1945: Ein Skandal in Liebesdingen hat den Physiker Francis P. Bacon seine Universitätskarriere gekostet. Nun macht er sich im Auftrag der US-Army auf die Suche nach jenem Wissenschaftler, der unter dem Decknamen Klingsor für das Atomprogramm der Nazis verantwortlich war. Zusammen mit dem Mathematiker Gustav Links verfolgt er Spuren, befragt Max Planck, Werner Heisenberg und Niels Bohr - und stößt auf ein Netz von Intrigen, Missgunst und Verrat. Ist Heisenberg Klingsor? Oder ist der Verräter an Bacons Seite? Jeder könnte Klingsor sein ...
Maytas Geschichte ist ein Roman über die revolutionäre Hoffnung und die organisierte Linke, über Peru heute, über politisches Handeln — seine Notwendigkeit und sein Scheitern —, die eindringliche Studie eines politischen Charakters und nicht zuletzt die Standortbestimmung eines Intellektuellen in einer zerrissenen Situation, die Gleichgültigkeit nicht zuläßt.
Sein Denkmal steht in fast jeder Stadt Lateinamerikas, und er wird als der Libertador verehrt. Simón Bolívar, der General und Held des Unabhängigkeitskrieges der südamerikanischen Kolonien gegen die spanische Krone, war ein Bürgerssohn aus Caracas, der in Rom, Paris und London glänzte. Er überquerte mehrfach die Anden und ritt mit seinen Soldaten Tausende von Meilen, um seine Vision eines befreiten und vereinigten Südamerika zu verwirklichen. Bolívar war ein unermüdlicher Schriftsteller, der sowohl persönliche als auch politische Briefe verfasste. Er war ein talentierter Fechter und Tänzer und ein Bewunderer schöner Frauen. Über 10 Jahre erlebte er als Präsident des von ihm geschaffenen Staates Kolumbien Ruhm und die Niederungen korrumpierender Macht sowie Angriffe seiner Gegner. 1830 erklärte er in Santa Fe de Bogota seinen Rücktritt und äußerte bitter: »Wer sich einer Revolution verschreibt, pflügt das Meer.« Am Ende seines Lebens, schwerkrank und mit wenigen Getreuen, fuhr er den Magdalena-Strom hinab zur Karibik, möglicherweise ins Exil. Gabriel García Márquez beschreibt in seinem Roman diese letzte Reise des 47-jährigen Bolívar, zeigt den glorreichen Libertador in Rückblenden und enthüllt den Menschen in seinem körperlichen und seelischen Verfall, im Labyrinth seiner Leiden und verlorenen Träume.