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Bookbot

Henri Thomas

    7. Dezember 1912 – 3. November 1993

    Henri Thomas war ein französischer Schriftsteller und Dichter, dessen Werk sich mit dem komplexen Innenleben von Charakteren und ihren Beziehungen zur Welt auseinandersetzt. Sein Stil zeichnet sich durch Präzision und tiefen psychologischen Einblick aus. Thomas konzentrierte sich auf Themen wie Einsamkeit, Erinnerung und die Suche nach Identität in der modernen Welt. Seine Schriften bieten durch eindringliche Prosa eine einzigartige Perspektive auf die menschliche Erfahrung.

    Poésie: Jonas
    Salammbo
    Die Nacht von London
    Der Meineid
    John Perkins
    Der Kohlenkübel
    • Als Henri Thomas an seinem Roman schrieb, herrschte in Frankreich ein Zustand, den man als drôle de guerre bezeichnet. Die Franzosen erwarteten einen Angriff der Deutschen, waren aber nicht bereit, sich einem Krieg zu stellen, da sie die Erfahrungen des ersten Weltkriegs mit opferreichen Stellungskämpfen nicht wieder­holen wollten. Eine unklare, unsichere, zweideutige Situation also, und genau diese Eigenschaften kennzeichnen viele Situationen des Romans. Es gibt darin Figuren, die sich belauert fühlen, und Voyeure, die andere ausspähen, aber ihrerseits Angst haben müssen, von Unbekannten ausgespäht zu werden. Der Schauplatz ist eine Internatsschule in einer Kleinstadt im Osten Frankreichs; durch die Gegenüberstellung von Lehrern und Schülern kommen auch Vertreter älterer Generationen in den Blick, vor allem aber drehen sich die Ge­schichten um die heimliche Hauptfigur, das Faktotum der Schule, einen geistig minder­bemittelten, alleinstehenden, dem Wein zusprechenden alten Mann.

      Der Kohlenkübel
      4,0
    • Der Meineid

      Roman

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Der Roman aus dem Jahre 1964 erzählt die Liebesgeschichte zwischen Judith Samson, einer selbstbewußten jungen Amerikanerin, und Stéphane Chalier, einem geheimnisvollen Belgier, der sein Land, seine Frau, seine Kinder verlassen hat, um sich in den USA durchzuschlagen, mit Gelegenheitsjobs und später als Lehrer an einer Universität. Bei seiner Heirat verschweigt er seine Vorge- schichte, die anfangs nur Judith bekannt ist … Hinter Chalier verbirgt sich der belgisch-amerikanische Literaturtheoretiker Paul de Man, den Henri Thomas während seines Amerika-Aufenthalts Anfang der sechziger Jahre kennenlernte. Jacques Derrida schrieb über den Roman einen seiner letzten Essays mit dem Titel „Der Meineid, vielleicht“.

      Der Meineid
    • Die Nacht von London

      Roman

      • 168 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Im Jahr 1955 lebte nicht nur Elias Canetti in Hampstead, London, sondern auch der französische Schriftsteller Henri Thomas, damals im Brotberuf als Übersetzer für die BBC tätig. Beide Auto- ren waren vom Phänomen der großstädtischen Masse fasziniert. Während Canetti mit „Masse und Macht“ eine systematische Darstellung vorlegte, schrieb Thomas 1956 mit der „Nacht von London“ die Geschichte eines ziellosen Herumstreuners, der „einen extremen Gesichtspunkt auf die Menge“ entwickelte. Das Ergebnis war eine Traumgeschichte, gewoben aus Realitätsbruch- stücken, die an die Geheimnisse und Abgründe der menschlichen Existenz rührt. Das Buch wird ergänzt von einem biographischen Essay des Übersetzers Leopold Federmair, der damit zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum eine Gesamtdarstellung von Leben und Werk des französischen Autors bietet.

      Die Nacht von London
    • Thematischer Vorwand des historischen Romans Salammbo ist der nach Abschluß des Ersten Punischen Krieges (242-237 v. Chr.) ausbrechende bürgerkriegsähnliche Konflikt zwischen der Seerepublik Karthago und rebellierenden Söldnertruppen sowie deren Vernichtung durch Hamilkar Barkas.

      Salammbo
      3,8