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Bookbot

Hans Driessen

    Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band
    Meines Vaters Land
    • Peter Sloterdijk ist einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten deutschen Philosophen der Gegenwart. In seinem ersten großen Werk „Kritik der zynischen Vernunft“ setzt er sich auf originelle Weise mit dem Erbe des skeptischen Rationalismus der Frankfurter Schule auseinander. Grundlage seiner Überlegungen ist die ernüchternde Diagnose der intellektuellen und kulturellen Verhältnisse in Westdeutschland nach dem Scheitern der revolutionären Erwartungen von 1968. Sloterdijk beschreibt den Cynismus als „erleuchtetes falsches Bewusstsein“ oder als Haltung von Menschen, die „bereits wissen, was sie tun“. Er sieht den Ausweg aus dieser Situation in der Rückkehr zum antiken Kynismus als Alternative zu einem „besseren“, anthropologisch integralen Verstand, der die Grundlage für ein sinnvolles und aktives Leben bildet. Das dialektische Spannungsverhältnis zwischen diesen beiden Begriffen, die sich auf den ersten Blick nur etymologisch unterscheiden, betrachtet Sloterdijk als Paradigma der Kulturgeschichte des Westens. Der zeitlose und provokante Gedanke dieser Arbeit wird durch den informellen Stil des Autors unterstrichen, der polemische Genres mit literarischen Essays kombiniert.

      Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band2013
      4,2
    • Meines Vaters Land

      Geschichte einer deutschen Familie

      Auch lange nach dem Kriegsende bleibt der Nationalsozialismus ein relevantes Thema. Die Journalistin Wibke Bruhns erlangte erst nach dem Tod ihrer Mutter Zugang zu den Briefen ihres Vaters und entdeckte zudem ein umfangreiches Familienarchiv ihres Großvaters. Dies ermöglichte ihr, die Geschichte ihres Vaters zu erforschen: Ein überzeugter Nazi und gleichzeitig Widerstandskämpfer? Hans Georg Klamroth wurde 1944 nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler als Mitwisser hingerichtet. Obwohl Wibke Bruhns erst fünf Jahre alt war, als er starb, hatte sie keine bewussten Erinnerungen an ihn und wollte nun wissen, wie er wirklich war. Ihre Spurensuche ist sehr persönlich und erinnert an Uwe Timms "Am Beispiel meines Bruders". Doch Bruhns, als Journalistin, legt einen stärkeren Fokus auf die Zeitgeschichte und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, indem sie ihre Familienchronik bis vor den Ersten Weltkrieg zurückverfolgt. Diese gelungene Mischung aus Politik und persönlicher Geschichte macht das Werk beeindruckend. Besonders im Hörbuch verstärkt die Stimme der Autorin den persönlichen Charakter der Recherche, während ihr sachlicher Ton die emotionale Seite der Geschichte ausbalanciert. Wibke Bruhns, die in den 70er Jahren die erste Frau war, die die Heute-Nachrichten im ZDF präsentierte, liest ihren Text ausgezeichnet. 350 Minuten.

      Meines Vaters Land2005
      4,3