De utopie van de vrije markt
- 319 Seiten
- 12 Lesestunden
Viele Menschen denken, dass der freie Markt ein objektiver Prozess ist, den niemand erdacht und umgesetzt hat. Niemand scheint für die Ideologie und die Utopie dahinter verantwortlich zu sein. Hans Achterhuis zeigt, dass ein solches Manifest tatsächlich existiert. Das ist der faszinierende Roman Atlas Shrugged (1957), geschrieben von einer in Amerika sehr einflussreichen Philosophin, deren Name in Europa kaum bekannt ist: Ayn Rand. Atlas Shrugged gilt in den USA nach der Bibel als das wichtigste Buch des vergangenen Jahrhunderts. Es geht um eine Elite von neoliberalen Utopisten, die die bestehende Gesellschaft vollständig zerstören, um dann die neue Welt des Ultrakapitalismus aufzubauen. Mit diesem Buch lieferte Ayn Rand die Blaupause für Milton Friedman und seine 'Chicago Boys', die im Chile von Pinochet die militärische Coup nutzten, um ihre neoliberale Utopie beschleunigt umzusetzen. Ayn Rand war zudem die ideologische Inspiratorin von niemand Geringerem als Alan Greenspan, bis 2006 Präsident der amerikanischen Federal Reserve Bank, deren Geldpolitik in unserer globalisierten Welt buchstäblich jeden Menschen betrifft, wie die Kreditkrise zeigt. Diese Krise bildet für Achterhuis den entscheidenden Anlass, die neoliberale Utopie mit all ihren verführerischen und zerstörerischen Seiten eingehend zu untersuchen.






