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Danuta Rycerz

    Der Fisch im Wasser
    Das Fest des Ziegenbocks
    • Das Fest des Ziegenbocks

      Roman

      • 538 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Nach Jahren im New Yorker Exil kehrt Urania Cabral nach Santo Domingo zurück, wo sie ihren Vater, einst Senatspräsident und Diktatorengefährte, stumm und im Rollstuhl vorfindet. Ihre Erinnerungen an die Zeit der Willkür und ein schreckliches Ereignis kommen zurück. Wir reisen ins Jahr 1961, als die dominikanische Hauptstadt noch Ciudad Trujillo heißt. Dort herrscht ein Mann mit absoluter Macht über drei Millionen Menschen, der Gewalt und Charme einsetzt, um seine Herrschaft zu sichern. Uranias Vater ist nur eine Schachfigur in diesem perfiden Spiel. Der „Große Wohltäter“, der das Land fast vollständig in seinen Besitz gebracht hat, glaubt, Militär, Kirche und die amerikanische Botschaft kontrollieren zu können, während seine Attentäter bereits unterwegs sind, ohne zu wissen, dass ein machiavellistischer Machtwechsel im Gange ist. Im Zentrum des Romans steht die reale Figur des General Leónidas Trujillo, auch „Der Ziegenbock“ genannt. Der Autor dringt unter die historische Oberfläche und macht uns zu Zeitgenossen und Mitwissern. Die Verschwörer, die den Diktator beseitigen wollen, sowie die intelligenten Politiker und die Opfer erhalten durch den Erzähler eine eindringliche Stimme. Der dramatische Knoten wird so geschickt geschürt, dass diese Psychographie der Macht und ihrer Verheerungen wie ein Thriller zu lesen ist.

      Das Fest des Ziegenbocks
      4,3
    • Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Während seines Studiums begann er, für verschiedene Zeitschriften zu schreiben und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman. Der peruanische Romanautor und Essayist ist als politischer Autor bekannt und hat auch international großen Erfolg. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen mehrere Romane, die sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzen. Vargas Llosa ist Ehrendoktor mehrerer Universitäten in Amerika und Europa und hat Gastprofessuren an renommierten Institutionen wie Harvard und Oxford gehalten. 1990 kandidierte er für die oppositionelle Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen, unterlag jedoch in der Stichwahl und zog sich danach aus der aktiven Politik zurück. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1996 und den Nobelpreis für Literatur 2010. Heute lebt er in Madrid und Lima. Elke Wehr, geboren 1946 in Bautzen und verstorben 2008 in Berlin, studierte Romanistik und konzentrierte sich auf die Übersetzung spanischer und lateinamerikanischer Prosa ins Deutsche. Sie lebte in Madrid und Berlin.

      Der Fisch im Wasser
      3,6