirte, hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramiden liege ein Schatz für ihn bereit. Soll er das Vertraute für möglichen Reichtum aufgeben? Santiago ist mutig genug, seinem Traum zu folgen. Er begibt sich auf eine Reise, die ihn über die Souks in Tanger bis nach Ägypten führt, er findet in der Stille der Wüste auch zu sich selbst und erkennt, dass das Leben Schätze bereithält, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind.
Und wenn einfach keiner mehr sterben würde? Es ist der 1. Januar in einem nicht näher bezeichneten Land. Da geschieht, wofür es kein Beispiel in der Geschichte gibt: An diesem Tag stirbt niemand. Und auch am folgenden Tag nicht und am darauffolgenden. Selbst die Königinmutter, bei der es aussah, als würde sie den Jahreswechsel nicht mehr erleben, verharrt im Sterben. Eines Tages findet der Direktor des nationalen Fernsehens einen Brief auf dem Tisch, über dessen Erhalt er umgehend den Ministerpräsidenten in Kenntnis setzt. Der Brief stammt vom Tod … «Bei allem Realismus, bei allem Engagement ist Saramagos Kosmos das Terrain der großen Geheimnisse, der wahren Mirakel, die resistent sind gegen Deutung, Aufschluss, Klärung.» Frankfurter Rundschau
Ein Mann steht an einer roten Ampel und wartet auf Grün, doch plötzlich ist er blind. Sein Augenarzt steht vor einem Rätsel. Noch am gleichen Abend erblindet auch er. Wie eine gefährliche Seuche greift die Blindheit um sich. Der Staat reagiert hilflos und sperrt die Blinden in eine leerstehende Irrenanstalt. Schon bald sind die Zustände in dem Haus katastrophal. Zunehmend sind die Insassen dem Terror ihrer Bewacher ausgesetzt. Unter ihnen ist auch der Arzt mit seiner Frau. Sie ist die einzige Sehende …«Ein brillanter Roman.» (Neue Zürcher Zeitung)
Ist der Mensch einzigartig? Der Geschichtslehrer Tertuliano Máximo Afonso holt sich zur Ablenkung vom Leben einen Film aus der Videothek. Erwartungsgemäß gefällt ihm der Film nicht. Aber wie groß ist seine Überraschung, als er feststellt, dass ihm eine der Nebenfiguren zum Verwechseln ähnlich ist. Am nächsten Tag beginnt er seinem Doppelgänger nachzuforschen. Zu seinem Schrecken muss er feststellen, dass beide absolut identisch sind. Der große Roman des Nobelpreisträgers
Ricardo Reis è uno degli "eteronimi" con cui Fernando Pessoa firmava le sue opere. José Saramago, con un'invenzione vertiginosa, dà a questo nome una storia e un vissuto, facendolo tornare a Lisbona nel 1935, anno della morte di Pessoa, e facendolo morire un anno dopo, giusto in tempo per visitare la tomba del suo creatore. Nel 1936, non solo Ricardo, che non è mai nato, muore, ma inizia anche a morire la grande civiltà europea onorata da Pessoa, ora in crisi sotto il regime nazifascista di Salazar, Franco, Hitler e Mussolini, con la guerra di Spagna a segnare un destino catastrofico. L'eteronimo sopravvive brevemente al suo creatore, sufficiente per lamentare il genio sprecato e l'anacronismo di un umanesimo in un'epoca di mostri. Saramago, in questa elegia, ritrova la felicità di un'affabulazione ricca e dolorosa, in un miracolo di stile che unisce evocazioni liriche, nostalgie intimistiche e scavi abissali sul senso dell'esistere, con la durezza della denuncia politica e un impegno etico e civile esaltato dalla singolarità del contesto. La Psiche, la Cultura e la Storia si intrecciano felicemente.
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, geboren und zog mit zwei Jahren nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er von einem Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Nach zwei Jahren in diesem Beruf arbeitete er in der Verwaltung. Ab 1955 frequentierte er das Literatencafé «Café Chiado» und erhielt durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor», wo er seine ersten Werke veröffentlichte. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und unternahm seine erste Auslandsreise nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch aktiv in verschiedenen Zeitungen und war von März bis November 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung. Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere weitere Preise.