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Philippe Ariès

    21. Juli 1914 – 8. Februar 1984

    Philippe Ariès war ein französischer Historiker, der sich auf die Geschichte der Familie und Kindheit sowie insbesondere auf die Veränderung der Einstellungen zum Tod in der westlichen Welt konzentrierte. Er bezeichnete sich selbst als „anarchistisch von rechts“. Seine Arbeit, die sich oft mit dem Alltag beschäftigte, war zu seiner Zeit im englischsprachigen Raum bekannter als in Frankreich selbst. Er wird dafür anerkannt, dass er die Kindheit als soziale Konstruktion begriff und die Geschichte der Kindheit als ernsthaftes Studienfach etablierte. Ebenso wird er für seine Forschung zur Geschichte der Einstellungen zum Tod und Sterben erinnert, die er ebenfalls als soziale Konstrukte betrachtete.

    Geschichte der Kindheit
    Geschichte des privaten Lebens 1.
    Geschichte des privaten Lebens 1
    Geschichte des privaten Lebens in 5 Bänden. 1-5.
    Geschichte des Todes
    Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit
    • Elf international anerkannte Wissenschaftler gehen in diesem Band der Wechselreden zwischen kulturellen Mentalitäten und sexuellen Verhaltensstilen im Abendland nach, und zwar unter vier Fragestellungen: 1. Ursprung des europäischen "Modells" der Ehe, 2. Bedeutung der Unterscheidung zwischen ehelicher und außerehelicher Liebe, 3. Rolle der Autoerotik, 4. Homosexualität und Männlichkeitsbild. Diese für das Verständnis der Entwicklungsgeschichte der Sexualität im Abendland entscheidenden Themen werden in ihren jeweiligen historischen und sozialen Zusammenhängen, in ihrem offenen oder insgeheimen Einfluß auf die gesellschaftliche Definition von Sitte, Keuschheit, Exzeß und sinnlicher Leidenschaft dargestellt – sechzehn Innenansichten des Zivilisationsprozesses.

      Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit
      5,0
    • In zwanzigjähriger Forschungsarbeit hat Ariès eine Fülle archäologischer, literarischer und liturgischer Quellen gesichtet, Sterberiten und Bestattungsbräuche untersucht, die Geschichte der großen städtischen Friedhöfe studiert und zahlreiche Testamente durchforscht. Entstanden ist eine Geschichte der Einstellungen des Menschen zum Tod und zum Sterben. Fast zwei Jahrtausende lang - »von Homer bis Tolstoi« - blieb im Abendland die Grundeinstellung der Menschen zum Tod nahezu unverändert. Der Tod war ein vertrauter Begleiter, ein Bestandteil des Lebens, er wurde akzeptiert und häufig als eine letzte Lebensphase der Erfüllung empfunden. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich ein entscheidender Wandel vollzogen. Der Tod ist für den heutigen Menschen angsteinflößend und unfaßbar, und er ist außerdem in der modernen, leistungsorientierten Gesellschaft nicht eingeplant. Der Mensch stirbt nicht mehr umgeben von Familie und Freunden, sondern einsam und der Öffentlichkeit entzogen, um den »eigenen Tod« betrogen.

      Geschichte des Todes
      4,4
    • »Privates Leben ist keine Naturtatsache; es ist geschichtliche Wirklichkeit, die von den einzelnen Gesellschaften in unterschiedlicher Weise konstruiert wird. Es gibt nicht das private Leben mit ein für allemal festgelegten Schranken nach außen; was es gibt, ist die - selber veränderliche - Zuschreibung menschlichen Handelns zur privaten oder zur öffentlichen Sphäre. ... Die Geschichte des privaten Lebens beginnt mit der Geschichte seiner Markierungen.« Antoine Prost »Diese große, eindrucksvolle Unternehmung wird man einmal zu den fortdauernden Werken der Historiographie in unserer Zeit zählen.« "Times Literary Supplement"

      Geschichte des privaten Lebens 1
      3,5
    • Geschichte des privaten Lebens 1.

      Vom Römischen Imperium zum Byzantinischen Reich

      Das erste Buch einer weithin gefeierten und prächtig illustrierten Reihe enthüllt im Detail, wie das Leben in der Antike wirklich war. Hinter dem weiten Panorama des heidnischen Römischen Reiches entdeckt der Leser das intime Alltagsleben von Bürgern und Sklaven – von Konzepten der Männlichkeit und Sexualität über Ehe und Familie, die Rollen der Frauen, Keuschheit und Verhütung, Techniken der Geburt, Homosexualität, Religion, den Sinn von Tugend bis hin zur Trennung von privaten und öffentlichen Räumen. Das Aufkommen des Christentums im Westen und der Triumph der christlichen Moral mit ihrem Schwerpunkt auf Enthaltsamkeit, Zölibat und Askese stehen in starkem Kontrast zum profanen und undisziplinierten Privatleben des Byzantinischen Reiches. Mit aufschlussreichen Motiven verweben die Autoren ein reiches, farbenfrohes Gewebe, das mit den Ergebnissen neuer Forschungen und den breiten Interpretationen geschmückt ist, die nur Meister des Themas bieten können.

      Geschichte des privaten Lebens 1.
      4,0
    • Geschichte der Kindheit

      • 589 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Was wir Kindheit nennen, hat es nicht immer gegeben. Die Abgrenzung zwischen Kindern und Erwachsenen hat das Mittelalter nicht gekannt: Kinder lebten, sobald sie sich allein fortbewegen und verständlich machen konnten, mit den Erwachsenen, waren kleine Erwachsene. Was wir »Familie« nennen - die Gemeinschaft von Eltern und Kindern -, entwickelte sich in Europa erst im 15. und 16. Jahrhundert allmählich aus den größeren Sippen- und Stammesverbänden; sie wird dann zu einer moralischen Institution. Diese und andere grundlegende und oft überraschende Erkenntnisse gewinnt Ariès aus seinem Studium der sozialen, rechtlichen und kulturellen Entwicklung der Familie und der Erziehung. Er findet sein Material nicht in den Theorien und Programmschriften und den Äußerungen der Maßgebenden, sondern hauptsächlich in den vielfältigen, oft stillen Zeugnissen des Alltagslebens aller Volksschichten.

      Geschichte der Kindheit
      3,9
    • Das Buch beinhaltet vier in den USA gehaltene Vorlesungen von Philippe Ariès, die sich mit Einstellungen der Menschen zum Tod im Verlaufe der Geschichte beschäftigen. In der ersten Lesung stellt der Autor den Umgang mit Tod und Sterben im zweiten Jahrtausend nach Christus dar. In den weiteren Vorlesungen stehen die Vorstellungen der Menschen in diesem Zeitraum und ihr Umgang mit dem eigenen bzw. dem Tod des anderen im Mittelpunkt. Darüber hinaus enthalten sind Aufsätze über Forschungsarbeiten des Autors, welche die in den Vorlesungen aufgeworfenen Thesen unterstützen.

      Studien zur Geschichte des Todes im Abendland
      3,8
    • Liebe und Sexualität

      Mit einem Vorwort von George Duby

      • 296 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Diese eindrucksvolle Dokumentation, präsentiert von führenden französischen Historikern der »Nouvelle école«, bietet eine Vielzahl von Bildern und geschichtlichen Zeugnissen. Die Themen reichen von den Ursprüngen der Zivilisation bis zu den komplexen Aspekten der Sexualität und Ehe im Laufe der Geschichte. Jean Bottéro eröffnet mit der Erzählung über Babylon, gefolgt von Claude Mossés Betrachtung der Sappho aus Lesbos und Maurice Sartres Analyse der Homosexualität im antiken Griechenland. Paul Veyne beleuchtet die Homosexualität in Rom, während Catherine Salles die Rolle der Prostituierten in der römischen Gesellschaft thematisiert. Jacques Solé beschreibt die Liebe als Passion der Troubadoure und François Lebrun die Anfänge der Geburtenkontrolle. Philippe Ariès und Alain Corbin widmen sich der Empfängnisverhütung und der Faszination des Ehebruchs. Die biblischen Figuren Adam und Eva werden von Bottéro als das erste Paar betrachtet, während Veyne die Ehe im römischen Kontext analysiert. Jacques le Goff thematisiert die Verfemung der Lust, und Michel Sot untersucht die Entstehung der christlichen Ehe. Die Dokumentation behandelt auch die Herausforderungen der Ehe, wie die Prozesse wegen sexueller Impotenz im 17. Jahrhundert und den langen Weg zur Scheidung. Weitere Themen sind die Existenz von Sade, die Syphilis als „amerikanische Krankheit“ und die gesellschaftlichen Ängste rund um Sexualität und Masturbation.

      Liebe und Sexualität
    • Bilder zur Geschichte des Todes

      • 285 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Der vorliegende Bildband behebt den einzigen Nachteil von Ariès' wegweisender Studie zur Geschichte des Todes, denn er liefert die Ikonographie zu den kulturgeschichtlichen Entwicklungen, die sich aus den Dokumenten von mehr als tausend Jahren erschließen lassen. Der Tod im Bild - Friedhöfe und Gräber, Grabschmuck und -architektur.

      Bilder zur Geschichte des Todes
    • The nineteenth century was the golden age of private life, a time when the tentative self-consciousness of the Renaissance and earlier eras took recognizable form, and the supreme individual, with a political, scientific, and above all existential value, emerged. Volume IV of this award-winning series chronicles this development from the tumult of the French Revolution to the outbreak of World War I--a century and a quarter of rapid, ungovernable change culminating in a conflict that, at a stroke, altered life in the Western world.

      A History of Private Life IV. From the Fires of Revolution to the Great War
      4,1
    • The second volume of A History of Private Life is a treasure-trove of rich and colorful detail culled from an astounding variety of sources. This absorbing "secret epic" constructs a vivid picture of peasant and patrician life in the eleventh to fifteenth centuries. All the mystery, earthiness and romance of the Middle Ages are captured in this panorama of everyday life. The evolving concepts of intimacy are explored--from the semi-obscure eleventh century through the first stirrings of the Renaissance world in the fifteenth century. Color and black-and-white illustrations

      A History of Private Life II. Revelations of the Medieval World
      4,0
    • Druhý a poslední díl pojednání o smrti, umírání a věcech s tím souvisejících tak, jak se měnily v běhu staletí. Oba díly nejsou nijak výrazně ohraničeny zpracovaným časovým údobím. Autor volně pojednal o různých hlediscích smrti, rozčlenil knihu do delších tématických celků, a potom celý spis rozdělil do dvou svazků. Je nesporně zajímavé a přínosné přečíst třeba jen jeden díl – první neztrácí smysl bez druhého a naopak. K získání uceleného pohledu je však třeba prostudovat celé velmi kompaktní dílo.

      Dějiny smrti. 2. díl, Zdivočelá smrt
      4,5
    • La Vita Privata. Il Novecento

      • 466 Seiten
      • 17 Lesestunden

      All the mystery, earthiness and romance of the Middle Ages are captured in this panorama of everyday life. The evolving concepts of intimacy are explored--from the semi-obscure eleventh century through the first stirrings of the Renaissance world in the fifteenth century. Color and black-and-white illustrations.

      La Vita Privata. Il Novecento