Der Essay des französischen experimentellen Romanciers beschäftigt sich mit dem Werk und Leben von Charles Baudelaire.
Michel Butor Bücher
Michel Butor war ein wegweisender experimenteller Romanautor, der oft mit dem nouveau roman in Verbindung gebracht wurde, auch wenn er dieses Label lange ablehnte. Seine Werke zeichnen sich durch innovative Techniken aus, wie zum Beispiel die vollständige Verwendung der zweiten Person in seinem berühmtesten Roman. Butor erforschte die Beziehung zwischen Sprache und Realität und betrachtete selbst wörtliche Zitate aufgrund ihrer „Transkontextualisierung“ als eine Form der Parodie. Über Romane hinaus beschäftigte er sich mit Essays, Lyrik und Künstlerbüchern, wobei er oft strenge strukturelle Symmetrien mit einer lyrischen Empfindsamkeit verband und sich als bedeutende Figur der literarischen Experimente etablierte.







Der Aufenthalt eines jungen Franzosen in einer düsteren, apokalyptischen Industriestadt im Norden Englands wird zu einem unheimlichen Abenteuer in der beklemmenden Atmosphäre aus Verdacht und Angst. Schon bei seiner Ankunft in Bleston beschleicht Jacques Revel, der für ein Jahr in einem Export-Import-Unternehmen arbeiten soll, ein unbestimmtes Gefühl von Unbehagen, er fühlt sich verfolgt und beobachtet. Um zu verstehen, was um ihn herum passiert, beginnt er zeitversetzt mit Aufzeichnungen, in denen sich Gegenwart und Vergangenheit annähern und kreuzen. Doch durch die Niederschrift seiner Beobachtungen wird auch das Gewöhnliche rätselhaft und bedrohlich, die Stadt zu einem mythischen Labyrinth. Langsam wird er zum Opfer seiner eigenen Gedanken und das Chaos der Grossstadt spiegelt sich in den verrückt-genialen Strukturen seiner Erzählung. "Der Zeitplan" ist ein Kriminalroman ohne Verbrechen, in dem sich Revel auf die Suche nach der verlorenen Zeit begibt. Eine dunkle Allegorie auf die Grossstadt mit den literarischen Mitteln der Moderne. Michel Butor, geb. 1926, ist einer der bedeutenden französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er studierte Philosophie und lehrte an Hochschulen in Kairo, Manchester, Saloniki und Genf. Sein vielschichtiges Werk, mit dem er den "Nouveau Roman" mitbegründete, wurde u.a. mit dem "Prix Renaudot" ausgezeichnet.
Die Stadt als Text
- 27 Seiten
- 1 Lesestunde
Paris, Rom oder die Modifikation
- 293 Seiten
- 11 Lesestunden
Auf der Reise von Paris nach Rom ändert der Erzähler, ein Geschäftsreisender, seinen Entschluß, sich von seiner Pariser Frau scheiden zu lassen und seine italienische Freundin zu heiraten, weil er sich bewußt wird, daß er durch diese zweite Heirat seine erste Ehe nur wiederholen würde. Was die Reflexion auslöst, ist das Lösgelöstsein der Reisesituation, die durch die Unverbindlichkeit der Dinge und die Fremdheit der anderen Personen gekennzeichnet ist. Der Roman ist durchweg ein innerer Monolog in der zweiten Person, der vom Besteigen des Zuges in Paris bis zur Ankunft in Rom reicht. Dieser Monolog wird stimuliert und unterbrochen durch Verschiebungen von Raum und Zeit, den Wechsel von Reflexion und Traum, den Kontrast zwischen der fremden Umwelt und der inneren Entscheidung, durch die Erkenntnis, daß die Dinge, d. h. unser Verhältnis zu ihnen, sowohl eine mythenschaffende wie eine mythenzerstörende Qualität haben. Paris – Rom oder Die Modifikation ist eines der wichtigsten Werke des nouveau roman, der, die Experimente von Proust, Joyce und Faulkner weiterentwickelnd, in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem traditionellen Roman ein adäquates Ausdrucksmittel sucht.
Die außergewöhnlichen Schmuckstücke, die hier präsentiert werden, wurden sowohl für den Alltag als auch für besondere Feste geschaffen und dienen gleichzeitig als Symbole des Reichtums, Rangzeichen und magische Talismane. Aus einer Vielzahl von kostbaren und weniger kostbaren Materialien gefertigt, sind sie von hohem ästhetischen Wert. In den Fotografien dieses Buches kommen sie dramatisch zur Geltung, wenn sie den Körper schmücken – ihre Eigenschaften sind darauf ausgelegt, sowohl die Würde als auch die Schönheit ihrer Träger zu betonen. Weitere Nahaufnahmen zeigen die unglaublichen Details und die Handwerkskunst der Objekte.
Paris-Rom oder Die Modifikation
- 292 Seiten
- 11 Lesestunden
Während einer Zugfahrt von Paris nach Rom hinterfragt ein Passagier seine Existenz und seine Entscheidungen, bevor er sich der Mittelmäßigkeit fügt. Léon Delmont, 45 Jahre alt, ist ein erfolgreicher Mann, der jedoch unter seiner streitsüchtigen Frau und seinen vier Kindern leidet, die ihm fremd erscheinen. Auf dem Weg nach Rom, wie jeden Monat, denkt er an seine Geliebte, die schöne Römerin Cécile, die er endlich nach Paris holen möchte, um offen mit ihr zusammenzuleben. Er hat eine Entscheidung getroffen. Doch die Müdigkeit der Fahrt in der dritten Klasse und die Erinnerungen an viele andere Reisen, die er allein, mit seiner Frau oder mit Cécile unternommen hat, werden diese Entscheidung allmählich verändern. In "Die Modifikation", ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot 1957, gelingt es Michel Butor, das Umdenken eines Lebens innerhalb eines Abteils in nur zwanzig Stunden zu erzählen. Der äußerst originelle, neo-realistischen Stil, der zwischen der Gegenwart der Zugfahrt, der unmittelbaren Vergangenheit und der nahen Zukunft wechselt, ist besonders bemerkenswert durch die Verwendung der zweiten Person Plural: "Sie sind noch durchfroren von der kalten Feuchtigkeit, die Sie ergriffen hat, als Sie den Wagon verließen." Aus diesem geschlossenen Raum geht nicht nur Delmont "modifiziert" hervor: Auch der Leser, direkt vom Autor angesprochen, bleibt fasziniert zurück.
Dialog mit 33 Variationen von Ludwig van Beethoven über einen Walzer von Diabelli
- 162 Seiten
- 6 Lesestunden
Am 17. September 1970 spielte die Pianistin Marcelle Mercier in Lüttich Ludwig van Beethovens Dibelli-Variationen. Das Besondere dieses Konzerts: Gesprochene Interventionen des berühmten französischen Schriftstellers Michel Butor. Sie wurden der Ausgangspunkt von Butors Buch über Beethovens überragendes Spätwerk, zu einem ganz ungewöhnlichen "Dialog" des Dichters mit dem Musiker über dessen umfangreichstes Klavierwerk. Jetzt, ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen von Michel Butors vielschichtigen Dialogen mit Beethoven, erscheinen diese, auch dem Wunsch des Autors folgend, auf Deutsch
Daß dieses Triumvirat in einer Ausstellung einmal zusammenkommt, lag sozusagen "auf der Hand". Die Idee hat denn auch sofort gezündet. Auch ohne Detailwissen ergibt sich in der inneren Vorstellung durch das Zusammentreffen dieser drei formal verschiedenen und inhaltlich verwandten Bildwelten ein schillerndes, spannendes Ganzes. Kunstwissenschaftliche Studien etwa von Wieland Schmied über de Chirico und Werner Spies zu Max Ernst wiesen immer wieder auf die engen Verbindungen der drei Werkkomplexe hin.
„Ich möchte mich auf den gefährlichen Streit der Experten nicht zu sehr einlassen, ich erhebe in dieser Studie auch nicht den Anspruch, Maßgebliches über die uns erhaltenen Texte beizutragen. Ich werde Leben und Schreiben von Rimbaud als die Abfolge einiger Phasen darstellen. Ich gestehe im übrigen zu, daß man ihre Zahl erhöhen könnte, indem man in einem Jahr auch die Jahreszeiten zählt. Zugleich bemühe ich mich aber darum, das zu kennzeichnen, was sich ändert, ebenso wie das, was über alle Wechselfälle hinweg unabänderlich bestehen bleibt.“ Butor beschreibt in seinem Essay, der in Frankreich zuerst 1989 erschien und jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, Rimbauds rätselhaften Lebensweg: vom Selbstverständnis seiner Lyrik als Ausdruck der Revolution gegen Konventionen aller Art bis zur Restauration eines Kaufmannes in Äthiopien.
Die Wörter in der Malerei
- 141 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Alchemie und ihre Sprache
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
Kreuzfahrten durch die moderne Literatur
- 270 Seiten
- 10 Lesestunden
Essays zur modernen Literatur und Musik
- 231 Seiten
- 9 Lesestunden
Anna Livia Plurabelle
Dreisprachige Ausgabe
Gesammelte Gedichte / Anna Livia / Plurabelle. ( Neue Folge, 438). Werkausgabe in sechs Bänden in der edition suhrkamp: Band 5: Gesammelte Gedichte. Anna Livia Plurabelle. Englisch und deutsch Dieser Band enthält alle in Buchform erschienenen Gedichte: dies Sammlungen Kammermusik (1907) und Pöme Pennysstück (1927); die Vetreuten Gedichte, darunter die Fragmentarische Jugendlyrik (1900-1904); die Verssatiren Das heilige Offizium und Gas von einem Brenner; die Gelegenheitsverse (1902-1937). Aufgenommen wurde in diesen Band außerdem das einzige übersetzte Kapitel aus Finnegans Wake, "Anna Livia Plurabelle", im Originaltext und in zwei Übertragungen, der von Wolfgang Hildesheimer und der von Hans Wollschläger.
M. Butor a réalisé et commenté une sélection de masques dans les collections du musée Barbier-Mueller (masques funéraires iraniens, de théâtre népalais, de carnaval européen ...). Son point de vue et les deux études sur l'origine et l'histoire du masque qui l'accompagnent, restituent la force de cet objet qui rend visible et tangible l'invisible et montrent qu'il constitue un art à part entière
V moderní literární tvorbě stále více vystupuje do popředí fakt, že kritika je neoddělitelná od tvorby samé, že představuje reflexní doplněk tvorby, že v ní dochází k autorově sebeuvědomování. Tato tendence je velmi výrazná u mladého, ale již uznávaného francouzského spisovatele. Butor ve svých esejích zaujímá teoretický postoj k tomu, co se v románech snaží řešit prakticky – ke vztahu člověka k tvorbě a tvorby k světu. Používá přitom obvyklých metoda postupů inspirace, takže ať již předmětem jeho úvah je dílo Balzacovo, Racinovo, Proustovo, Joyceovo či Poundovo, jsou eseje strhující četbou, tvorbou i zamyšlením nad ní.
Román v Butorovom ponímaní vyjadruje štruktúru nášho videnia sveta – nie je a nemôže byť opisom sveta. Úsilie interpretovať skutočnosť ide ruka v ruke s hľadaním a analýzou spôsobov tejto interpretácie, s úvahami o problémoch a ťažkostiach, ktoré ju sprevádzajú. Román teda smeruje k sebaobjasňovaniu, stáva sa akousi kritickou štúdiou o sebe samom, permanentným výskumom. Butorov román Bludisko času je príbeh o osamelosti cudzinca vo veľkom priemyselnom meste na severe Anglicka. Detektívna zápletka síce udržiava do istej miery chvíle napätia, no keďže nevyústi do nijakého rozuzlenia, slúži len na podčiarknutie zložitosti reality v čase, na zvýraznenie pocitu splývania minulosti s prítomnosťou, pocitu, že nič sa nekončí a neuzatvára.
Was unterscheidet Europäer von Amerikanern? In seiner leichtfüßigen Komödie bringt Henry James Frauen und Männer von beiden Seiten des Atlantiks erst miteinander ins Gespräch und dann unter die Haube. Einhundert Jahre nach James’ Tod erscheint dieses Frühwerk des geschätzten Autors nun in neuer Übersetzung. Ohne Geld, aber im Vertrauen auf eine gute Partie reisen Baronin Eugenia Münster und ihr Bruder Felix Young nach Neuengland. Mit Adelstitel und Charme umgarnen die beiden rasch ihre Verwandtschaft, den Onkel samt seinen drei erwachsenen Kindern. In wechselnden Paarungen konkurrieren Temperamente und Vorstellungen der Alten Welt mit Werten und Moral der Neuen. Wer sich am Ende an wen bindet, entscheidet sich nach einem quirligen Reigen transatlantischer Beziehungen, der einen neuen Blick auf beide Kontinente und nicht zuletzt auf den großen Autor selbst ermöglicht. Für seine eleganten, doch oft irritierend komplexen Romane berühmt, zeigt er sich in diesem Fundstück als lustvoller Matchmaker mit Tiefgang.
Vater Goriot liebt seine Töchter über alles, sein hart erarbeitetes Vermögen wird jedoch von den beiden jungen Frauen bis auf den letzten Sou verprasst. Am Ende stirbt Goriot im schlechtesten Zimmer einer Pension, verlassen und völlig verarmt.
Butor o Butorovi
- 181 Seiten
- 7 Lesestunden
Kniha esejí nesie podtitul Improvizácie na tému Michel Butor: premeny písania.
Livres de leur vie. 2e série
- 11 Bände
- 11 Seiten
- 1 Lesestunde
Retour Rome
- 273 Seiten
- 10 Lesestunden




































