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Bookbot

Anita Raja

    Was bleibt
    Der Proceß
    Sommerstück
    Kindheitsmuster
    • "Christa Wolfs Kindheitsmuster ist der hartnaeckig borende, vor Verletzungen ihrer selbst nicht zurueckschreckende Versuch, den historischen Faschismus wie die unmittlebare Gegenwart aus ihrer eigenen Biographie, ihrer beschaedigten Kindheit heraus verstehbar und handhabbar zu machen, die 'verfluchte Verfaelschung von Geschichte zum Traktat' zu ueberwinden. Und das Preiswuerdige des Buches sehe ich in der Rueckhaltlosigkeit und der kraft der sinnlichen Vergegenwaertigung, mit der dieses Vorhaben dem Leser zugaenglich gemacht wird. Dieses Buch beende ein langes Schweigen, auch fuer die DDR, hat Stefan hermlin von 'Kindheitsmuster' gesagt. Es handelt vom bis dato vergessenen, verdraengten, unterschlagenen Faschismus: dem 'normalen', alltaeglichen, gewoehnlichen, wie er von einer Masse von alltaeglichen, gewoehnlichen Menschen, wo nicht aktiv getragen, so doch zumindest hingenommen wurde." --Wolfgang Emmerich.

      Kindheitsmuster
      4,1
    • Sommerstück

      • 215 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Einen Sommer auf dem mecklenburgischen Land erlebt die Schriftstellerin Ellen, zusammen mit Familie und Freunden. Der gesellschaftliche Stillstand ist Ende der siebziger Jahre deutlich zu spüren, aber für die Dauer einiger weniger Monate, die in der Erinnerung einmalig und endlos scheinen, entsteht hier eine lebendige Gemeinschaft. Sommerstück ist die Geschichte eines Jahrhundertsommers und zugleich der Abgesang auf eine politische Utopie.

      Sommerstück
      3,8
    • Im August 1914, als die großen Nationen Europas den Krieg erklärten, begann Franz Kafka mit dem Schreiben seines Romans. Die politischen Umstände belasteten ihn stark, und Verzweiflung begleitete ihn, als hätte er die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte bereits erahnt. Am 13. September 1914 notierte er in seinem Tagebuch, dass die Traurigkeit über die österreichischen Niederlagen und die Angst vor der Zukunft ihn am Schreiben hindern könnten. Doch der Einfluss der politischen Ereignisse verlieh dem Roman eine visionäre Qualität, die die Komplexität der menschlichen Wahrnehmung widerspiegelt. Die vorliegende Textgestalt basiert auf Kafkas Handschrift, die nie für den Druck überarbeitet wurde und daher einige inhaltliche Unstimmigkeiten aufweist. Diese wurden nicht korrigiert, um den vermeintlichen Sinn des Autors zu wahren. Auch die Besonderheiten in der Ausdrucksweise und der Schreibweise wurden nicht an die schriftsprachliche Norm angepasst. Kafkas eigenwillige Zeichensetzung, die rhetorisch sinnvoll ist, wurde nur dort geändert, wo sie die Lesbarkeit beeinträchtigte.

      Der Proceß
      3,9
    • Erzählt wird ein Tag im Leben einer Ostberliner Schriftstellerin, deren Wohnung und berufliche Aktivitäten von der Stasi ganz offen observiert werden. Die Erzählung thematisiert die Folgen der Beobachtung, insbesondere die dadurch ausgelösten Gefühle, Selbstbefragungen und Veränderungen im alltäglichen Leben der Frau. Als Ich-Erzählerin befindet sie sich in einem ständigen inneren Monolog, in einer permanenten Selbstprüfung, in der sie sich teilweise in Du, Ich und noch ein Drittes spaltet, ein Verhalten, das durch den düsteren Außendruck verursacht wird. Eines der Ichs repräsentiert die ursprünglich loyale Haltung zum Staat DDR, ein anderes ringt verzweifelt um eine neue Sprache, die authentisch und lebendig die Erfahrungen ausdrücken könnte. Ein Alltag wird erzählt, der keiner mehr ist, wenn die eigene Wohnung in Abwesenheit von Fremden betreten wurde und deutlich sichtbare Spuren davon als Hinweis hinterlassen wurden. Gespräche können innerhalb der Wohnung nur noch geführt werden, wenn der Telefonstecker gezogen ist. Telefonate werden zu einer Farce, die sich nur noch in Codes und Belanglosigkeiten abspielt. Symptome der Angst und Nervosität, wie Unruhe, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust, Haarausfall, durchziehen die Erzählung.

      Was bleibt
      3,5