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Dr. H. W. K. M. A. N. Z. E. N.

    Weseler Museumsschriften - 3: Die Festung Wesel
    Mundschrott
    • Mundschrott

      Bekenntnisse eines Zahnarztes

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die Arbeit eines Zahnarztes ist oft eklig und stressig, was bei Dr. Z Spuren hinterlässt. Sein Problem ist, dass er die Menschen, die an seinen Stühlen sitzen, nicht mag. Für ihn sind sie groteske Oralmessies mit faulen Ausreden oder nervige Quasselstrippen, die zu viele Fragen stellen, oft gerade dann, wenn er einen Fehler gemacht hat. Er glaubt, dass auch sie ihn nicht mögen – und hat damit recht, denn wer mag schon Zahnärzte? Leser werden nicht nur ihre Mundhygiene überdenken, sondern auch erkennen, dass Zahnärzte ebenfalls Menschen sind, die ihre Fehler verbergen müssen. Dr. Z führt ein Leben, das auf den ersten Blick perfekt scheint: eine hübsche, zehn Jahre jüngere Frau, eine 19-jährige Tochter, einen Porsche und eine eigene Praxis. Doch er sieht seinen Beruf als angenehm an, wenn nicht die dämlichen Patienten wären. Auch privat bröckelt die Fassade: Seine Frau denkt ans Weglaufen, und seine Tochter nennt ihn einen »Waschlappen«. Als eine Routinebehandlung eskaliert und zum Albtraum wird, erkennt Dr. Z, dass der Scherbenhaufen vor ihm sein eigenes Leben ist. Da er das Chaos nicht delegieren kann, trifft er eine unerwartete Entscheidung: Er schneidet den Faden ab und sucht das Weite.

      Mundschrott