I grandi libri: Ferragus
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden



Der Roman von Émile Zola gilt als der erste bedeutende Kriegsroman des 19. Jahrhunderts und beleuchtet eindrucksvoll die Pariser Kommune. Er schildert die dramatischen Ereignisse, die zum Untergang des ersten Kaiserreichs während des deutsch-französischen Krieges von 1870/1871 führten. Zola fängt die sozialen und politischen Spannungen dieser Zeit ein und bietet einen tiefen Einblick in die Auswirkungen des Krieges auf die Gesellschaft.
Über eine Ehebrecherin und Selbstmörderin »Das Erscheinen von ›Madame Bovary‹ war eine Umwälzung für die gesamte Literatur. Die neue Kunst hatte ihre Grammatik gefunden.« Emile Zola Die reiche Bauerntochter Emma Rouault – schön, jung und von romantischer Sinnlichkeit – heiratet den biederen Landarzt Charles Bovary und geht mit ihm in ein armseliges Nest. Vor der Monotonie des Alltags und der dumpfen Betriebsamkeit ihres Mannes flieht sie in die Scheinwelt der Bücher und Tagträume, die bald zum Lebensersatz wird. Die erste reale Berührung mit der vermeintlich schöneren Welt bei einem festlichen Diner löst denn auch eine Nervenkrise aus. Damit beginnt eine Entwicklung, die Emma in amouröse Abenteuer und zum Ehebruch treibt und vom nur geträumten zum wirklichen Doppelleben führt: Unlösbar in Schuld und Schulden verstrickt, vergiftet sie sich. Mit ›Madame Bovary‹ schuf Flaubert den modernen realistischen Roman, der bei seinem Erscheinen 1856 den Staatsanwalt auf den Plan rief und noch heute durch seine Radikalität herausfordert.