Der große japanische Autor Yukio Mishima stellt in seinem Roman mit analytischer und erzählerischer Kraft ein Seelendrama dar: die allmähliche Selbstentdeckung eines Außenseiters, eines Homosexuellen. In der Rückschau des Erzählers, die die eigene Kindheit und Jugend erforscht, werden frühe Züge seiner Veranlagung deutlich. Die ersten berührungen mit dem anderen Geschlecht werden durch ein Gefühl der Befremdung, der kritischen Distanz irritiert. Um zu der Welt des Normalen eine Beziehung herzustellen, greift er zur Maske. Die Maske ist ihm aber nicht Mittel zur Täuschung und Möglichkeit des Verstecks, sondern der Versuch, eine neue Identität zu gewinnen: er befreundet sich mit dem Mädchen Sonoko und denkt an Heirat. Aber zugleich wird er sich bewußt, daß seine Veranlagung unüberwindlich ist. Der Roman mit autobiographischen Zügen gilt als ein bedeutendes Zeugnis der poetischen Kraft Yukio Mishimas.
Josephus Carel Franciscus Last Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Fukuzawa Kazu, Besitzerin eines eleganten Restaurants in Tokio, begegnet be einem Bankett im Setsugoan, dem Treffpunkt der Prominenz aus Politik, Finanz und Wirtschaft, dem ehemaligen Minister Noguchi Yuken und damit einer für sie neuen Welt des Intellekts, der Askese und Moral. Die beiden gegensätzlichen Naturen ziehen sich an und es kommt zur Ehe. Überraschend kandidiert Noguchi für die Gouverneurswahl von Tokio. Kayu stüryt sich mit der Unbedenklichkeit einer Frau in den politischen Kampf. Noguchi erleidet eine Niederlage, Kazus zwielichtige Vergangenheit wird von der Gegenseite publik gemacht, sie trennt sich von Noguchi und scheut sich nicht, selbst die Hilfe der politischen Gegner in Anspruch zu nehmen, um ihre gesellschaftliche Stellung im Setsugoan zu halten.