Das Buch von Maß und Mitte
- 103 Seiten
- 4 Lesestunden






Ob Moral lehrbar sei, und wenn ja, wie, ist seit der griechischen Antike eine umstrittene Frage. Heute im Zeitalter des Ethikunterrichts an Schulen, ist sie wieder besonders brisant geworden. Da kommen die problembewussten, gelegentlich provokanten Überlegungen gerade recht, die der Chemnitzer Philosophieprofessor in fünf Schritten anstellt: Die Klasse stellt den Ethiklehrer vor neue Fragen. - Die Faszination des Bösen und der Nutzen, den der Ethiklehrer daraus ziehen kann. - Lust auf Moral. Metamorphosen des Hedonismus. - Auch in der Moral ist nichts so erfolgreich wie der Erfolg. - Klassenfahrt mit Schiffbruch. Die sozialen Grundlagen der Moral.
Philosophie der Lebenskunst beschreibt ein noch unvollendetes Projekt der Zusammenführung zweier Typen von Ethik: der antiken Tugendethik und der modernen Sollensethik. Dieser Band beschreibt die wechselvolle Geschichte der konkreten Anwendung ethischer Reflexion an einzelnen Autoren wie Epikur und Seneca, Montaigne und Gracian, Schopenhauer und Nietzsche bis zu Erich Fromm und Michel Foucault. Auch ostasiatische Weisheitslehren finden in der Darstellung Berücksichtigung. Das Resultat ist ein lebensphilosophischer Begriff moralischer Verpflichtung, die sich aus der Spannung zwischen dem Glücksstreben und der Glücksfähigkeit des Menschen ergibt. In Zeiten der postmodernen Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen erweist sich der alttestamentarische Spruch 'Jegliches hat seine Zeit' als Prinzip einer realistischen Lebenskunst.