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Serhiy Zhadan

    23. August 1974
    Serhiy Zhadan
    Himmel über Charkiw
    Warum ich nicht im Netz bin
    Keiner wird um etwas bitten
    Antenne. Gedichte
    Chronik des eigenen Atems. 50 + 1 neue Gedichte | Ein bewegender neuer Gedichtband des ukrainischen Friedenspreisträgers
    Internat
    • Internat

      Roman

      • 300 Seiten
      • 11 Lesestunden

      In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert der ukrainische Autor Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein Kriegsfeld verwandelt. Und er erzählt von unbeirrbaren Menschen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung entgegensetzen. Ein junger Lehrer will seinen Neffen aus der Schule, die unter Beschuss geraten ist und keine Sicherheit mehr bietet, nach Hause holen. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag. Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf und apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft. »Auf diesen Roman haben wir Ukrainer gewartet.« Katja Petrowskaja

      Internat
      4,6
    • In seinem neuen Buch reflektiert Serhij Zhadan über die Rolle der Literatur in Krisenzeiten, insbesondere während des Krieges in der Ostukraine. Er nutzt eine starke lyrische Stimme, um das Unsagbare in schönen Bildern auszudrücken, und gedenkt seinem verstorbenen Vater, während er Themen wie Tod, Liebe und Trauer behandelt.

      Antenne. Gedichte
      4,4
    • »Seit Februar fahren keine Straßenbahnen mehr«. Immer wieder gibt es Momente der Stille in der vom Krieg heimgesuchten Großstadt. Menschen treffen sich an Orten, die noch halbwegs intakt sind: auf dem Fußballplatz, in der Kirche, in einem lichtdurchfluteten Hochhausbüro. Zhadan-Leser treffen Figuren, die sie aus Mesopotamien oder Internat kennen: Leute, bei denen man nie genau wusste, was sie eigentlich tun, ob sie Musiker, arbeitslose Lehrer, Werbeleute, Automechaniker oder unabhängige Experten sind. Jetzt sind sie mit völlig anderen Dingen befasst: nach der Bombardierung eines Wohngebiets eine alte Frau evakuieren; einen Job für jemanden finden, der als Invalide von der Front zurückgekommen ist; an der Trauerfeier für einen getöteten Kollegen teilnehmen, der eine Einheit an der Front kommandiert hat. Jede dieser Geschichten prägt sich tief ein. Zhadan findet einen Ausdruck für die Schutzlosigkeit und die radikale Veränderung des Lebens in einer Gesellschaft, die sich daran gewöhnt hat, dass überall der »große Tod« mit herumsteht, wo man sich auch trifft.

      Keiner wird um etwas bitten
      4,3
    • Warum ich nicht im Netz bin

      Gedichte und Prosa aus dem Krieg

      • 180 Seiten
      • 7 Lesestunden

      »Schlimm ist es zu sehen, wie Geschichte entsteht.« Seit Sommer 2014 notiert Serhij Zhadan, was ihm auf seinen Reisen ins ostukrainische Kriegsgebiet widerfährt. Es sind lyrische Momentaufnahmen, die das Essentielle jäh aufscheinen lassen, Kürzestgeschichten über Menschen, die plötzlich auf zwei verfeindeten Seiten stehen oder nicht mehr wissen, wo sie hingehören und was aus ihnen werden soll. Wenige Strophen vermitteln etwas von der Tragödie Millionen Einzelner. In den lakonischen Versen ist die Bedeutung Brechts spürbar, dessen Lyrik Zhadan seit der ukrainischen Revolution übersetzt.

      Warum ich nicht im Netz bin
      3,9
    • Himmel über Charkiw

      Nachrichten vom Überleben im Krieg | Eine Chronik der laufenden Ereignisse aus der Ukraine

      • 239 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Für ein Tagebuch fehlt Serhij Zhadan die Zeit. Tag und Nacht ist er im beschossenen Charkiw unterwegs – er evakuiert Kinder und alte Leute, verteilt Lebensmittel, koordiniert militärische Lieferungen und gibt Konzerte. Seine sozialen Medien dokumentieren seinen Mut und seine unermüdlichen Bemühungen, den Charkiwern Hoffnung zu geben. Die Stadt leert sich, Freunde fallen, der Tod ist allgegenwärtig und der Hass wächst. Als die Bilder von Butscha um die Welt gehen, versagt Zhadan die Stimme: „Es gibt keine Worte. Haltet durch, Freunde. Jetzt gibt es nur noch Widerstand, Kampf und gegenseitige Unterstützung.“ Das Werk ist eine Chronik der aktuellen Ereignisse in der Ukraine, ein Zeugnis eines Menschen, der in eine neue Realität eintritt und sich der Vernichtung entgegenstemmt. Zhadan ist kein einsamer Beobachter, sondern ein aktiver Zivilist in einer Gesellschaft, die in den letzten acht Jahren gelernt hat, gemeinsam stark zu sein. 2022 wird er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. In der Begründung wird sein herausragendes künstlerisches Werk gewürdigt, ebenso wie seine humanitäre Haltung im Krieg. Seine Texte zeigen, wie Krieg und Zerstörung in die Welt eindringen und die Menschen erschüttern. Mit einer eigenen Sprache erkundet Zhadan, wie die Menschen in der Ukraine trotz aller Gewalt versuchen, ein unabhängiges Leben in Frieden und Freiheit zu führen.

      Himmel über Charkiw
      4,1
    • Big Mac

      Geschichten

      Studentenpartys in Wien und ein toter Inder, Bars, Tankstellen und Bahnhöfe, verlassene Fabriken und unerwartete Reflexionen, ein falscher Lennon und das Leben auf der Reise – durch Mitteleuropa und zwischen Bergbaustädten des Donbass. Dies sind die Erzählungen von Serhij Žadan, einem der erfolgreichsten ukrainischen Schriftsteller der Gegenwart. Entdecken Sie die Paradoxien der postindustriellen Gesellschaft des europäischen Westens – mit ihren Bohemiens, Einwanderern, Alkoholikern und Intellektuellen – durch die Augen eines postmodernen Dichters aus dem Osten.

      Big Mac
      3,8
    • Anarchy in the UKR

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      »Vergiß die Politik, lies keine Zeitung, geh nicht ins Netz, verweigere deine Stimme« – so beginnt der »Linke Marsch«, ein Kapitel aus Serhij Zhadans zweitem Prosaband, dem ein Song der Sex Pistols, Anarchy in the UKR, als Motto dient. Zhadan ist dabei, sich zur stärksten Stimme der jungen ukrainischen Literatur zu entwickeln – und zum Antipoden von Juri Andruchowytsch. Auch Zhadans Ich-Erzähler ist ständig im Zug oder in bizarren Landschaften unterwegs. Doch es zieht ihn nicht zu den Ruinen der habsburgischen Vergangenheit, sondern in die Industriebrachen des Donbass im Südosten des Landes – an die Orte des von den Sowjets zerschlagenen Anarchokommunismus. Niemand scheint sich an Nestor Machno zu erinnern. Anarchismus, das gab es nie. Bis er im November 2004 in Charkiw, zu Füßen des »Fuck-Lenin-Denkmals«, wiederaufersteht.

      Anarchy in the UKR
      3,8
    • Seit einigen Jahren wimmelt es in der ukrainischen Metropole Charkiw von Leuten mit ausgefallenen Geschäftsideen und dem Gespür für Marktlücken. Die einen gründen die Bestattungsfirma „House of the Dead“ und blamieren sich mit ihren Power-Point-Präsentationen in Budapest. Andere widmen sich den „Besonderheiten des Organschmuggels“ und handeln an der EU-Außengrenze mit Visa und Prostituierten. Mit ihren genialen Einfällen besiegen sie ihre existentielle Verzweiflung – zumindest vorläufig. Serhij Zhadan, Chronist seiner Generation, erzählt von den Abenteuern der Transformationszeit: aggressiv, temporeich und witzig. „Die Geschichten sind so halsbrecherisch und komisch, so wahnwitzig, traurig und temporeich, dass einem beim Lesen schwindlig wird.“ Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung

      Hymne der demokratischen Jugend
      3,7
    • Depeche mode

      Roman

      • 245 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Charkiw 1993. Sowjetische Kriegsveteranen und neureiche biznesmeny lauschen im Konzertsaal einem amerikanischen Erweckungsprediger. In ehemaligen Komsomolbüros der ostukrainischen Metropole residieren Werbeleute. Das Jugendradio bringt in Kooperation mit London ein Feature über die »irische Volksmusikgruppe Depeche Mode« und die Rolle der Mundharmonika beim Kampf gegen kapitalistische Unterdrückung. Durch diese hybride Szenerie irren drei Freunde – Dog Pawlow, Wasja Kommunist und der Ich-Erzähler Zhadan, neunzehn Jahre alt und arbeitslos –, um ihren Kumpel Sascha Zündkerze zu finden. Sie müssen ihm mitteilen, daß sich sein Stiefvater erschossen hat. Ihre Suche führt sie auf ein verfallendes Fabrikgelände, wo sie eine Molotow-Büste klauen, ins Roma-Viertel zu einem befreundeten Dealer und schließlich per Nahverkehrszug ins Pionierlager »Chemiker«, wo Zündkerze als Betreuer arbeitet. Depeche Mode, Zhadans erster Roman, führt mitten hinein in die Anarchie der postsowjetischen Umbruchszeit und entfaltet ihre enorme ästhetische Produktivkraft.

      Depeche mode
      3,7
    • Die Erfindung des Jazz im Donbass

      • 394 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Herman, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem ominösen Anruf aufgeschreckt: Sein Bruder, der am Rande der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Am Ort des Geschehens trifft Herman auf die Angestellten seines Bruders, verliebt sich in Olha, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines einheimischen Oligarchen zu retten. Dabei wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Glück und der Sinn des Lebens. Serhij Zhadan, der literarische Feuerwerker, verwandelt in seinem neuen Roman das Industrierevier Donbass in eine fantastische Landschaft, wo Steppennomaden auf Geisterfahrt gehen und sich die Spur der geheimnisvollen amerikanischen Anarchistin und Jazzkomponistin Gloria Adams verliert. Easy-Rider-Atmosphäre am Rande Europas: Hier wird der Traum von der Freiheit noch einmal ganz anders geträumt: als Suche nach Heimat inmitten der Grenzenlosigkeit.

      Die Erfindung des Jazz im Donbass
      3,7
    • Mesopotamien

      • 362 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Zhadans Helden kämpfen gegen die Verfinsterung ihres Lebens in der Ukraine. Sie sind Rebellen der Existenz. Und vor dem Hintergrund des Krieges ringen sie um ihre Liebe, um ein mutiges, freies Verhältnis zueinander und um die eine Geschichte, die irgendwann alle über dieses Chaos erzählen werden. Mesopotamien ist das Meisterwerk von Serhij Zhadan, eine leidenschaftliche Liebeserklärung an seine Heimat. »Zhadan hat ein so wehmütiges, gut gelauntes und kämpferisches Buch geschrieben, wie es lange keins mehr gab. Ein lebendiges Denkmal für die ideale Stadt Charkiw, die bedrohte Stadt, das bedrohte Land. Dabei ist er nicht einen Moment kitschig oder folkloristisch, dafür sind seine Figuren viel zu besoffen, naiv, selbstverliebt und mitunter auch brutal.« Volker Weidermann, Der Spiegel

      Mesopotamien
      3,7
    • A New Orthography

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      "In these poems, the poet focuses on daily life during the Russo-Ukrainian war, rendering intimate portraits of the country's residents as they respond to crisis. Zhadan revives and revises the role of the nineteenth-century Romantic bard, one who portrays his community with clarity, preserving its most precious aspects and darkest nuances. The poems investigate questions of home, exile, solitude, love, and religious faith, making vivid the experiences of non-combatants, refugees, soldiers, and veterans. This collection will be of interest to those who study how poetry observes and mirrors the shifts within a country during wartime, and it offers solace as well." -- From back cover

      A New Orthography
      4,5
    • A searing testament to poetry’s power to define and defy injustice, from iconic writer-activist Serhiy Zhadan

      How Fire Descends
      4,5
    • A Harvest Truce

      A Play

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Set against the backdrop of a war-torn eastern Ukraine, two brothers, Anton and Tolik, come together to bury their mother in their family home, facing isolation and a lack of basic necessities. Their survival hinges on a fragile ceasefire known as the harvest truce, which offers a glimmer of hope amidst the chaos. The tragicomedy explores themes of family, loss, and resilience in the face of conflict, highlighting the emotional and physical challenges they encounter during this poignant reunion.

      A Harvest Truce
      4,5
    • What We Live For, What We Die For

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      An introduction to an original poetic voice from eastern Ukraine with deep roots in the unique cultural landscape of post-Soviet devastation

      What We Live For, What We Die For
      4,1
    • In Serhiy Zhadan’s tragicomedy A Harvest Truce, brothers Anton and Tolik reunite at their family home to bury their mother. Isolated without power or running water on the front line of a war ignited by Russian-backed separatists in eastern Ukraine, the brothers’ best hope for success and survival lies in the declared cease fire—the harvest truce.

      A Harvest Truce
    • Historia kultury (ale nie tylko) początku stulecia opowiedziana na nowo u progu trzeciej dekady przez jednego z najważniejszych pisarzy ukraińskich, kandydata do literackiej Nagrody Nobla. Ostra krytyka posowieckich absurdów wciąż funkcjonujących w Ukrainie, skontrastowana z ciepłymi opisami zwyczajnych doświadczeń i przepleciona wątkami oniryczno-surrealistycznymi. Wiersze pełne wyrazistych postaci: chłopackich poetów i rockandrollowców, którzy nie musieli dojrzewać w okopach, bogów przestępczego półświatka, cwanych biznesmenów, młodych zakochanych, robotników, współmieszkańców i towarzyszy podróży. Poetyckie soczewki skupione na relacjach: kumpelskich, miłosnych, artystycznych, tych trwałych i tych przelotnych. Wyśnione życie narodu ukraińskiego uwiecznione w przeddzień koszmaru wojennej realności. Zbiór w przekładzie Bohdana Zadury zawiera wznowiony i poprawiony tom Serhija Żadana z 2005 roku (który był pierwszą książką poety wydaną w Polsce) oraz 29 nowych przekładów.

      Historia kultury początku stulecia i inne wiersze
      5,0
    • Výbor z veršů vydaný při příležitosti účasti autora na akci Měsíc autorského čtení 2015.

      Ze života Marie
      4,5
    • Básně jednoho z nejpopulárnějších spisovatelů současné Ukrajiny tvoří určitý poetický doplněk k jeho i v ČR známé sbírce povídek Big Mac (česky Fra, 2011). Dějiny kultury začátku století jsou rozděleny na tři oddíly, ve kterých se autor představuje jako mistr krátkých i dlouhých útvarů, v dobrém slova smyslu společensky angažovaný, skvělý pozorovatel a v neposlední řadě skutečný básník. Dějiny kultury (a nejen kultury) se na Ukrajině právě píší!

      Dějiny kultury začátku století
      4,0
    • Месопотамія

      • 456 Seiten
      • 16 Lesestunden

      "A unique work of fiction from the troubled streets of Ukraine, giving invaluable testimony to the new history unfolding in the nation's post-independence years. This captivating book is Serhiy Zhadan's ode to Kharkiv, the traditionally Russian-speaking city in Eastern Ukraine where he makes his home. A leader among Ukrainian post-independence authors, Zhadan employs both prose and poetry to address the disillusionment, complications, and complexities that have marked Ukrainian life in the decades following the Soviet Union's collapse. This new work provides an extraordinary depiction of the lives of working-class Ukrainians struggling against an implacable fate: the road forward seems blocked at every turn by demagogic forces and remnants of the Russian past. Zhadan's nine interconnected stories and accompanying poems are set in a city both representative and unusual, and his characters are simultaneously familiar and strange. Following a kind of magical-realist logic, his stories expose the grit and burden of stalled lives, the universal desire for intimacy, and a wistful realization of the off-kilter and even perverse nature of love"--Book flap.

      Месопотамія
      4,0
    • ДНК

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      7 відомих авторів у одній збірці!• Унікальний літературний формат• Оригінальна за формою та приголомшлива за задумом родинна сага• Планується гучна презентація під час Форуму видавців у Львові та авторський тур містами УкраїниУ не дуже віддаленому майбутньому звичайний український студент Андрій Чумак стає піддослідним у науковому експерименті: розшифровка генетичного коду дасть йому змогу особисто пережити найяскравіші моменти з життя предків. Сім історій у книжці – сім спогадів, які дивним чином зберігалися десь у структурі ДНК нащадка протягом 150 років.Ще чотири секретні складові – і науково-фантастичний роман неочікувано перетворюється на правдиву розповідь про батьків і Батьківщину: про пошуки справедливості й гіркі розчарування, перемоги й поразки. Пошматована, розкидана по світу примхами долі, родина Чумаків утратила головне – зв’язок поколінь. Чи не в цьому полягає трагедія всього українського народу? І хто вчиться на наших помилках?

      ДНК
      4,0