105 Jahre nach der ersten Versammlung der Reichstagsabgeordneten in dem von Paul Wallot erbauten deutschen Parlament wird der deutsche Bundestag seinen Sitz in dieses Gebäude verlegen. In faktengenauer, gleichwohl lebendiger und unkonventioneller Darstellungsweise beschreibt Michael S. Cullen Planung und Bau des Reichstags, seine wechselvolle Geschichte durch hundert Jahre deutsche Politik, den Wettbewerb zur Umgestaltung, die Verhüllungsaktion 1995 sowie die Jahre währende Umbauphase und leistet abschließend eine Einschätzung des neuen, alten Monuments. Dabei geht es ihm vor allem auch darum, der Frage nach dem Symbolwert des Bauwerks mit direkten, überraschend unkomplizierten Deutungen zu begegnen _ fern mancher mythenbeladenen Interpretation. Eine Fülle historischer wie aktueller Abbildungen macht den Band zu einem Maßstäbe setzenden Werk zum Thema.
Michael S. Cullen Bücher






Richard Goerdeler, ein nach Amerika emigrierter Musiklehrer, schreibt 1902 aus einer Irrenanstalt an seine Frau über seine Freilassung und eine vermeintliche Verschwörung gegen ihn. Seine Frau startet eine Kampagne, die landesweit in der New York Times Aufmerksamkeit erregt. Historiker Michael S. Cullen entdeckt diesen Fall und fordert eine Neubewertung der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Holocaust-Mahnmal
- 295 Seiten
- 11 Lesestunden
Soll die Bundesrepublik Deutschland mit einem zentralen Mahnmal der Ermordung der europäischen Juden gedenken? Diese Frage wird seit Jahren in der deutschen Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Die Dokumentation vereinigt, neben den Ausschreibungstexten und einer Chronik, 32 zentrale Diskussionsbeiträge aus dem letzten vier Jahren. Dabei kommen Befürworter wie Gegner der derzeitigen Konzeption zu Wort. Autoren sind unter anderem Henryk M. Broder, Tilmann Buddensieg, György Konrád, Reinhart Koselleck, Christian Meier und Julius H. Schoeps.
Christian Bommarius wurde 1958 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Germanistik war er Korrespondent der Deutschen Presseagentur unter anderem beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Seit 1997 ist er leitender Redakteur der «Berliner Zeitung». 2004 erschien «Wir kriminellen Deutschen». Die Politologin und Theodor-Wolff-Preisträgerin Evelyn Roll ist Autorin und leitende Redakteurin der „Süddeutschen Zeitung“. Péter Nádas, 1942 in Budapest geboren, ist Fotograf und Schriftsteller. Bis 1977 verhinderte die ungarische Zensur das Erscheinen seines ersten Romans «Ende eines Familienromans» (dt. 1979). Sein «Buch der Erinnerung» (dt. 1991) erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise. Zuletzt erschienen der große Roman «Parallelgeschichten» und seine Memoiren eines Erzählers: «Aufleuchtende Details». Unter anderem wurde Nádas mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1991), dem Kossuth-Preis (1992), dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (1995) und dem Franz-Kafka-Literaturpreis (2003) ausgezeichnet. 2014 wurde ihm der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen. Péter Nádas lebt in Gombosszeg.
Das Jahr 1990 freilegen
- 592 Seiten
- 21 Lesestunden
Der Vergleich der Jahre 1989 und 1990 zeigt, dass sie in der kollektiven Erinnerung sehr unterschiedlich präsent sind. Während sich die meisten schnell an 1989 erinnern können und die dramatischen Ereignisse dieses Herbstes leicht nachzuvollziehen sind, wirkt 1990 wie ein blinder Fleck. Die Erinnerungen an dieses Jahr sind schwer zu fassen, da sie von den sich überschlagenden Ereignissen, unerfüllten Wünschen und unacknowledged Kränkungen geprägt sind. Das Jahr 1990 freilegen beschäftigt sich mit den verschiedenen Facetten dieses Jahres und ihrer heutigen Relevanz. Es kombiniert Bilddokumente und Stimmen aus 1990 mit essayistischen Reflexionen und Geschichten, die aus der Perspektive der Gegenwart auf dieses Jahr zurückblicken.



