USA, 1934: Ein Trüppchen elternloser schwarzer Kinder streunt bettelnd und stehlend durch die Südstaaten. Von Klosterfrauen aufgenommen, gelingt bei Mary Woods die scheinbar geglückte Integration nur äusserlich, zu sehr belastet sie das Kindheitstrauma.
Shirley Ann Grau Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Shirley Ann Grau schafft lebendige Porträts des Lebens im amerikanischen Süden und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die sozialen Umwälzungen des tiefen Südens im zwanzigsten Jahrhundert. Ihre Erzählungen befassen sich mit den Erfahrungen der Afroamerikaner inmitten dieser Veränderungen und zeigen ihr scharfes Auge für Details und Orte. Grau wird für ihre meisterhaften Beschreibungen von Charakteren und Schauplätzen gefeiert, ein stilistisches Markenzeichen, das ihre fesselnde literarische Stimme prägt. Ihre Arbeit zeichnet sich durch die einfühlsame Erforschung komplexer Themen aus, darunter Rassenbeziehungen und die Dynamik von Familienerbe.






Liebe hat viele Namen
- 215 Seiten
- 8 Lesestunden
Der Kondor
- 403 Seiten
- 15 Lesestunden
Grau erzählt die fesselnde Geschichte des Aufstiegs eines Mannes in New Orleans – und der Geheimnisse, Freude, Trauer, Liebe und des Todes, die sein außergewöhnliches Leben prägen. Thomas Henry Oliver kam wie viele Menschen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nach New Orleans, um einem langweiligen Leben zu entkommen – in seinem Fall einer Kindheit in den Wäldern des Mittleren Westens. Doch nur wenige Einwanderer in New Orleans finden so viel Wohlstand wie Oliver in den lebhaften Straßen der Stadt. Mit fünfundneunzig Jahren hat Oliver ein enormes Vermögen angehäuft, das aus Bordellen und Speakeasies besteht. Doch während sein Reichtum wächst, wächst auch der Wunsch seiner Familie, ihn zu kontrollieren. Nach einer Reihe von Schlaganfällen muss Oliver einen Erben wählen, obwohl seine beiden berechtigten Töchter und sein ehrgeiziger Adoptivsohn nicht immer würdig erscheinen, sein Erbe anzutreten. Der Kondor Passiert ist eine brodelnde dynastische Saga von drei Generationen, die in ihrem Kampf um die Kontrolle eines Imperiums aufeinandertreffen.
Westlich von New Orleans, auf einer kleinen, verarmten Insel namens Isle aux Chiens, leiden die wenigen dort lebenden Kreolen unter unerträglicher Hitze und streunenden Rudeln wilder Hunde. Hier kämpfen Al Landry und seine siebzehnjährige Tochter Annie ums Überleben, indem sie im Golf fischen. Annie kennt nur das raue Meer, sehnt sich jedoch nach anderen Menschen und Orten, einschließlich des Glamours des Lebens in der großen Stadt. Als ein grausamer, gutaussehender Mann aus der Stadt vorbeikommt, entfacht er Annies Fantasien von einem Leben jenseits der Insel. Bald steht die junge Frau vor einer Entscheidung: In dem vorhersehbaren Leben zu bleiben, das sie immer gekannt hat, oder alles für ihr erträumtes Abenteuer aufzugeben.
Die Hüter des Hauses
- 350 Seiten
- 13 Lesestunden
Das Ansehen einer schwerreichen, alteingesessenen Südstaaten-Familie wird keineswegs durch den Umstand erschüttert, dass ein Witwer drei Mulattenkinder zeugt und sehr bald abschiebt - dafür aber um so heftiger durch die Tatsache, dass der weiße Farmer und die dunkelhäutige Frau, die ihm das Haus geführt hat, heimlich verheiratet gewesen sind. Dem Roman, auf Lokalstudien im US-Süden gebaut, der Rassenhass und -hochmut zugleich bitter und gemütvoll, lebhaft und versonnen abkanzelt, ist im vergangenen Jahr der Pulitzer-Preis zugesprochen worden.


