Jochen Kelter Bücher






Die steinerne Insel
- 98 Seiten
- 4 Lesestunden
Verwehtes Jahrhundert
Gedichte
Jochen Kelters neuer Lyrikband ist ein Rückblick auf die politische und menschliche Misere des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Sammlung umfasst 12 Zyklen mit jeweils sieben Gedichten und ist von einem Grundton der Trauer geprägt: grimmige Trauer im Politischen und stille Trauer im Privaten. Der Autor beobachtet das Entgleisen der Gesellschaft und prophezeit ein «allmähliches Weltenende». Die quälende Zeit zeigt sich in der schnellen Abfolge von Kriegen, die in Vergessenheit geraten. Glücksmomente sind in der Schweiz selten, wo der Frieden eingezäunt ist. Der politisch engagierte Autor, der als Kind in Trümmern spielte, unterscheidet zwischen «vom Krieg wissen» und «den Krieg erfahren». Täglich stehen ihm «unsere Kriege» vor der Tür, sichtbar durch Flüchtlinge, die als Postboten arbeiten. Die «globale Existenz» ist geprägt von ständigem Krieg und Pandemien. Zuflucht bietet nur die Poesie, die als «tägliches Brot» und «einziges Licht der Seele» fungiert. Zu den versöhnlicheren Texten gehören Naturbeobachtungen und Begegnungen mit «kleinen Leuten», deren Geschichten die Geschichte widerspiegeln. Kelters Stil ist oft prosanah, mit vielen Zeilensprüngen und ambivalenten Bezügen, die zum Nachdenken anregen. Aus der Erinnerung evoziert er starke Bilder, die nach der Lektüre nachwirken.
Ein Ort unterm Himmel
- 147 Seiten
- 6 Lesestunden
Hier geht es um Heimat in vielfältigster Form: gewählte Heimat, verlassene Heimat, entfremdete Heimat, Sehnsucht nach Heimat, Enttäuschung über die Heimat, das Finden einer Heimat, Heimat im Plural. Nachdem sich Jochen Kelter in dem Essay-Band Ein Vorort zur Welt (2007) mit seiner Schweizer Wahlheimat kritisch und zugleich liebevoll auseinandergesetzt hat, beschäftigt sich der in Köln geborene Autor in diesem zweiten Band mit Deutschland und Frankreich, seinen Herkunfts- und Wohnländern. Das Studium in Konstanz ab 1968, das Berufsverbot wegen mangelnder Verfassungstreue 1974, das jahrzehntelange Pendeln zwischen dem Schweizer Thurgau und Paris – diese und andere Lebensstationen werden in den Essays dieses Bandes behandelt. Der Kampf gilt Verdrängung und Scheinheiligkeit, die Sehnsucht dem Gefühl, zu Hause zu sein, nach Hause zu kommen. Poetisch bis provokant, anklagend bis versöhnlich schildert Jochen Kelter sein Leben über die Grenzen. Denn Grenzen, die ein Heimatgefühl vom anderen trennen wollen, kann er nichts abgewinnen. Er wohnt an einem Ort unterm Himmel – verbunden mit der Welt, grenzenlos. Band I: Im Herbst 2007 erschien der erste Band dieser Reihe mit Essays und Texten von Jochen Kelter im Waldgut Verlag: Ein Vorort zur Welt (2007).
Ein Vorort zur Welt
- 93 Seiten
- 4 Lesestunden
Derfrangers Zeit
- 205 Seiten
- 8 Lesestunden
Sprache ist eine Wanderdüne
- 129 Seiten
- 5 Lesestunden
n seinen neuen Essays beschäftigt sich Jochen Kelter mit der Literatur in einer sich zunehmend verändernden Gesellschaft, deren Verwerfungen auch in seinen Erinnerungen an die Grenzregion am Bodensee seit den 70er-Jahren aufscheinen. Er liefert einen Abriss der Geschichte des Urheberrechts, erzählt augenzwinkernd von Literaturpreisen, die er (nie) erhalten hat und vom ersten Literaturhaus der Ostschweiz im idyllischen Gottlieben und konstatiert den ökonomisch bedingten schleichenden «Tod der Literatur» in den letzten 25 Jahren. Und er berichtet von seinem akademischen Lehrer Hans Robert Jauss, dem hoch gerühmten Begründer der Konstanzer Rezeptionsästhetik und früheren Offizier der Waffen-SS. Kritisch beschäftigt er sich, bedingt nicht zuletzt durch eine hybride Biographie, mit den Themen Heimat und Sprache. Durch die neoliberalen Verwerfungen und Migrationsströme «global heimatlos» geworden , flüchtet er sich in die Sprache als eine letzte «wirkliche Heimat». Aber er kommt auch zu dem Schluss: «Sprache ist eine Wanderdüne. Und ich bewege mich in diesen Dünen aus verschiedenen Sprachen und und ihren Bewegungen.»
Petitesses
Gedichte
Dreißig auf Fünfzig
- 71 Seiten
- 3 Lesestunden



