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Bookbot

Anita Raja

    Was bleibt
    Der Prozeß
    Sommerstück
    Kindheitsmuster
    • "Christa Wolfs Kindheitsmuster ist der hartnaeckig borende, vor Verletzungen ihrer selbst nicht zurueckschreckende Versuch, den historischen Faschismus wie die unmittlebare Gegenwart aus ihrer eigenen Biographie, ihrer beschaedigten Kindheit heraus verstehbar und handhabbar zu machen, die 'verfluchte Verfaelschung von Geschichte zum Traktat' zu ueberwinden. Und das Preiswuerdige des Buches sehe ich in der Rueckhaltlosigkeit und der kraft der sinnlichen Vergegenwaertigung, mit der dieses Vorhaben dem Leser zugaenglich gemacht wird. Dieses Buch beende ein langes Schweigen, auch fuer die DDR, hat Stefan hermlin von 'Kindheitsmuster' gesagt. Es handelt vom bis dato vergessenen, verdraengten, unterschlagenen Faschismus: dem 'normalen', alltaeglichen, gewoehnlichen, wie er von einer Masse von alltaeglichen, gewoehnlichen Menschen, wo nicht aktiv getragen, so doch zumindest hingenommen wurde." --Wolfgang Emmerich.

      Kindheitsmuster
      4,1
    • Einen Sommer auf dem mecklenburgischen Land erlebt die Schriftstellerin Ellen, zusammen mit Familie und Freunden. Der gesellschaftliche Stillstand ist Ende der siebziger Jahre deutlich zu spüren, aber für die Dauer einiger weniger Monate, die in der Erinnerung einmalig und endlos scheinen, entsteht hier eine lebendige Gemeinschaft. Sommerstück ist die Geschichte eines Jahrhundertsommers und zugleich der Abgesang auf eine politische Utopie.

      Sommerstück
      3,8
    • Der Prozeß

      Roman

      • 282 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Mit Der Prozess schuf Franz Kafka ein Jahrhundertwerk, das die Existenzbedingungen des Individuums radikal neu formulierte. Die Parabel über das Scheitern des Josef K. vor Gericht veranschaulicht das ausweglose Dasein des Einzelnen in einer anonymen Welt, die sich jeder Sinnsetzung entzieht. Am 30. Geburtstag wird Josef K., ein allein stehender Bankbeamter, unter mysteriösen Umständen verhaftet. Die Verhaftung erfolgt durch obskure „Wächter“, und das Verhör findet im Schlafzimmer der Nachbarin statt. K. erfährt lediglich, dass das anonyme Gericht, das auf einem unbekannten Gesetz basiert, ihn als schuldig erachtet, obwohl kein Verbrechen vorliegt. K. reagiert widersprüchlich: Er greift das Gericht an, zeigt sich aber auch dienstfertig und bestellt einen Anwalt. Seine verzweifelten Versuche, die Ereignisse zu beeinflussen, scheitern. Ein Geistlicher erklärt ihm die Aussichtslosigkeit seiner Bemühungen: Das Gesetz entzieht sich jedem rationalen Verständnis. K. weigert sich, seine Existenz unter das Prinzip des „Scheiterns“ zu stellen, und gibt die Hoffnung auf einen „Freispruch“ nicht auf. Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird er vor die Stadt geführt und exekutiert. Der Roman, zwischen 1914 und 1915 entstanden und posthum veröffentlicht, folgt klassischen Mustern und schildert die Ereignisse chronologisch. Kafkas innovative Nutzung der Erzählmittel und die labyrinthische Atmosphäre entziehen das Geschehen rationalen Erklärung

      Der Prozeß
      3,9
    • Was bleibt

      • 76 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Erzählt wird ein Tag im Leben einer Ostberliner Schriftstellerin, deren Wohnung und berufliche Aktivitäten von der Stasi ganz offen observiert werden. Die Erzählung thematisiert die Folgen der Beobachtung, insbesondere die dadurch ausgelösten Gefühle, Selbstbefragungen und Veränderungen im alltäglichen Leben der Frau. Als Ich-Erzählerin befindet sie sich in einem ständigen inneren Monolog, in einer permanenten Selbstprüfung, in der sie sich teilweise in Du, Ich und noch ein Drittes spaltet, ein Verhalten, das durch den düsteren Außendruck verursacht wird. Eines der Ichs repräsentiert die ursprünglich loyale Haltung zum Staat DDR, ein anderes ringt verzweifelt um eine neue Sprache, die authentisch und lebendig die Erfahrungen ausdrücken könnte. Ein Alltag wird erzählt, der keiner mehr ist, wenn die eigene Wohnung in Abwesenheit von Fremden betreten wurde und deutlich sichtbare Spuren davon als Hinweis hinterlassen wurden. Gespräche können innerhalb der Wohnung nur noch geführt werden, wenn der Telefonstecker gezogen ist. Telefonate werden zu einer Farce, die sich nur noch in Codes und Belanglosigkeiten abspielt. Symptome der Angst und Nervosität, wie Unruhe, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust, Haarausfall, durchziehen die Erzählung.

      Was bleibt
      3,5