Das Täubchen. Roman
- 218 Seiten
- 8 Lesestunden
Barbara Pyms Romane werden für ihre subtile Ironie und ihren exquisiten Stil gefeiert und bieten tiefe Einblicke in den komplexen Tanz sozialer Gepflogenheiten und menschlicher Beziehungen. Unter der Oberfläche des scheinbar gewöhnlichen Dorf- und Vorstadtlebens deckt Pym gekonnt die verborgenen Wünsche und stillen Verzweiflungen ihrer Charaktere auf. Ihre Arbeit nimmt oft die Maske der sanften Komödie an, ist aber von einem tiefen, oft tragischen Unterton durchdrungen, der die Motivationen erforscht, die unser Leben antreiben. Pyms unverwechselbare Stimme erfasst die Nuancen menschlicher Verbindungen mit bemerkenswerter Präzision und Witz.






Die Autorin (1913-1980) glossiert in ihrem Roman die Typen und Verhaltensweisen der gesellschaftlichen Oberklasse im Oxford der 30er Jahre. SW: Glosse ; SW: Gesellschaftsroman.
Sie arbeiten im selben Büro und stehen kurz vor der Rente: Marcia, Letty, Norman und Edwin. Alle vier leben allein, dennoch pflegen sie außerhalb des Büros kaum Kontakt – auch wenn sie täglich Kaffee und Teewasser teilen. Sie beobachten, beargwöhnen, beraten einander und versuchen, über ihre Einsamkeit hinwegzuspielen. Letty, die zur Untermiete wohnt, gerne liest und Wert auf ihre Kleidung legt, steht im Schatten ihrer Freundin, zu der sie im Alter aufs Land ziehen wollte. Plötzlich jedoch werden alle Pläne umgeworfen. Das einzige große Ereignis in Marcias Leben, eine Krebsoperation, bringt sie dazu, für ihren Arzt zu schwärmen. Wenn sie keinen Nachsorgetermin hat, widmet sie sich dem Ordnen ihrer Milchflaschen und Konserven. Edwin ist Witwer und verbringt seine Zeit mit der Suche nach einem Gottesdienst. Sein ewig nörgelnder Kollege Norman besucht lieber einen kranken Verwandten, den er eigentlich genauso wenig leiden kann wie den Rest der Menschheit. Als Marcia und Letty in Rente gehen, trennen sich die Wege der vier − aber das Leben bringt die Schicksalsgemeinschaft immer wieder zusammen. Ironisch, schwarzhumorig und doch mit leisem Optimismus zeigt Barbara Pym in ›Quartett im Herbst‹ ihr herausragendes Können.
Dulcie Mainwaring ist stets zur Hilfe, wenn andere sie brauchen − um ihre eigenen Bedürfnisse kümmert sie sich dagegen kaum. Die Verzweiflung nach dem unrühmlichen Abgang ihres Verlobten erträgt sie still und bewahrt, wie gewohnt, Contenance. Allein die Aussicht auf den Besuch einer wissenschaftlichen Konferenz erhellt Dulcies Gemüt. Denn lässt sich eine bessere Ablenkung von Liebeskummer denken als ein Haufen älterer Akademiker, deren Gespräche sich um wissenschaftliche Spitzfindigkeiten drehen? Auf der Tagung lernt sie nicht nur die Femme fatale Viola Stint kennen, sondern auch deren Schwarm Aylwin Forbes. Der Herausgeber einer Literaturzeitschrift ist überaus attraktiv, aber ein Aufschneider. Er ist egoistisch, unzuverlässig – und unwiderstehlich. So kommt es, dass Dulcie dem charmanten Akademiker nachzustellen beginnt. Aber drei sind einer zu viel; und die Anreise von Dulcies achtzehnjähriger Nichte Laurel kompliziert die Situation nur noch weiter – ist es doch ausgerechnet Laurel, auf die Aylwin ein Auge wirft.
London in den späten Vierzigerjahren: Hier gilt eine ledige Frau über dreißig schon als alte Jungfer. Mildred Lathbury, eine solche etwas farblose Dame ohne feste Bindungen, ist als Pfarrerstochter aufgewachsen, arbeitet für eine Hilfsorganisation und engagiert sich in der Kirchengemeinde. Alles verläuft in ruhigen Bahnen, bis neue Nachbarn einziehen: eine attraktive Anthropologin und ein charmanter Marineoffizier. Dieses Paar stellt Mildreds Leben auf den Kopf. Nicht nur ist man dem Alkohol zugeneigt, es werden Dinge beim Namen genannt, die eine Lady lieber verschweigt; vor allem aber wird Mildred wiederholt in Ehezwiste hineingezogen. Als sich schließlich noch der Pfarrer in ein neues Gemeindemitglied verliebt und Mildred um Hilfe bittet, wird es ihr zu viel. Mit einem Mal entdeckt die stets selbstlose Mildred ihre eigenen Bedürfnisse und hat am Ende tatsächlich die Wahl zwischen zwei Männern. Legt sie als treusorgende Gattin des Wissenschaftlers fortan Sachverzeichnisse an, entscheidet sie sich für den Pfarrer oder verzichtet sie gar auf beide?
A unique autobiography of Barbara Pym, celebrated author of Quartet in Autumn, includes an introduction by Jilly Cooper
A classic comedy of manners from Barbara Pym, the acclaimed author of Quartet in Autumn, Jane and Prudence and Excellent Women
Set in St Basil's, a North London parish, Barbara Pym's novel is full of high comedy. Her depiction of characters begins with Mark the vicar, and his wife Sophia who is quite obsessed with cats, as is Daisy Pettigrew, the vet's sister.
Wilmet Forsyth is well dressed, well looked after, suitably husbanded, good looking and fairly young - but very bored. Her husband Rodney, a handsome army major, is slightly balder and fatter than he once was. Wilmet would like to think she has changed rather less. Her interest wanders to the nearby Anglo-catholic church, where at last she can neglect her comfortable household in the more serious-minded company of three unmarried priests, and, of course, Piers Longridge, a man of an unfathomably different character altogether.
A charming and funny tale of parish life by an author whose many fans include Philip Larkin, Alexander McCall Smith and Jilly Cooper.
Dulcie Mainwearing is always helping others, but never looks out for herself - especially in the realm of love. Her friend Viola is besotted by the alluring Dr Aylwin Forbes, so surely it isn't prying if Dulcie helps things along? Aylwin, however, is smitten by Dulcie's pretty young niece. And perhaps Dulcie herself, however ridiculous it may be, is falling, just a little, for Aylwin. Once life's little humiliations are played out, maybe love will be returned, and fondly, after all.
This volume includes an early novel and three novellas, which were discovered and published after Barbara Pym's death in 1980.
Middle-aged Jane is the well-intentioned but far from perfect clergyman's wife and mother. Prudence, who at 29 is teetering at the edge of spinsterhood, is an attractive, educated working girl. The two best friends share memories of their carefree days at Oxford, leisurely lunches, and gossip, but their ultimate goal is to find a suitable mate for Prudence.
Over Barbara Pym's 30-year writing career her primary subject was the intricate rituals of English life, which she observed with a sharp but understanding eye. Her novels now enjoy a devoted following and belated recognition as classics of the British comic novel. In The Sweet Dove Died , first published in 1978, she sardonically uncovers the sometimes troubling truths behind relationships. A chance encounter over a Victorian flower book brings together Humphrey, an antique dealer, James, his nephew, and Leonora. Although she is considerably older, Leonora develops a fondness for James. She's determined to keep him under her spell, until she realizes that she has to contend with the bookish Phoebe. When Ned, a wicked young American, appears on the scene, the book begins to live up to its droll title, taken from John Keats.
In a wonderful twist on her subjects, Pym has written a book that inspects the behavior of a group of anthropologists. She pits them against each other in affairs of the heart and mind.