Aksel Vindings Leben verändert sich drastisch, als seine Mutter bei einem Badeausflug vor seinen Augen ertrinkt. Der fünfzehnjährige Aksel bricht die Schule ab und widmet sich ganz dem Klavierspiel, um ihrer Erinnerung gerecht zu werden. Täglich übt er bis zur Erschöpfung und gründet mit Gleichgesinnten die Gruppe „Junge Pianisten“, zu der auch die talentierte Anja Skoog gehört, in die er sich verliebt. Zusammen mit seinen Freunden und Konkurrenten Rebecca, Ferdinand und Margrethe Irene sehen sie sich als die zukünftige Elite. Während Gleichaltrige die Beatles und die Rolling Stones feiern, bewundern sie Beethoven, Ravel und Bartók und träumen davon, Debussys Clair de Lune oder Chopins c-Moll-Etüde einzigartig zu interpretieren. Der harte Weg durch Wettbewerbe, Debüts und Konzerte fordert jedoch ihren Tribut und bringt sie an ihre Grenzen. Aksel fühlt sich zunehmend als Außenseiter, der sich nicht für die richtige Konzertagentur oder die Inszenierung von Auftritten interessiert und sich nicht korrumpieren lassen will. Einfühlsam schildert Ketil Bjørnstad das Porträt eines jungen Pianisten und thematisiert die musikalischen und erotischen Obsessionen des Musikers. Der Roman beleuchtet die Herausforderungen des Erwachsenwerdens und die Suche nach der eigenen Identität, während er gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Musik ist.
Lucy Pijttersen Bücher






Ein gesegnetes Kind
- 380 Seiten
- 14 Lesestunden
Erika, Laura und Molly sind Halbschwestern. Ihren Vater Isak lieben und fürchten sie gleichermaßen. Jedes Jahr verbringen die drei ihre Ferien bei ihm auf der Insel Hammersö. Auch in jenem Sommer, der für Erika das Ende der Kindheit bedeutet, ist zunächst alles wie immer: Die drei schließen Freundschaften; sie buhlen um die Gunst des Vaters; Erika kämpft um ihren Platz in einer Mädchenclique. Und es gibt Ragnar, einen Jungen, zu dem sich Erika hingezogen fühlt. Als ihre Freundinnen davon erfahren, machen sie gnadenlos Jagd auf ihn. Ragnar stürzt ins Meer und stirbt. Jahrzehnte später, als sie sich mit dem mittlerweile betagten Vater treffen, bricht die Schuld von damals wieder auf…
De eeuwige vreemdeling
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Een mysterieuze Portugees-joodse man komt na een zwerftocht door Europa in de tweede helft van de 16e eeuw in Amsterdam terecht.
»Ein dickes Buch, mit spitzen Fingern angefaßt und mit Begeisterung zugeklappt: ein großer Wurf im wörtlichen wie übertragenen Sinn.« Die Zeit Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.
Eine Ode an das Leben, die Liebe, das Glück.Georg ist 15 und lebt mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und der kleinen Miriam in Oslo. An seinen Vater kann er sich kaum noch erinnern; er ist gestorben, als Georg vier war. Doch nun, elf Jahre später, greift Georgs Vater wieder in sein Leben ein mit einem langen Brief, der all die Jahre versteckt war. Die Lektüre dieses Abschiedsbriefes ist für Georg eine Reise in die Vergangenheit. Doch bald begreift er, dass es darin auch um seine Zukunft geht, zum Beispiel um die Frage, wie er es mit der Liebe hält. Und dem Leben. Sein Vater konnte ihm keine Antworten mehr geben. Aber er konnte seinem Sohn die richtigen Fragen stellen.
Schritt für Schritt
- 349 Seiten
- 13 Lesestunden
In einer Welt, in der Frauen die Arbeit, aber nicht das Wort haben, wächst ein Mädchen heran. Wird Mutter, noch ehe sie mit der Realschule fertig ist. Geht dennoch aufs Gymnasium in die norwegische Küstenstadt, wo es immer nach Fisch riecht. Liest wie besessen. Trifft die Verfasser der Bücher, die sie am meisten beeindrucken, in ihren Träumen und lernt von ihnen. Die große norwegische Erzählerin und Dichterin Herbjørg Wassmo schildert in diesem neuen Roman ihr Leben nicht als Erinnerung, sondern mit der ihr eigenen unter die Haut gehenden Direktheit. Man wird sofort hineingesogen in die Erfahrungen, Ängste, Zweifel und Träume des Mädchens, dann der sehr jungen Mutter und Lehrerin, die darum ringt, das Richtige zu tun. Immer wieder eckt sie an, gerät in Streit – mit sich selbst, ihrem Pflichtgefühl, ihrer Rolle in der Gesellschaft, dem Mann, den Kollegen. Entdeckt die Kraft der Worte. Findet ihren Standpunkt, ihre Stimme. Mal steuert sie mühsam von Konflikt zu Konflikt, mal setzt sie impulsiv Ereignisse in Gang, die ihre Umgebung glauben lassen, ihr Leben fiele ihr leicht. Sie zaudert, doch sie findet sich nicht ab. Ihre Kämpfe sind mitreißend, ihre Träume skurril und voll metaphorischer Wucht … Ein hypnotischer Roman über das Leben zwischen Nordlicht und Eschenwäldern, über Frauen und Literatur und den Mut zum Widerspruch.
Die Lügnerin
- 377 Seiten
- 14 Lesestunden
Die Bloms sind eine Familie, die eines Woody- Allen-Films würdig wäre, jeder einzelne liebenswert und verrückt, leicht schräg und auf besondere Art unglücklich. Vor allem die Frauen aus drei Generationen geben den Ton an: June und Selma, die alten Kämpferinnen, dann Annie, die Unwiderstehliche, und schließlich ihre Töchter, hier Julie, stets am Rand der Verzweiflung, da Karin, die gern Geschichten erzählt, Männer verführt und lügt. Julies Hochzeit bildet den Auftakt zu einem Familienporträt, das mit Witz und Scharfsinn Lebenslügen demontiert und erzählt, was so alles zwischen Menschen passieren kann, die sich nahestehen.
Maya oder Das Wunder des Lebens
- 432 Seiten
- 16 Lesestunden
Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen, dessen Ehe nach dem Tod seiner Tochter zerbricht. Am Ende einer Forschungsreise beschließt er, auf der Fidschiinsel Taveuni Halt zu machen, wo er mit vielen interessanten Menschen über das Wunder des Lebens spricht. Jeder hat eine eigene Sichtweise, doch keine Deutung – sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch – kann vollständig überzeugen. Diese zentrale Schilderung wird durch weitere Geschichten aus wechselnden Perspektiven ergänzt, wodurch sich reale und imaginäre Welten vermischen. Am Ende bleibt nur eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder stellt grundlegende Fragen wie "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?", ohne abschließende Antworten zu geben. Diese Fragen sind der Motor allen Lebens und tragen zur Faszination des Lesers bei, während sie ein tieferes Verständnis für das Wunder des Lebens fördern. Der Roman ist sowohl wissenschaftlich-evolutionsgeschichtlich als auch philosophisch angelegt und plädiert für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Humorvolle Elemente, wie das groteske Zwiegespräch zwischen Frank und einem Gecko, sowie zeitgeschichtliche Anspielungen, bereichern die Erzählung. Gaarder verwendet eine einfache, aber prägnante Sprache, die für Leser ab 16 Jahren geeignet ist.
Höllenrose
Kriminalroman
Als Kommissar Konrad Sejer zu einem Campingwagen am Waldrand gerufen wird, erwartet ihn dort der wohl erschütterndste Fall seiner Karriere. Im Inneren des alten Caravans befinden sich die brutal zugerichteten Leichen einer jungen Frau und eines kleinen Jungen. Wer würde einer wehrlosen Mutter und ihrem Kind so etwas antun? Ein blutiger Schuhabdruck ist alles, was auf die Identität des Täters hindeutet. Kommissar Sejer macht sich auf eine fast aussichtslose Suche nach dem Mörder. Was er dabei enthüllt, ist das herzzerreißende Schicksal einer verlorenen Seele.
Lance Hansen, Polizist und Ranger rund um den Lake Superior, kann sich nicht erinnern, dass es in der Gegend jemals einen Mordfall gegeben hat. Arglos geht er einem Hinweis auf Wildcamper nach und stößt auf einen jungen Mann, der, nackt und verwirrt, in einer fremden Sprache stammelt. Nicht weit davon liegt ein zweiter - übel zugerichtet und für immer mundtot. Lance Hansen hat norwegische Wurzeln, wie so viele Bewohner am Lake Superior in Minnesota, wo sich im 19. Jahrhundert viele Einwanderer aus Skandinavien ansiedelten. Deshalb merkt er bald, dass es sich bei dem verwirrten Nackten um einen Norweger handelt. Der junge Mann, dessen Freund brutal erschlagen wurde, steht unter Schock. Und Hansen hat ein Problem: Es ist nicht nur der erste Mordfall in der Gegend, dessen Zeuge er geworden ist, er hat am Abend zuvor das Auto seines Bruders in der Nähe des Tatorts gesehen - und schweigt darüber. Statt sich dem Konflikt zu stellen, vergräbt sich Hansen in die Historie der Gegend und stößt am Ende doch noch auf einen weiteren Mordfall - der ein Jahrhundert zurückliegt.



