Landeshauptstadt und Elbmetropole Magdeburg : mittelalterliche Kaiserstadt
- 72 Seiten
- 3 Lesestunden



Die Handschrift von Saragossa (im französischen Original Le manuscrit trouvé à Saragosse) ist ein Roman von Jan Graf Potocki (1761–1815). Der Titel erklärt sich daraus, dass sich das Werk in einem kurzen Vorwort des „Herausgebers“ als ein altes Manuskript ausgibt, das letzterer während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel in einem verfallenen Gebäude nahe der spanischen Stadt Saragossa gefunden haben will.
In formaler Anlehnung an Tausendundeine Nacht und Bocaccios Decamerone hat Jan Graf Potocki seinen Roman in die Erzählungen von 66 Tagen unterteilt, in denen der junge Hauptmann van Worden die Sierra Morena überquert, um in Madrid seinen Dienst anzutreten. Auf diesem Weg wird er nicht bloß in schaurige Abenteuer verwickelt, sondern auch in die Erzählung von anderen. Die Rahmenhandlung bildet das Gerüst für eine faszinierende Erzählkonstruktion ineinander verschachtelter Geschichten. Potockis grandioser Roman sprengt ideen- und geistesgeschichtlich jeden Rahmen.