Varelov román „Die Matepflücker“ ist ein typisches Beispiel für die latinoamerikanische Prosa, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzt. Die Geschichte beschreibt das Leben der Sammeltätigen von Yerba-Blättern (bekannt als Mate-Tee) in den Wäldern am Oberlauf des Paraná, in einem grausamen Umfeld, in dem die menschliche, moralische und emotionale Degradation keine Grenzen kennt. Parallel dazu werden in wechselnden Kapiteln, die als „In der Falle“ und „Eroberung“ betitelt sind, die historischen Wurzeln der rücksichtslosen Ausbeutung von Menschen und Natur beleuchtet. Diese Kapitel fungieren als ständiger Unterton, der das sich entwickelnde Drama der Hauptgeschichte signalisiert. Sie schaffen einen Kontrast zwischen der brutalen Realität der Handlung und der lyrischen Poesie der Naturbeschreibungen. Dieser Gegensatz trägt zur künstlerischen Wirkung des Buches bei. Varela bereiste die Region des Oberen Paraná intensiv und konnte so sowohl die Schönheit als auch die Grausamkeit der Natur sowie die verschiedenen menschlichen und gesellschaftlichen Typen und deren Lebensweisen eindrucksvoll darstellen.
Alfredo Varela Bücher



Dej románu sa odohráva v prostredí divokej prírody. Na rieke Paraná plávajú lode s novodobými otrokmi, naverbovanými na zber lístia zo stromu maté, za neznesiteľných podmienok. Ľudia sú zmorení, zdeptaní ťažkou prácou, jedovatým hmyzom ale najmä týraním, neľudskými trestami... Hrdina románu, Ramón, je tiež jedným z týchto robotníkov. Po mnohých dramatických udalostiach utečie na vlastnoručne zhotovenej plti v ústrety novému životu.