Vladimir Sorokin ist ein bedeutender zeitgenössischer russischer Autor, der als zentrale Figur der Moskauer Underground-Szene der 1980er Jahre hervortrat. Seine Werke, oft provokativ und in der Sowjetunion verboten, erforschen Themen wie Identität, Macht und gesellschaftliche Tabus durch innovative Sprache und postklassische literarische Formen. Sorokin scheut sich nicht, etablierte Normen in Frage zu stellen, und sein literarischer Ansatz verwischt häufig die Grenzen zwischen den Genres, von Romanen bis hin zu Theaterstücken und Drehbüchern. Seine Schriften bieten einen einzigartigen Einblick in die russische Gesellschaft und ihre Geschichte und bewahren dabei eine starke, unverwechselbare Autorschaft.
Vladimir Sorokin reflektiert über den Beginn des 20. Jahrhunderts, der nicht nur Revolution, sondern auch eine neue Moral versprach. Er sieht in Nastja nicht nur eine individuelle Figur, sondern ein Symbol für die russische Intelligenzija vor dem Jahrhundert der ersehnten Freiheit.
Die Auserwählten der Bruderschaft wissen: Die Erde ist allein im Universum, sie ist ein Unikum. Und der Homo sapiens ist ein Unikum hoch zwei oder drei. Wenn dem aber so ist, muss man die Erde als Störfall ansehen, als Schandfleck am Leib des Universums. Als Erweckte des Lichts sind sie fast am Ziel, diesen missratenen Himmelskörper, diese von Sex und Gewalt verdorbene Erde, für alle Zeit auszulöschen - um selbst als 23 000 Strahlen in die körperlose Ewigkeit einzugehen. Dabei sprechen ihre erweckten Herzen von Liebe und meinen doch nur rohe Gewalt, Mord und die Vernichtung allen Lebens. Wer sich ihnen in den Weg stellt, endet im automatisierten Albtraum kapitalistischer Verwertungsketten. Auch im letzten Band der viel diskutierten LJOD-Trilogie schwingt Sorokin den Eishammer. In einer Welt der Reproduktion und des Konsums lässt er Heilversprechen, Erweckungsphantasien und den Wahn kommerzialisierter Glückssuche ungebremst aufeinanderkrachen. Mal Thriller, mal Gangsterroman, mal lyrisch-pathetischer Hymnus - Sorokin zieht erneut alle Register seines enormen sprachlichen Repertoires. Er spielt in seinem schon legendär gewordenen Mimikry-Stil mit Sprache und Genres und beweist einmal mehr sprachliche Gewandtheit, erzählerische Bravour und einen ausgeprägten Sinn für das Absurde.
In den neun Erzählungen, die Vladimir Sorokin für diesen Band zusammengestellt hat, geht es immer um eine durch den Verfall der Sowjetunion deformierte Gesellschaft und um die Auswirkungen dieses Verfalls, die weit in unsere Zeit hineinreichen. Das zeigt sich beim Einzelnen, im Politischen, aber auch im Zusammenspiel der Menschen, ihrer gesellschaftlichen Interaktion. Vladimir Sorokin gelingt in diesem Erzählungsband das Kunststück, aus scheinbar unabhängigen Einzelgeschichten ein Ganzes zu schaffen, und er eröffnet seinen Leser: innen einen ganz besonderen Blick auf Russlands Gegenwart und Vergangenheit, die so vergangen eben doch nicht ist. »Ein gnadenlos böses Buch voller dramaturgischer und sprachlicher Feuerwerke.« WDR3 Lesestoff
Marinas dreißigste Liebe, ein Roman, der als „politisch-pornografisch“ bezeichnet wurde, gehört seit drei Jahrzehnten zu den meistveröffentlichten Werken Sorokins. Der Text ist voller für das bürgerliche Umfeld inakzeptabler Inhalte, wobei jede zweite Seite einem ‚Schlag ins Gesicht der öffentlichen Meinung‘ gleichkommt. Er schockierte und provozierte nicht nur sowjetische Funktionäre, sondern später auch russische Nationalisten. Die Geschichte erzählt von den neunundzwanzig verschiedenen Liebesabenteuern der Musiklehrerin Marina Alexejevna, ihren lesbischen Beziehungen und gelegentlichen sexuellen Spielen mit Männern, die rückblickend als ermüdendes und quälendes Tappen erscheinen. Von jeder Liebesgeschichte erhofft sich die Protagonistin die Erfüllung ihrer Sehnsüchte, doch erst die dreißigste Begegnung mit dem Vorsitzenden des Parteiausschusses der kommunistischen Partei eines großen Moskauer Maschinenbaubetriebs bringt eine Wende. Der Roman kann als grandiose Parodie auf den sozialistischen Aufbauroman gelesen werden, lässt sich aber auch als existenzialistisches Werk interpretieren.
Nahe dem Fluss Tunguska in der sibirischen Taiga ereignete sich am 30. Juni 1908 eine unerklärliche Explosion, die Hunderte Quadratkilometer Wald zu Boden drückte. Meteoriteneinschlag? Unterirdischer Vulkanausbruch? „Schwarzes Loch“? Ein Rätsel, das Forscher und Esoteriker bis heute beschäftigt. Eine Expedition sowjetischer Wissenschaftler bricht im Jahr 1928 zum Ort des Geschehens auf. Der Mathematikstudent Alexander Snegirjow schließt sich an, den die bolschewistische Revolution aller Wurzeln beraubt hat. Zurückkehren wird er als ein ganz anderer: Bro ist sein Name, und er hat gelernt, die Naturkatastrophe als einen glücklichen Wendepunkt der Weltgeschichte zu begreifen. Schon Vladimir Sorokins letzter, viel diskutierter Roman LJOD. Das Eis handelte von jenem kosmischen Urstoff, der die menschliche Gesellschaft wie ein Lackmuspapier prüft, in eine Elite von Hoffnungsträgern und eine todgeweihte Masse von „Fleischmaschinen“ scheidet. In seinem neuen Buch erfahren wir, was vorher geschah: wie die „Sprache des Herzens“, vom Eis entfacht, zum Fegefeuer auf Erden wird.
Die prophetische Vision von Russlands Starautor Russland im Jahr 2028: ein neues Mittelalter, geprägt von Informationstechnologie und Massenarmut. Das Moskauer Volk wird mit unerbittlicher Härte regiert, der Alltag ist geprägt von Angst und Gewalt. Eindringlich erzählt Sorokin vom Leben in einem albtraumhaften Russland und schafft eine beklemmende Utopie, die bald schon Realität werden könnte.
Ein groteskkomischer Roadtrip durch eine posthumane Welt des Chaos und des Krieges, in der es einen einzigen Gewinner gibt: die Liebe. Doktor Garin hat den »Schneesturm« überlebt und ist zehn Jahre später Chefarzt auf Titanfüßen von einer psychiatrischen Klinik im Altaigebirge. Hier residieren die sogenannten political beings – Donald, Wladimir, Emmanuel und Angela, Silvio, Shinzo, Boris und Justin – in Luxussuiten. Was sie alle verbindet: Sie essen, hüpfen, denken und sprechen mit dem Hinterteil. Und sind geplagt von komplexen Neurosen. Doktor Garin gelingt es, sie mit seiner speziellen Schocktherapie zu beruhigen. Er will die Menschheit heilen, ihre Zombifizierung verhindern in einer posthumanen Welt, in der es von künstlichen Wesen mit invalidem Körper und Geist nur so wimmelt. Dabei steht ihm seine Assistentin und Geliebte Mascha fest zur Seite. Bis erneut eine Atombombe fällt, das Sanatorium ausradiert wird und der Doktor und sein Team gigantische Bioroboter aktivieren müssen, um auf ihren Rücken zu fliehen. Eine Odyssee durch eine absurde Welt beginnt, die Garin und Mascha voneinander trennt … Ein dystopischer Abenteuerroman à la Sorokin – verstörend und unfassbar unterhaltsam.
Der Roman ist eine skandalöse und sensationelle Erzählung, die Vladimir Sorokin den Status eines „lebenden Klassikers“ der modernen nonkonformistischen Prosa verlieh. Es handelt sich um eine beeindruckende Fülle von Bildern, die eine kriminelle Mysterie von Liebe und Tod entfaltet. Geschrieben in einem faszinierenden „Neusprech“ der dystopischen Computerära, bietet dieser Roman sowohl Anstoß als auch Faszination.
Ein vielstimmiges Meisterwerk vom wichtigsten zeitgenössischen Autor Russlands. Nach dem gefeierten und preisgekrönten Roman »Der Schneesturm« legt Vladimir Sorokin ein neues, fulminantes Werk vor, das den Zustand der Welt und der Menschen um die Mitte des 21. Jahrhunderts thematisiert und bereits auf aktuelle Weltereignisse verweist. Eurasien, Mitte des 21. Jahrhunderts: Nach Religionskriegen, Revolutionen und Aufständen ist die Welt in isolierte Kleinstaaten zerfallen, in denen unterschiedliche politische Machtstrukturen herrschen. Dazu gehören das kommunistisch-orthodoxe Moskowien, eine Sowjetische Sozialistische Stalinrepublik und ein feudalistisches Neukölln unter Konrad von Kreuzberg, der die Salafisten zurückgeschlagen hat. Köln ist eine Republik geworden, und die kleine Bergrepublik Telluria bietet das, wonach alle in diesem Meer der Barbarei streben: das ultimative Mittel für beständiges Glück. Das Leben nach der Katastrophe ist nicht immer depressiv; die Menschen haben sich eingerichtet. Sorokin entfacht in diesem Roman ein Feuerwerk der Polyphonie, indem er in 50 verschiedenen Texten fabuliert, imaginiert und parodiert. Mit verschiedenen Textformen schafft er eine großartige, wenn auch düstere Satire, die ihresgleichen sucht. An der Übertragung dieses brillanten Werks waren acht renommierte Übersetzer beteiligt.
Ein fantastisches Wintermärchen vom großen russischen Stilisten Vladimir Sorokin Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Der Landarzt Garin will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jedenInfizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, Garins Pferde sind erschöpft, und so heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von winzigen Pferden gezogen wird. Und so beginnt seine Reise in eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologiegesellschaft. Eingebettet in den erzählerischen Kosmos von Tolstoi, Tschechow und Gogol, versetzt »Der Schneesturm« ein grotesk-imaginäres Russland in den Abgrund zwischen den Zeiten – ein zugleich heiteres wie verstörendes Buch, das von der Kritik einhellig gefeiert wurde und einmal mehr Sorokins herausragende Stellung unter den zeitgenössischen russischen Schriftstellern untermauert. »Hier tut sich die Seele auf. Man legt das betörend schöne, hintergründige und schonungslos kritische Buch nicht mehr aus der Hand, liest es in einem Zug durch.« Die Welt
In »Die rote Pyramide« versammelt Vladimir Sorokin, einer der bedeutendsten zeitgenössischen russischen Schriftsteller, neun Erzählungen, die auf unnachahmliche Weise das Leben im postkommunistischen Russland beleuchten. Diese Geschichten reflektieren eine durch den Verfall der Sowjetunion deformierte Gesellschaft. In der Titelgeschichte erlebt der junge Jura eine prägende Vision, die ihn lebenslang begleitet. Politische Themen werden in »Lila Schwäne« behandelt, wo russische Atomsprengköpfe in Zuckerhüte verwandelt werden und ein wundertätiger Religionsgelehrter um Hilfe gebeten wird. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen im Fokus, wie in »Der Fingernagel«, wo ein Abendessen unter Freunden aufgrund von Toilettenpapiermangel chaotisch verläuft. Sorokin gelingt es, aus diesen scheinbar unabhängigen Geschichten ein harmonisches Ganzes zu schaffen. Die Komposition ist strukturiert und ausgewogen, was seine Meisterschaft in der kleinen Form und in verschiedenen stilistischen Mitteln unterstreicht. Er bietet den Leser*innen einen eindringlichen Blick auf Russlands Gegenwart und Vergangenheit, die untrennbar miteinander verbunden sind.
Ein Tag im Leben des Andrej Danilowitsch Russland 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet und wird von einem Alleinherrscher regiert, der seine Macht mithilfe der Opritschniki, der 'Auserwählten', ausübt: eine allmächtige Leibgarde, die vor nichts zurückschreckt. Zu dieser brutalen und korrupten Elite gehört auch Andrej, der all jene in Schach hält, die dem geliebten Diktator missfallen. Vladimir Sorokin, einer der schärfsten Kritiker der politischen Elite Russlands, beschreibt ein Land, das in Angst und Schrecken lebt.
Im zeitgenössischen Moskau ist eine geheimnisvolle Sekte auf der Jagd nach Menschen, die ein 'lebendiges Herz' besitzen. Nur diejenigen ihrer gekidnappten Opfer überleben, deren Herz zu 'sprechen' beginnt, nachdem es mit einem Eishammer getroffen wurde. Schnell stellen diese fest, nach der ekstatischen Erfahrung des 'Herzkontakts' kein normales Leben mehr führen zu können — im Vergleich sind alle anderen Empfindungen schal. Sie gehören nun zu einer geheimen Bruderschaft, die ihre spirituelle Kraft aus dem urzeitlichen Eis des sibirischen Tunguska-Meteoriten schöpft. Die Sekte zählte bereits in Hitlers SS und in Stalins Geheimgarde Mitglieder und verfolgt das Ziel, die — von Sex und Gewalt verdorbene — Erde auszulöschen und zur ewigen Existenz zurückzukehren.
Der Roman verbindet in seinen vier Teilen meisterhaft die verschiedenen Genres der Action- und Fantasyliteratur und des modernen russischen Kriminalromans mit pikaresken und satirischen Elementen. Die Vielzahl seiner möglichen Interpretationen wird wohl so schnell nicht ausgeschöpft sein. Wie AiF begeistert konstatiert: 'Vladimir Sorokins neuer Roman stellt den Höhepunkt seines Œuvres dar.'
Nach »Der Schneesturm« und »Telluria« ein neues groteskes Meisterwerk von Vladimir Sorokin In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts werden Bücher nicht mehr gelesen, geschweige denn neu gedruckt, sie dienen als Brennmaterial für die Zubereitung exklusiver Speisen. Book’n’Grill heißt der neue Trend und Chefkoch Geza ist sein Hohepriester. Stör-Schaschlik über Dostojewskis »Der Idiot« oder Schnitzel über Arthur Schnitzler, mit diesen und anderen Kreationen begeistert er seine zahlungskräftige Klientel. Doch was Erfolg hat, findet auch Nachahmer und so sieht sich Geza plötzlich vor unerwartete Probleme gestellt. Ein geniales Romanfeuerwerk voll absurder Einfälle und beißender Gesellschaftskritik.
Der russische Schriftsteller Vladimir Sorokin, Jahrgang 1955, gilt als einer der talentiertesten Avantgardisten Moskaus. In diesem Band sind 18 Geschichten des Erzählers versammelt, die als Welt-Erstausgabe veröffentlicht werden.
Vladimir Sorokin beschreibt in seinem letzten Text die Auswirkungen einer Epidemie, die die Menschen in Isolation zwingt und die Zeit stillstehen lässt. Er vergleicht den Ausnahmezustand mit einem unaufhörlichen Schneewehen, das die Menschen an ihre Grenzen treibt.
Coole, versnobte Jugendliche suchen nach dem Glückskick. Dabei scheinen sie aus einer fast unwirklichen Zukunft zu kommen. Reiche Plastik-Figuren, deren Sexualorgane teilweise bereits künstlich verbessert wurden. Zugleich wirken sie mit ihrer skurrilen Kunstsprache, einem Kauderwelsch aus chinesisch, englisch und deutsch, auch wie Szene-Jugendliche von heute. Als wahre Vergnügungsfresser schlingen sie mit großer Gier alles in sich hinein: von Drogen über Alkohol bis zum Sex. Und wenn sie sich bei einem Clubspiel in verschiedenste Szenen aus berühmten Büchern beamen lassen, dann verleiben sie sich damit nicht nur die Literatur buchstäblich ein, sondern sie scheinen sich ganz real in die Figuren hinein zu fressen.
»Herzlich willkommen zur Sendung »Das weiße Quadrat«. Heute steht bei uns das Thema Russland auf dem Programm. Unser großes, fantastisches und in mancher Hinsicht auch unberechenbares Land. Um die Staatsform geht es hier natürlich nicht. Jedes Kind weiß, dass Russland ein föderativer, demokratischer Staat ist, inklusive Präsident und Parlament. Aber was für eine Vorstellung ruft unser Land hervor? Womit kann man es vergleichen? Welche Assoziationen weckt es? Jeder hat da wohl sein eigenes Bild.« Diesen ersten Zeilen des neuen Werks von Vladimir Sorokin bleibt nur noch hinzuzufügen, dass es dem unter Hausarrest stehenden Regisseur Kirill Serebrennikow gewidmet ist.
Nach dem Urlaub am Schwarzen Meer mit Freunden, fährt Olja zurück nach Moskau. Im Zugrestaurant lernt sie einen Mann kennen, den fasziniert, wie sie isst. Noch bevor die Fahrt zu Ende ist, schließen die beiden einen Deal ab und Merkwürdiges geschieht. In der Novelle schaut Vladimir Sorokin mit der ihm eigenen Art auf die letzten Tage der Sowjetunion. Der Grafiker Yaroslav Schwarzstein hat eine besondere Beziehung zum Schaffen des Literaten; Voraussetzung dafür, dass Bild und Text in »Pferdesuppe« eine Symbiose bilden.
The novel that reportedly caused a walkout upon publication, this grotesque, absurdist work by Russia's de Sade follows four individuals set upon a common goal of destruction and violence.
A New York Review Books Original In 1908, deep in Siberia, it fell to earth. THEIR ICE. A young man on a scientific expedition found it. It spoke to his heart, and his heart named him Bro. Bro felt the Ice. Bro knew its purpose. To bring together the 23,000 blond, blue-eyed Brothers and Sisters of the Light who were scattered on earth. To wake their sleeping hearts. To return to the Light. To destroy this world. And secretly, throughout the twentieth century and up to our own day, the Children of the Light have pursued their beloved goal. Pulp fiction, science fiction, New Ageism, pornography, video-game mayhem, old-time Communist propaganda, and rampant commercial hype all collide, splinter, and splatter in Vladimir Sorokin’s virtuosic Ice Trilogy, a crazed joyride through modern times with the promise of a truly spectacular crash at the end. And the reader, as eager for the redemptive fix of a good story as the Children are for the Primordial Light, has no choice except to go along, caught up in a brilliant illusion from which only illusion escapes intact.
Exploring the absurdities of Soviet life, this collection presents a subversive and darkly humorous critique of political and cultural oppression. Celebrated for its literary irreverence, the stories reveal a grotesque yet genius portrayal of reality beyond state propaganda. Originally part of Sorokin's 1992 collection, these tales resonate with contemporary themes, making them increasingly relevant in today's post-truth era. Translated by Max Lawton, the work showcases the author's acclaimed political satire and incisive commentary.
knigu voshli povesti Eros Moskvy, Tridtsataya lyubov' Mariny V knigu voshli
povesti Eros Moskvy, Tridtsataya lyubov' Mariny i kinostsenariy Moskva.i
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V XX veke russkaya literatura voplotilas' - v nej poyavilos' chelovecheskoe telo, otsutstvuyuschee kak takovoe ranee.Ostroe i uskol'zayuschee chuvstvo telesnogo samoprikosnoveniya nashej velikoj literatury i popytalsya sokhranit' Vladimir Sorokin, sostavl
"Еда, как и любовь, дает нам полноту бытия". "Еда, как и эрос, чиста в своем естестве". Вот главные идеи "Пира". Едой, равно как и ее потребителями, по мысли Сорокина, может стать все. Растения, животные, рыбы, птицы, люди, вещи, слова, буквы, речи, события, лозунги, молитвы, чувства, жуткие продукты генной инженерии в обществе будущего, экскременты и даже пустота. Этакий всеобщий круговорот еды в природе. Вот только некоторые кулинарные рецепты, приведенные в книге: "Дипломы о высшем образовании в кисло-сладком соусе"; "Суп-пюре из магнитофона"; "Пельмени с венским стулом"; "Икра из книги М.Булгакова "Мастер и Маргарита"; "Мороженое из презервативов".
Содерж.: Поездка за город ; Соревнование ; Геологи ; Желудевая Падь ; Заседание завкома ; Прощание ; Первый субботник ; В Доме офицеров ; Санькина любовь ; Разговор по душам, и др. произведения
Новый роман Владимира Сорокина – это взгляд на будущее Европы, которое, несмотря на разительные перемены в мире и устройстве человека, кажется очень понятным и реальным. Узнаваемое и неузнаваемое мирно соседствуют на ярком гобелене Нового средневековья, населенном псоглавцами и кентаврами, маленькими людьми и великанами, крестоносцами и православными коммунистами. У бесконечно разных больших и малых народов, заново перетасованных и разделенных на княжества, ханства, республики и королевства, есть, как и в Средние века прошлого тысячелетия, одно общее – поиск абсолюта, царства Божьего на земле. Только не к Царству пресвитера Иоанна обращены теперь взоры ищущих, а к республике Теллурия, к ее залежам волшебного металла, который приносит счастье.
Роман Владимира Сорокина "Очередь" занимает особое место в его творчестве как первый роман, опубликованный в самиздатовском журнале "Синтаксис" в Париже в 1985 году, в начале горбачевской перестройки. Этот социальный роман является метафорой советского образа жизни, характеризующегося ожиданием в очередях за продуктами и товарами. Очередь стала своеобразной субкультурой с неписаными законами и специфическим языком.
Сорокин в этом коротком романе проявляет себя как выдающийся пародист и имитатор различных языковых стилей. Он точно воспроизводит абсурдную жизнь в очереди, как будто является ее тихим наблюдателем. Роман построен на бесконечных диалогах и потоке речи, которые связывают различные социальные слои, ожидающие чего-то, что никто не знает, что это. Эта ситуация ожидания, подобная "В ожидании Годо" Беккета, передает абсурдность и фрустрацию персонажей. "Очередь", в которой динамично меняются судьбы и мнения, становится энциклопедией проблем советской жизни и тщетных мечтаний ее участников о лучшем будущем.