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Hilde Keteleer

    Corpus Delicti. Ein Prozess
    Die Mittagsfrau
    Die Papiertiger von Paris
    • Ein alter Citroën DS fährt über den Boulevard périphérique im nächtlichen Paris. Am Steuer sitzt Martin, neben ihm die Tochter seines verstorbenen Freundes Dertien. Marie möchte wissen, wer ihr Vater war, den sie nie gekannt hat. Martin erzählt seine Geschichte, die uns nach Indochina führt, wo sein Vater 1948 ums Leben kam, und ins Paris der siebziger Jahre, als er und Dertien aktiv in einer maoistischen Studentenbewegung waren. Mit Humor und Ironie blickt er auf ihre Verschwörungen und gescheiterten Aktionen zurück, auf ihre Naivität und Selbsterniedrigung. Dennoch will Martin seine Vergangenheit nicht verleugnen. Er und seine Kameraden glaubten an Helden, träumten von Revolution und einer besseren Welt. Deshalb stellt er sich gegen den Zynismus der modernen Gesellschaft, ihren Kult des Individuums, Werbung und Geld. Immer wieder fordert er Marie heraus, neckt sie wegen ihrer Unkenntnis in Politik, Geschichte und Literatur. Doch sie ist noch jung und hat alle Zeit der Welt zu lernen.

      Die Papiertiger von Paris
      2,0
    • 1945. Flucht aus Stettin in Richtung Westen. Ein kleiner Bahnhof irgendwo in Vorpommern. Helene hat ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Kriegsjahre gebracht. Nun, wo alles überstanden, alles möglich scheint, lässt sie ihn allein am Bahnsteig zurück und kehrt nie wieder. Julia Franck erzählt das Leben einer Frau in einer dramatischen Zeit und schafft zugleich einen großen Familienroman und ein eindringliches Zeitepos.

      Die Mittagsfrau
      3,7
    • Ein aufrüttelndes Schreckensbild unserer Zukunft... Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht dies aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden. Juli Zeh entwirft in »Corpus Delicti« das spannende Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist.

      Corpus Delicti. Ein Prozess
      3,4