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Fritz Angst

    10. April 1944 – 2. November 1976

    Dieser Autor ist am bekanntesten für seinen posthum veröffentlichten autobiografischen Essay Mars. Unter dem Pseudonym Fritz Zorn verfasst, bietet das Werk eine scharfe Kritik seiner Erziehung, Familie und seines wohlhabenden Umfelds. Der Essay wurde inzwischen sowohl in einen Comic als auch in ein Theaterstück adaptiert, was seine anhaltende Wirkung unterstreicht.

    Lettre a Fritz Zorn. Le premier puzzle de Zurich
    101 Romans cultes
    Die kleine Reihe: Mars
    Geb. 1924... der andere Fritz Zorn
    Mars
    • Mars

      Roman

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      »Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.« So beginnt der junge Schweizer Autor Fritz Zorn seine Aufzeichnungen, in denen er über seine Herkunft und seine Krebserkrankung reflektiert. Als Sohn eines Millionärs und Gymnasiallehrer leidet er unter schweren Depressionen und sucht psychotherapeutische Hilfe. Während seiner Behandlung erfährt er von seiner Krebserkrankung, die für ihn zur Auslöserin einer tiefen Selbsterfahrung wird. Zorn sieht in seiner Krankheit die somatische Manifestation seiner Neurose, die ihren Ursprung in seiner familiären Umgebung am Zürichsee hat. In dieser Familie werden Berührungen vermieden, Realität hinter Ritualen verborgen und Sexualität mit Anständigkeit verdrängt. Der Autor beschreibt, wie er eine Kindheit und Jugend erlebte, ohne wirklich zu leben. Erst die physischen Qualen seiner Erkrankung durchbrechen seine seelische Unempfindlichkeit und wecken seinen Widerstand gegen die Krankheit und seine familiären Wurzeln. Zorn starb 1976 im Alter von 32 Jahren an Krebs, ohne die Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen zu erleben. Diese kritischen Reflexionen über das falsche Ideal und den Lebensstil seiner Klasse erregten weltweites Aufsehen. Der Schriftsteller Adolf Muschg, der das Manuskript entdeckte, teilt in seinem Vorwort persönliche Einblicke in die Entstehung des Werkes und dessen Autor.

      Mars
      3,9
    • Die kleine Reihe: Mars

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Was bedeutet Krebs für den Autor? In der fortgeschrittenen Phase seiner emotionalen "Verhärtung" begrüßt er ihn als ein Zeichen des "aufständischen Lebens". Gleichzeitig ist dieser Krebs der endgültige Ausdruck all dessen, was ihn seit seiner Geburt so geprägt hat, dass es ihn verschlungen hat - seine Familie, sein Umfeld, seine Herkunft. Es sind nicht die Fakten an sich, die in diesem Buch erschüttern. Es ist die Verknüpfung der Details. Das gesamte Geflecht erweist sich wie der Nesselhemd, das so gewebt ist, dass es die Haut desjenigen, der es trägt, mit Feuer verzehrt. Zwischen seinen Eltern, seiner Depression und seinem Krebs präsentiert der Autor eine perfekte Verknüpfung, sodass selbst wenn diese drei Faktoren völlig zufällig zusammentreffen würden, würde diese Verknüpfung nichts von ihrer schrecklichen Logik verlieren.

      Die kleine Reihe: Mars