Dimitri VerhulstReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
2. Oktober 1972
Dimitri Verhulst ist ein gefeierter Autor aus den Niederlanden, dessen Werke in über 20 Sprachen übersetzt werden. Sein umfangreiches Schaffen umfasst Romane, Kurzgeschichten, Novellen, Gedichte und Theaterstücke, die alle durch einen unverwechselbaren Stil und tiefe Einblicke in die menschliche Verfassung gekennzeichnet sind. Verhulst scheut sich nicht, die komplexen und oft rauen Realitäten des Lebens zu erforschen, wobei sein Stil oft als roh, aber dennoch eindringlich menschlich beschrieben wird. Seine Fähigkeit, die Essenz menschlichen Leidens einzufangen und gleichzeitig Lichtblicke der Hoffnung darin zu finden, macht ihn zu einer bedeutenden Stimme in der zeitgenössischen Literatur.
Mít a být začíná Malodotovou smrtí. Po smrtelné autonehodě se ke svému překvapení ocitá na klinice, kde se musí nejprve zbavit závislosti na životě, aby mohl být úplně mrtvý. Pokud se mu to nepodaří, musí projít celou svou existencí znovu, od začátku do konce, s úplně stejným průběhem. S pestrou skupinou spolupacientů absolvuje skupinové terapie a individuální rozhovory se záhadným vrchním terapeutem, který se ho snaží přimět, aby se zřekl té hnusné závislosti na životě. Spisovatel Dimitri Verhulst vtipně a výmluvně osvětluje naši konečnost: je to román, který nemá obdoby ani v autorově tvorbě.
Liliya Dimova, einst die Muse in den Künstlerkreisen der bulgarischen Hauptstadt Sofia, ist als 71-jährige Witwe immer noch lebenslustig und subversiv wie je. Ihr Mann gehörte zu den verfemten Schriftstellern im Kommunismus, als Bulgarien der treueste aller Vasallenstaaten der UdSSR war und Michail Scholochow der literarische Gott. Doch Liliya will die Geschichte korrigieren und nimmt auf sehr originelle Weise Rache. Etwa, indem sie die Seiten aus Scholochows Werken als Toilettenpapier benutzt – aus Liebe zu ihrem verstorbenen Mann und für alle anderen Vergessenen im Kampf für das freie Wort.
Eine bitterböse Geschichte von einem der erfolgreichsten flämischen Autoren Bisher hat Dimitri Verhulst – zum Brüllen komisch, zum Heulen schlimm – seine Kindheit geschildert, aber nie seine Erfahrungen in einem Kinderheim. Nun wagt er den Blick in den Abgrund: In dem Heim »Sonnenkind« landen Kinder aus den unterschiedlichsten Gründen, doch eines haben sie gemeinsam: Sie sind unerwünscht. Und was ihnen dort fehlt, das fehlt ihnen oft ihr Leben lang: Wärme, Familie, Liebe. Angenommensein. Deshalb stürzt sich die siebzehnjährige Gianna im Heim aus dem obersten Stock in die Tiefe, deshalb werden Stefaan und Sarah zu Mördern ihrer eigenen Kinder ... Auch dieses Werk Verhulsts zeichnet sich durch barocke Sprachgewalt und pechschwarzen Humor aus, aber es spiegelt ebenso wider, wie ausgeliefert und hoffnungslos er selbst sich als Junge gefühlt hat.
Dimitri Verhulst keerde terug naar de Bijbel om de schoonheid van de taal, maar toen hij zich aan het hervertellen zette realiseerde hij zich dat de verhalen eigenlijk mooier zijn dan de woorden waarin ze gevat zijn. De eerste vijf Bijbelboeken bevatten de geschiedenis van het ontstaan van de wereld, de verspreiding der volkeren en de wetgeving. Het zijn de verhalen die iedereen wel kent, maar ze worden steeds minder gelezen. Verhulst besloot de verhalen terug te geven aan de taal en verbaasde zich over gruwelijke details en lachwekkende eigenaardigheden...
Können wir vermeiden, was nicht aufzuhalten ist? Pierre konnte es nicht. Er konnte der Leidenschaft und vor allem der Liebe nicht entkommen. Aber Pierre kann und will davon erzählen. Und so schenkt er dem behinderten Sonny zum 16. Geburtstag bei einem Trip in die Provence die Geschichte der wildzärtlichen und alles ändernden Liebe zu dessen Mutter und reist mit ihm dabei an die Ränder des Lebens. Gefühlvoll und provokant – mal überbordend, mal frech im Ton erzählt Dimitri Verhulst die schmerzlich-schöne Gesichte einer wilden tiefen Liebe und nimmt uns dabei mit auf einen Road Trip durch die Schönheit der Provence und das Leben selbst.
' Je hebt lang gewacht om het relaas van jouw jaren in een instelling voor verwaarloosde jongeren neer te pennen. Je hebt het uitgesteld, beseffende, lichtjes gehoopt zelfs, dat zulks vaak tot afstel leidt. Je wou niet de zieltogende schrijver van het trieste-jeugd-gebrompot zijn. Voor zover je dat nog niet was. Maar toen je een jonge vrouw, een ex-instellingskind, zich voor jouw ogen van het leven zag beroven, en toen twee van je oude soortgenoten de kranten haalden omdat ze zich geen raad wisten met het familieleven dat hun nooit was aangeleerd, heeft het blad papier zich vanzelf naar je toegeschoven. De eerste persoon enkelvoud kon worden afgeschaft, en het voelde veilig, eindelijk te verdwijnen in de ellende van een ander.'
In De helaasheid der dingen keert de schrijver terug naar zijn geboortegrond in Reetveerdegem. We maken kennis met de vader die trots de kroegen van het dorp af fietst om zijn pasgeboren zoontje aan zijn vrienden te tonen, de grootmoeder wier nachtrust al te vaak door de politie verstoord wordt als die een van haar dronken zonen komt afleveren en de werkloze nonkels die meer heil zien in een kampioenschap zuipen dan in een duigdzaam leven. De helaasheid der dingen is zowel een prachtige ode aan als een hilarische afrekening met het dorp van zijn jeugd.
Es ist nicht leicht, in Würde zu altern! Der gut siebzigjährige Désiré Cordier fragt sich, ob es mehr gibt als eine langweilige Existenz, eine lieblos gewordene Ehe und entfremdete Kinder. Eines Tages beschließt er, sich als dement auszugeben. Diese Rolle spielt er so überzeugend, dass seine Familie ihn schließlich in ein Pflegeheim bringt, wo er glaubt, endlich frei zu sein. Doch als ihm bewusst wird, dass das Leben schneller vergeht als seine Gedanken, versucht er, sein Schicksal zu ändern. Während andere ihre Existenz für zwei Millionen Dollar verkaufen, möchte er seine nicht einmal geschenkt abgeben. Immer hat er sich den Wünschen seiner dominanten Frau Moniek untergeordnet, und als der Umzug in eine kleine Wohnung bevorsteht, überkommt ihn die Panik. Um ihr zu entkommen, entwickelt er eine ungewöhnliche Strategie: Er tut so, als wäre er dement. Dies bereitet ihm nicht nur Freude, sondern gelingt ihm auch erstaunlich gut. Im Pflegeheim „Winterlicht“ trifft er auf andere Dementen und überforderte Pfleger, entdeckt haarsträubende Missstände und überraschende Bekanntschaften – darunter einen Strategen, einen ehemaligen Nazi und eine alte Jugendliebe. Dimitri Verhulst thematisiert auf humorvolle und schonungslose Weise die Herausforderungen des Alterns.
Wanneer wordt aangekondigd dat Christus op 21 juli, in volle komkommertijd, Brussel zal bezoeken, ondergaat de Belgische hoofdstad een metamorfose. De gevels worden opgeknapt, bloembakken geplaatst en de criminaliteitscijfers duiken plotsklaps naar het nulpunt. Terwijl de beleidsmensen bakkeleien over wie een persoonlijk onderhoud met de profeet verdient en discussiëren over de route waarlangs Jezus lopen moet, krijgt de stad almaar een menselijker gelaat met oog voor de dakloze, de illegaal, de dronkaard en de armoe-oogster. De metro ruikt niet langer naar pis, de hoop is onder het volk. En dan breekt de grote dag zelf aan. Op weergaloze wijze becommentarieert Verhulst de hedendaagse samenleving.
Es ist nicht leicht, sich als Senegalesin durchschlagen zu müssen. Oder als Hure. Auf Seynabou trifft beides zu: Ihr Job ist es, aufgeblasene europäische Touristen zu beglücken und sich Hochzeitsanträge ins Gesicht lallen zu lassen. Ihr Leben ist dazu bestimmt, eines Tages furchtbar ruhmlos zu enden. Bis plötzlich, während einer dieser bezahlten Liebesnächte, einer ihrer Kunden unter mehr als verdächtigen Umständen zu Tode kommt - noch dazu ein Freier, der, wie sich herausstellt, ein weltbekannter Radrennfahrer war. In Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden ruft Seynabou jene besondere Nacht wach, in der es anfangs schien, als würde sich das Schicksal endlich zu ihren Gunsten neigen. Und schlussendlich kehrt sie auch noch einmal zurück in jenes schäbige Zimmer, in dem der Tod zu ihr ins Bett stieg. Dimitri Verhulsts Novelle beruht auf der wahren Tragödie des extravaganten Radrennstars Frank Vandenbroucke (1974-2009). Nominiert für die Shortlist des bedeutendsten flämischen Literaturpreises De Gouden Boekenuil 2012.