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Rana Dasgupta

    5. November 1971

    Rana Dasgupta beschäftigt sich in seinen Werken mit den Kräften und Erfahrungen der Globalisierung. Seine Erzählungen verbinden das zeitgenössische Leben mit mythischen und surrealen Elementen. Seine Arbeit untersucht breit gefächert die Existenz des 21. Jahrhunderts anhand einer vielfältigen Charakterbesetzung, von Milliardären bis zu Wanderarbeitern. Darüber hinaus untersucht er historische ideologische Experimente und antizipiert zukünftige Welten, die von außergewöhnlichen Figuren bevölkert sind. Dasguptas Schreiben zeichnet sich durch einen epischen Umfang und eine philosophische Reflexion über den Verlauf des menschlichen Lebens aus.

    Rana Dasgupta
    India Essays
    After Nations
    Nach den Nationen
    Die geschenkte Nacht
    Solo
    Delhi
    • Delhi

      • 462 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Im Dezember 2000 zieht Rana Dasgupta nach Delhi, weil dort die Frau lebt, die er liebt – und landet in einem Moloch, der direkt der Phantasie von Zola, Brecht oder Scorsese entsprungen sein könnte. Die wirtschaftliche Öffnung Indiens im Jahr 1991 hat Kräfte entfesselt, die seither mit der Gewalt einer Naturkatastrophe über die Stadt und ihre Einwohner hinwegfegen: Kapitalistische Räuberbarone stecken aggressiv ihre Claims ab, Bargeld wird lastwagenweise durch die Straßen gekarrt, Premierminister Manmohan Singh, der einst die Liberalisierung des Landes angestoßen hat, lässt beim lokalen Lamborghini-Händler anrufen - er kann nicht mehr schlafen, seit die Neureichen vor seiner Residenz ihre Luxuskarossen ausfahren. Mit dem Einfühlungsvermögen und der Sprachgewalt eines großen Erzählers schildert Dasgupta die Welt hinter den Fassaden der scheinbar endlos nach oben weisenden Wachstumsraten. Er trifft Milliardäre und Slumbewohner, Drogendealer und Metallhändler, Sozialarbeiter und Gurus und stellt fest, dass in der Heimat seiner Vorfahren heute vor allem eines regiert: das Geld.

      Delhi
      4,1
    • Trägt jeder Mensch ein verborgenes Wissen in sich, das der Welt von Nutzen sein könnte? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage blickt Ulrich auf sein Leben zurück, das beinahe das gesamte turbulente zwanzigste Jahrhundert umfasst. Er erinnert sich an seine Leidenschaft für die Chemie und die Musik, eine starke Freundschaft und eine große Liebe. Doch seine Talente konnte er nicht ausleben, sein bester Freund starb jung, seine Frau verließ ihn und ging mit dem gemeinsamen Sohn nach Amerika. Der erblindete, nun fast hundertjährige Ulrich bricht noch einmal aus und lässt seine trostlose Plattenbauwohnung in Sofia hinter sich - zumindest in seiner Fantasie: In einem Tagtraum überwindet er politische und private Zwänge und erfindet sich ein neues Leben, das nicht im Bulgarien des zwanzigsten, sondern im New York des einundzwanzigsten Jahrhunderts angesiedelt ist - ein schnelles, buntes Leben voller Möglichkeiten und kreativer Energie. Rauschhaft erzählt Solo die zwei großen Lebensgeschichten eines Mannes und ergründet so den Nutzen einer jeden menschlichen Existenz. Ein episches Meisterwerk voller lebendiger Figuren und ihrer ungewöhnlichen Geschichten, voller wundersamer Mythen und historischer Begebenheiten.

      Solo
      3,5
    • Die indische Literatur hat eine neue Stimme. Ein Schneesturm zwingt eine Boeing zur Notlandung, und dreizehn Passagiere aus aller Welt stranden mitten in der Nacht im Transitbereich. Müdigkeit prägt ihre Gesichter, doch bald beginnen sie, Geschichten zu erzählen. Diese Geschichten, von märchenhaft fantastischen bis zu glasklar realistischen, verweben sich wie die Muster eines bunten Teppichs. Die Aufregung wächst, als die Verzögerung des Weiterflugs nach Tokio bekannt gegeben wird. Während eine lange Schlange am einzigen geöffneten Schalter entsteht, setzen sich dreizehn Reisende erschöpft neben die Gepäckbänder. Zunächst herrscht Stille, bis einer vorschlägt, dass sie sich nicht gut genug kennen, um schweigend zu sitzen. Ein anderer beginnt zu erzählen: von Prinz Ibrahim und einem Schneider, der das prächtigste Gewand für ihn nähte, bis der Prinz das Interesse verlor. Ein weiterer berichtet von einem wohlhabenden Mann und seiner Tochter, die sich in einen Zwerg verliebt – ohne zu wissen, dass er ihr verstoßener Zwilling ist. Eine junge Frau, die sich Mut antrinkt, erzählt von einem Frankfurter Kartografen, der ein stummes türkisches Mädchen versteckte. Einer nach dem anderen erheben die Reisenden ihre Stimmen, und die Geschichten erwecken die schwarze Tafel mit neuen Flugzielen zum Leben, während die Erinnerungen wie Träume entschwinden. Rana Dasgupta, ein unkonventioneller junger Autor Indiens, schafft in seinem Debüt eine l

      Die geschenkte Nacht
      3,3
    • Nach den Nationen

      Entstehung und Fall einer Weltordnung

      • 800 Seiten
      • 28 Lesestunden

      In der Menschheitsgeschichte ist der Nationalstaat eine neue Erfindung. Erst im 20. Jahrhundert wurde er zur weltweiten Norm. Heute ist er womöglich schon wieder ein Auslaufmodell. Ökologische Katastrophen, globale Migrationsbewegungen, die wachsende Macht der Tech-Konzerne und transnationale Finanzströme stellen die Annahme infrage, dass Politik innerhalb fester Landesgrenzen stattfinden muss – und kann. Rana Dasgupta zeichnet die Entstehung und den Aufstieg des Staatensystems nach, um die Ursachen für sein vielfältiges Scheitern zu ergründen. Ausgehend von vier Machtzentren – Frankreich, Großbritannien, USA und China – erzählt er die globale Geschichte einer politischen Form, die heute an den Bedingungen zerbricht, die sie einst ermöglicht haben. Elegant und mit Blick für vergessene Details führt uns der preisgekrönte Autor vom Untergang alter Imperien und von der Ausbreitung europäischer Geld- und Rechtskonzepte bis hin zur epochalen Wiederherstellung chinesischer Macht. Dasgupta fragt: Wie könnte eine flexible Ordnung im planetaren Zeitalter aussehen? Und welche Rolle spielt die Religion in einer Welt nach den Nationen? Eine beeindruckende Reise zu den Ursprüngen der Nation, um Antworten für die Zukunft zu finden.

      Nach den Nationen
    • India Essays

      • 141 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Between 1962 and 2006, V. S. Naipaul wrote six essays about his travels in India, some of his finest pieces of reflection and reportage. Approaching India through the residue of Indian culture and the scattered memories of nineteenth-century immigrants, eventually leading to a special understanding of Mahatma Gandhi, Naipaul offers an exceptional and sustained meditation on the country that was never his. These are essays, full of gentleness, humour and feeling, that take us into the mind of one of our greatest writers.

      India Essays