Kleines Handbuch der Ökumene
- 197 Seiten
- 7 Lesestunden







Der Begriff 'Dogma' wird hier neu interpretiert, indem Dogmatik als dynamischer Prozess dargestellt wird, der die christliche Botschaft in zeitgemäßen Denkformen formuliert. Besonders in der Ekklesiologie wird die praktische Relevanz der Dogmatik beleuchtet, indem die Auswirkungen biblischer Lehren auf die Kirche und ihre Strukturen untersucht werden. Der Autor, ein erfahrener Dogmatiker und Ökumeniker, bietet in diesem Band eine Sammlung von Referaten und Aufsätzen, die Reformimpulse für die Kirche und deren Verkündigung liefern.
Mit dem Pontifikat von Papst Franziskus hat sich die Stimmung in der katholischen Kirche geändert, Theologen werden aufgefordert, auch mutige und ungewohnte Ideen zur Diskussion zu stellen. Damit erscheint es an der Zeit, Impulse zur Ökumene aus den vergangenen Jahrzehnten, die man kirchenamtlich zunächst mit Schweigen übergangen hat, erneut zugänglich zu machen. Die in diesem Band versammelten Beiträge sind von der Überzeugung bestimmt, dass die Kirchentrennung nicht mehr um der christlichen Botschaft willen festgehalten werden muss. Damit stellt sich die Frage nach der möglichen Gestalt einer versöhnten Christenheit.
Brauchen wir neue Perspektiven?
Zum Stand des Gesprächs zwischen Naturwissenschaft und Theologie
Naturwissenschaft und Theologie verbindet seit jeher ein problematisches Verhältnis. Eigene Erklärungsmodelle der Naturwissenschaften für die Entstehung und Entwicklung des Universums erschütterten die Gewißheit der göttlichen Schöpfungstat. Nach einzelnen Vermittlungsversuchen zogen sich beide Seiten in einem Prozess der Abgrenzung auf ihre jewiligen Fachgebiete zurück - zum Schaden beider Seiten. Erst seit wenigen Jahren kommt ein erneutes - spannendes und vielversprechendes - Gespräch in Gang, dessen Stand der vorliegende Band nachzeichnet.