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Nelly Arcan

    5. März 1973 – 24. September 2009

    Nelly Arcan war eine kanadische Romanautorin, deren Werk sich mit dunkleren Aspekten der menschlichen Psyche und gesellschaftlichen Konventionen auseinandersetzte. Ihre stilistische Brillanz und ihr Mut, kontroverse Themen anzugehen, brachten ihr Anerkennung bei Kritikern ein. Mit ihren Schriften versuchte Arcan, die Komplexität von Identität, Verlangen und Leid zu entschlüsseln und hinterließ damit eine bedeutende Spur in der zeitgenössischen Literatur. Ihr Gesamtwerk spricht Leser durch seine Intensität und introspektive Tiefe an.

    Hure
    • Hure

      • 208 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Hure ist die Geschichte einer exzessiv gelebten Doppelexistenz: Eine junge Frau flieht vor der beklemmenden Enge ihres Elternhauses in der kanadischen Provinz in die Groεstadt. Dort beginnt die Literatur-Studentin, ihr Geld als Prostituierte zu verdienen und steigt zur begehrten Nobel-Hure auf. Die Freier sind gut situierte MΣnner, die ihre Professoren sein knnten oder ihre VΣter. Ihnen gibt sie sich mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination hin. Bald nicht mehr nur wegen des Geldes, sondern um ihre Weiblichkeit zu beweisen, zwischen Macht und Unterwerfung. Tag fr Tag schlpft die Studentin in die Rolle von „Cynthia“, der Frau mit dem perfekten Krper, die sich der mΣnnlichen Begierde ausliefert, im selben Maεe, wie sich ihre Mutter dieser Begierde verweigert hat. Von der Mutter, die fr die ErzΣhlerin eine „Larve“ bleibt, weil sie nie aus ihrem Kokon geschlpft ist, und vom Vater, der sich in seine ReligiositΣt verschlossen hat, versucht sich die junge Frau zu emanzipieren. Das Leben wird zum Befreiungsschlag, der so lange ber den eigenen Krper ausgefochten wird, bis „Cynthia“ ein anderes Mittel findet - die Sprache. Mit Hure hat Nelly Arcan einen provozierenden und zugleich poetischen Bericht einer zerrissenen Persnlichkeit und ihrer Suche nach sich selbst vorgelegt.

      Hure
      3,6