Ein Tag im Leben eines alleinstehenden Herrn beschreibt den Alltag des 58-jährigen George, der den Bezug zur idealisierten Welt des modernen Amerika verloren hat. Isherwood thematisiert das brüchige bürgerliche Leben und die Beobachtungen seiner kultivierten britischen Helden, die mit einer ähnlichen Distanz die Berliner Halbwelt und die amerikanischen Vororte betrachten. Georges Außenseitertum und Intelligenz erlauben ihm, die Fassade des „amerikanischen Utopia“ zu durchschauen, hindern ihn jedoch daran, offen Stellung zu beziehen. Er nutzt Ironie, um die „Verständigungsmanie“ in einer Welt voller Missverständnisse und das Bildungssystem, das er mit Fließbandfabriken vergleicht, zu kritisieren. Nach dem tödlichen Unfall seines Freundes Jim hat George sein Einzelgängertum weiter kultiviert und akzeptiert seine Umgebung nur, wenn sie ihm zustimmt. Der Tag endet in der gleichen Ichbezogenheit, mit der er ihn verbracht hat: Er sinkt in dumpfen Schlaf, und sein Herz hört auf zu schlagen. Christopher Isherwood, geboren 1904 in England, erlebte in den 30er Jahren in Berlin prägende Zeiten, die als Grundlage für seine Werke dienten. Er emigrierte 1939 in die USA und starb 83-jährig in Kalifornien.
Dario Villa Bücher


Davita's Harp
- 438 Seiten
- 16 Lesestunden
For Davita Chandal, growing up in the New York of the 1930s and '40s is an experience of joy and sadness. Her loving parents, both fervent radicals, fill her with the fiercely bright hope of a new and better world. But as the deprivations of war and depression take a ruthless toll, Davita unexpectedly turns to the Jewish faith that her mother had long ago abandoned, finding there both a solace for her questioning inner pain and a test of her budding spirit of independence.