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Dorothea von Hantelmann

    Pierre Huyghe at the Serpentine
    Kunsthandeln
    Die Ausstellung - Politik eines Rituals
    How to do things with art
    • How to do things with art

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden
      3,8(28)Abgeben

      Im Anschluss an Austin und Butler stellt Dorothea von Hantelmann die Frage nach der realitätsstiftenden Funktion von Kunstwerken. Sie fasst Performativität als eine in jedem Kunstwerk angelegte Dimension der Wirklichkeitskonstitution auf, die mehr oder minder bewusst in die künstlerische Produktion mit einbezogen werden kann. Was für eine Situation stellt ein Kunstwerk her? Wie situiert es den Betrachter? Welche Konventionen, Ideologien und Bedeutungen prägen die Wahrnehmung eines Kunstwerks im musealen Kontext? Gerade in jenen Konventionen, die das Kunstwerk und den gesellschaftlichen Umgang mit ihm prägen, gründet eine auf Gesellschaft bezogene Handlungsmacht der Kunst. In dieser Prämisse liegt der Kern einer gegenüber den Avantgarden neuartigen Konzeption künstlerischen Handelns: Nicht der Konventionsbruch macht das Kunstwerk gesellschaftlich relevant, sondern durch Konventionen ist es das immer schon. In einer Kombination von kunsthistorischen, sprachtheoretischen und philosophischen Forschungsansätzen untersucht die Autorin, wie Kunstwerke kraft ihrer Einschreibung in Konventionen ›handeln‹. Die Möglichkeiten und Grenzen des gesellschaftlich wirksamen Handelns von Kunstwerken werden dabei anhand von vier künstlerischen Positionen der Gegenwartskunst anschaulich gemacht – James Coleman, Daniel Buren, Tino Sehgal und Jeff Koons.

      How to do things with art
    • Die Ausstellung ist in den letzten Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten kulturellen Ereignisse avanciert. So zumindest scheint es angesichts der Vielzahl neuer Museumsbauten, der globalen Verbreitung sogenannter Biennalen und dem zunehmenden Maß an medialer und diskursiver Aufmerksamkeit, das der bildenden Kunst zuteil wird. Worin aber gründet dieser Erfolg? Welche gesellschaftliche wie kulturelle Bedeutung erfüllt die Ausstellung – historisch und aktuell? Worin liegen ihre ästhetischen und ihre nicht-ästhetischen, etwa rituellen oder gouvernementalen Züge? Eine Sammlung von Essays befasst sich aus philosophischer, soziologischer, künstlerischer und kunsthistorischer Perspektive mit diesem Thema. Die Bedeutsamkeit des Formats der Ausstellung, so die Ausgangsthese, liegt darin, eine Art Ritual zu schaffen. Und zwar ein Ritual, in dem ein spezifisches Set an Werten eingeübt und zur Aufführung gebracht wird: die Instantiierung eines linearen bzw. evolutionären Entwicklungsmodells, die Valorisierung des Individuums, die herausgehobene Bedeutung materieller Objekte und ihr Zirkulieren auf dem Markt. Die Ausstellung erscheint so gesehen als einer der zentralen Orte, an dem diese für westliche demokratische Marktwirtschaften grundlegenden Werte und Parameter zusammengebracht und in ihrem jeweiligen Verhältnis kultiviert werden.

      Die Ausstellung - Politik eines Rituals
    • Kunsthandeln

      • 182 Seiten
      • 7 Lesestunden

      In der Moderne und zunehmend seit den 1960er Jahren verlagert sich in der Kunst die Aufmerksamkeit vom finalen Werk auf den Prozess des Produzierens. Dieser ist nicht Mittel zum Zweck, sondern gewinnt, in Analogie zu Aufführungspraktiken, Eigenwertigkeit. Im selben Zuge avanciert der kontemplative Betrachter zum Teilhaber, ja, zum ›Mithandelnden‹ des Kunstwerkes. Auch die Kunst insgesamt wird als prozessual begriffen: als ein gesellschaftlicher Bereich, der unterschiedlichste Akteure involviert und beständigen Begriffs- und Verfahrensänderungen unterliegt. Aus diesen Prozessualisierungen resultiert ein neuartiges Verhältnis von ›Kunst‹ und ›Handeln‹. Handeln wird zu einem Medium der Kunst, zugleich wird Kunst als Medium des (gesellschaftlichen) Handelns neu bestimmt. Diesen beiden Aspekten des Verhältnisses von ›Kunst‹ und ›Handeln‹ ist dieser Sammelband gewidmet. Sein erster Teil fragt nach dem Status von (Alltags-)Handlungen in der Kunst, sein zweiter nach den Möglichkeiten, Kunst als eine Form des Handelns zu begreifen, das Wirklichkeiten erzeugt oder verändert.

      Kunsthandeln
    • Pierre Huyghe at the Serpentine

      • 448 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Pierre Huyghe’s works from the last decade, including his iconic Documenta 13 project Untilled This survey on renowned French artist Pierre Huyghe (born 1962) chronicles seminal works from the last decade. An interview between Huyghe and Hans Ulrich Obrist and an essay by Dorothea von Hantelmann accompany drawings, diagrams, photographs, film stills and more.

      Pierre Huyghe at the Serpentine