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Drago Jančar

    13. April 1948

    Drago Jančars literarische Erkundungen befassen sich mit der Spannung zwischen dem Individuum und seiner gesellschaftlichen Umgebung, wobei er häufig historische Themen aufgreift und diese allegorisch darstellt. Seine Prosa, beeinflusst von modernistischer und postmodernistischer Technik, untersucht die tragischen Kollisionen zwischen menschlicher Existenz und dem Chaos der objektiven Welt. In seinen dramatischen Werken schildert er typischerweise den Untergang eines Individuums im Kampf gegen ein gefühlloses System, und seine Essays behandeln die existenziellen und politischen Dilemmata von Intellektuellen. Als meistübersetzter zeitgenössischer slowenischer Autor wird Jančar für seine einzigartige Fähigkeit gefeiert, die Komplexität des menschlichen Daseins einzufangen.

    Drago Jančar
    Luzias Augen
    Luzifers Lächeln
    Die Nacht, als ich sie sah
    Wenn die Liebe ruht
    Als die Welt entstand
    Katharina, der Pfau und der Jesuit
    • Katharina, der Pfau und der Jesuit

      • 472 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Liebe, Sünde, Leidenschaft – die Geschichte einer jungen Frau zur Zeit des Siebenjährigen Krieges. Schicksalhaft verknüpfen sich die Lebenswege dreier Menschen des 18. Jahrhunderts: Katharina, Tochter des krainischen Gutsverwalters Poljanec, schließt sich den Wallfahrern an, um dumpfer Bigotterie und unerfülltem Begehren zu entfliehen; sie begegnet der großen Liebe, wird dennoch zur Offiziershure. Der Pfau, krainischer Artilleriehauptmann, der im österreichisch-preußischen Krieg um Schlesien in der Armee Maria Theresias dient, stolziert unter ihrem Fenster auf dem Gutshof umher, würdigt sie keines Blickes und erzählt von nie geschlagenen Schlachten. Der Jesuit, ein slowenischer Missionar, hat die gewaltsame Vertreibung der Jesuiten aus Paraguay erlebt. Wieder in Europa, schließt er sich den Köln-Pilgern an und prägt fortan Katharinas Lebensweg. Wechselnde Schauplätze – Salzburg, Landshut, Münster, Köln und Tutzing –, historische Ereignisse – mit der Schlacht von Leuthen als Höhepunkt – sowie eine Fülle von Nebenfiguren und lebensvollen Handlungen bilden ein spannendes Epochengemälde an der Schwelle vom Barock zur Aufklärung.

      Katharina, der Pfau und der Jesuit
      4,6
    • Als die Welt entstand

      Roman

      • 272 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Eine Geschichte vom Aufwachsen in Zeiten des Umbruchs: Der große slowenische Erzähler Drago Jančar über die Widersprüche der Gesellschaft im Maribor der 1950er Danijel weiß nicht, wem er es recht machen soll: dem Vater, der mit seinen Kameraden vom kommunistischen Kämpferbund permanent den Sieg über Nazideutschland feiert, oder der Mutter, die ihn trotz allem zum Religionsunterricht zu den Kapuzinern schickt? Staatlich verordneter Pioniereid da, Glaubensbekenntnis von Pater Aloisius dort. Veränderungen kündigen sich an, als die junge Sekretärin Lena in die Erdgeschosswohnung einzieht und damit nicht nur Danijels Fantasie anregt, sondern den ganzen Stadtteil in Unruhe versetzt. Meisterhaft erzählt Drago Jančar diese Geschichte aus dem Maribor der ausgehenden 1950er Jahre, in der sich die Widersprüche der slowenischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg spiegeln.

      Als die Welt entstand
      4,4
    • Der wichtigste slowenische Autor der Gegenwart: Mit seinem preisgekrönten Roman hat Drago Jancar ein Meisterwerk über die Liebe in Zeiten des Krieges geschaffen. Slowenien, Zweiter Weltkrieg: Die junge Medizinstudentin Sonja erkennt in dem SS-Offizier, den sie auf der Straße in Maribor trifft, Ludek wieder, der sie als Kind einmal beim Skifahren aus dem Schnee gezogen hat. Ludek heißt jetzt Ludwig und ist ein überzeugter Nazi. Sonja bittet ihn um Hilfe für ihren inhaftierten Freund Valentin. Für Ludwigs Hilfe zahlt Sonja einen hohen Preis. Doch Valentin, der bei den Partisanen kämpft und später im Kommunismus Karriere macht, dankt Sonja ihren Einsatz nicht. Stilistisch brillant lotet Jancar in seinem preisgekrönten Roman aus, wie weit wir bereit sind zu gehen, wie der Krieg Beziehungen neu formt und die Liebe, auch wenn das Leben weitergeht, in die Knie zwingt.

      Wenn die Liebe ruht
      4,3
    • Die Nacht, als ich sie sah

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Von der Gier zu leben und dem Verschwinden einer faszinierenden jungen Frau in Zeiten des Krieges. In einer Nacht, kurz nach Neujahr 1944, führt eine Gruppe von Tito-Partisanen Veronika Zarnik und ihren Mann Leo aus ihrem Schloss in Slowenien ab, von da an verlieren sich ihre Spuren. Aus den Erinnerungen von fünf Personen setzt sich das Bild einer schillernden jungen Frau zusammen: Pilotin, Liebhaberin von Papageien, Alligatoren und Pferden. Der Offizier, die Mutter, der deutsche Wehrmachtsarzt, die Haushaltshilfe, der Partisan berichten von einer unbändigen Lebensfreude, die jenseits des politischen Geschehens ein privates Idyll aufrechtzuerhalten sucht. Bis der Strom der Geschichte diese Illusion mit sich fortreißt.

      Die Nacht, als ich sie sah
      4,3
    • Luzias Augen

      Erzählungen

      Der große slowenische Schriftsteller Drago Jancar schreibt in seinen Erzählungen von Einzelschicksal und Geschichte. Jede Person und jede Geschichte in diesem Band lässt einen kleinen Teil ihrer Welt im Leser zurück.

      Luzias Augen
      4,0
    • Der Galeot

      • 401 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Sekten und Stifter, Ketzer und Hexen, Willkür und Terror – wir schreiben das 17. Jahrhundert. Johann Ott irrt ziellos umher, es ist eine Flucht ohne Zuflucht, eine innere Unruhe treibt ihn von Ort zu Ort. Nach seiner Befreiung aus den Mühlen der Inquisition schlägt er sich zur istrischen Küste durch, wo sich sein weiteres Schicksal vollzieht: die Verurteilung zu lebenslanger Galeerenstrafe. Auf dem Meer treiben ihn die Gewalten der Natur und die menschliche abgrundtiefe Grausamkeit an den Rand des Wahnsinns. Sein letzter Kampf gilt schließlich der Pest, der er am anderen Ende des Meeres in Portugal in Richtung Heimat wieder zu entrinnen versucht.

      Der Galeot
      4,0
    • Nordlicht

      Roman

      • 272 Seiten
      • 10 Lesestunden

      „Diese Stadt ist seine Falle, und in die ist er geraten.“ Eine kafkaeske Reise ins Innere von Maribor am Vorabend des Zweiten Weltkrieges – Jančars Meisterwerk! Eine Dienstreise führt Josef Erdmann am 1. Januar 1938 in seine Geburtsstadt Maribor. Das vergebliche Warten auf den Geschäftspartner, der nie ankommen wird, die heimliche Liebesbeziehung zu einer verheirateten Frau aus guter Gesellschaft und die Bekanntschaft mit zwielichtigen Gestalten ziehen Erdmann immer mehr in einen fatalen Abgrund. Sinnbild der heraufziehenden Katastrophe ist das unerklärliche Nordlicht über der Stadt, das jede Bewegung, jede Tätigkeit stillstehen lässt. Mit einem Nachwort von Claudio Magris Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur 2020

      Nordlicht
      3,8
    • Die Memoiren eines nach Australien ausgewanderten Erotomanen ziehen den Archivar Janez Lipnik in ihren Bann. Er beginnt, sich mit dessen Bekenntnissen näher zu befassen und gerät in den Strudel einer Geschichte, die im besetzten Jugoslawien der 1940er-Jahre ihren Ausgang nimmt.

      Der Baum ohne Namen
      3,5
    • In den Erzählungen von Drago Jančar wird der anfängliche Frieden schnell durch Bedrohung und Schrecken ersetzt. Mit subtiler Ironie porträtiert der Autor einfache Menschen, die in die großen Strömungen der Geschichte verwickelt sind, und konfrontiert den Leser mit der dunklen Vergangenheit und den vergessenen Verbrechen.

      Die Erscheinung von Rovenska. Erzählungen
    • Pohled anděla

      • 126 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Dvě novely (Smrt u Panny Marie Sněžné, 1985; Pohled anděla, 1992) a deset krátkých povídek nejznámějšího slovinského dramatika a prozaika. Povídka Augšpurk získala na jaře 1994 v Německu první cenu v soutěži o nejlepší evropskou krátkou prózu.

      Pohled anděla
      4,6
    • Kniha Přízrak z Rovenské přináší šest ze sedmi próz stejnojmenného originálního souboru a doplňují ho dvě prózy z předešlé povídkové knihy Pohled anděla. V současnosti nejznámější slovinský autor ve svých krátkých prózách tematicky čerpá v širokém okruhu prostoru i čase, který je rovnoměrně rozložen na přítomnost i minulost, přičemž některé prózy jsou časově nezařaditelné. Své hrdiny nechává čelit všemu, co ohrožuje jednotlivce, od přirozených i nadpřirozených sil osudu až po postoje a činy světských či církevních uzurpátorů moci. Prvky nadskutečna jsou jedním z poznávacích znaků Jančarova literárního jazyka a přispívají k významové vrstevnatosti jeho děl.

      Přízrak z Rovenské
      4,5
    • Halštat

      • 57 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Slovinské drama z roku 1994. Ve hře o převratném archeologickém nálezu profesora Habilise a jeho spolupracovníků je postupně zpochybněno nejprve skutečné poslání celého týmu (kosti zřejmě pocházejí z doby mnohem novější, profesor záměrně své spolupracovnice klame), ale i jejich identita. Ukazuje se, že všechny postavy byly před časem osloveny Dragem Jančarem, který hledal pět postav pro svou hru. V posledním jednání se postavy vracejí do svého původního života a je zjevné, že i když dostali ve svém „halštatském období“ jiné životní role, zůstaly jim jejich dobré a špatné vlastnosti i jejich smutky a frustrace...

      Halštat
      4,5
    • Prodloužená minulost

      • 253 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Eseje reagující na konkrétní projevy a dopady společenských změn v zemích bývalé Jugoslávie i v ostatních postkomunistických zemích v 90. letech 20. století.

      Prodloužená minulost
      4,5
    • Brioni

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Kniha představuje třináct nejnovějších esejů světoznámého slovinského prozaika dramatika a esejisty kterou doplňuje obšírný rozhovorem s autorem. Promlouvá naléhavě k nejpalčivějším problémům současného světa a to typicky jančarovským pronikavě demaskujícím jazykem který na druhé straně místy přechází do působivých poloh zkratkovitého uměleckého vyjádření. Autor má nevšední schopnost vidět věci v širších souvislostech času i prostoru a proto bývá vítaným hostem na různých sympoziích a konferencích intelektuálů celého světa a jeho knihy jsou všude hojně překládány.

      Brioni
      4,0
    • Oczy Łucji

      • 236 Seiten
      • 9 Lesestunden

      „Oczy Łucji” - wybór opowiadań współczesnego klasyka prozy słoweńskiej przygotowany przez autora. To już dziewiąta książka Draga Jančara, którą może poznać polski czytelnik. Jego powieści, wybory krótkiej prozy i esejów pojawiają się na polskim rynku wydawniczym od 1988 roku. I jak w całej swojej twórczości, tak i tu pisarza fascynuje Wielka Historia, nie tylko ta odległa, ale i dwudziestowieczna, która zawsze jest jedynie tłem i pretekstem do przedstawienia losów zwykłych ludzi, ich dramatów i traum. To wszystko, jak zwykle u Jančara, zaprawione jest szczyptą dobrodusznej ironii, błyskotliwego humoru i dowcipnej satyry. Gorąco polecamy zarówno miłośnikom słoweńskiego Mistrza, jak i tym, którzy dopiero rozpoczną przygodę z jego pisarstwem.

      Oczy Łucji
      3,0
    • Vyprávění o dojmech slovinského spisovatele z návštěvy obléhaného Sarajeva. Na podzim 1994 navštívila skupina slovinských autorů Sarajevo a setkala se tam s místní organizací Pen-klubu. Dojmy ze života v rozbitém městě, ze života v nedostatku, zimě a ve stálém nebezpečí z ostřelovačů – to je náplň této hořké knížky. Zamyšlení nad koexistencí tří národností. Autor tvrdí, že Sarajevo nikdy nebylo skutečně multikulturní společností, že zde nebylo nic spontánního, ale vše bylo organizováno podle stranických parit a národnostního klíče. Právě tato skutečnost pak umožnila výbuch nekontrolovaného násilí a nenávisti. Kniha končí přirovnáním Sarajeva k díře ve trupu lodi zvané Evropa, která celou loď potopí.

      Krátká zpráva z dlouho obléhaného města: Sarajevo, 1994
      3,8
    • L'Élève de Joyce

      • 134 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Qu'ils arpentent une rue de Trieste ou un campus américain, qu'ils méditent dans une chapelle castillane ou dans le métro new-yorkais, les personnages de Drago Jancar voient soudain le sol s'ouvrir sous leurs pieds et restent penchés au-dessus de ce gouffre comme sur une énigme indéchiffrable. Dans le chef-d'œuvre miniature qui ouvre le présent recueil, l'élève de Joyce débat ainsi avec son maître de Schopenhauer ou de Thomas d'Aquin, mais sa propre existence lui demeure un mystère à travers toutes les ironies du sort et jusqu'à son dernier souffle : Il ne les entend plus, seul le grondement lointain est encore là, il ne sait plus si c'est le roulis de la mer ou des foules ou seulement la bora derrière la fenêtre et, entre ses assauts, le discours monotone du professeur Joyce qui décrit la lampe à pétrole. Tragique existentiel et facéties du destin pour un auteur justement défini comme le sismologue d'une histoire chaotique et, au sein de celle-ci, des variations mutines et des répétitions qu'inscrit dans nos vies lady fate.

      L'Élève de Joyce
      3,0
    • Nouvelles slovenes

      • 212 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Quinze nouvelles contemporaines qui, en leur diversité, rendent compte des tendances slovènes de la fin du XXe siècle, dégagées des influences de Proust, Joyce ou Sartre. Avec L. Kovacic, D. Jancar, J. Virk, A. Blatnik et L.B. Njatin, nous entrons dans le monde méconnu d'une culture souvent baroque et d'une écriture riche de ses différences.

      Nouvelles slovenes
    • Příčky z Jákobova žebříku

      • 121 Seiten
      • 5 Lesestunden

      V autorském výboru esejů Příčky z Jákobova žebříku se Jančar zabývá především aktuálními otázkami středoevropského prostoru, jakými jsou národní vědomí, nelehké postavení menšin a malých států v rozšiřující a globalizující se Evropě, mezinárodní vztahy, tolerance, pojem svobody, problémy demokracie, vyrovnávání se s totalitní minulostí, ale třeba i osud literatury v moderní době.

      Příčky z Jákobova žebříku