In einem kleinen französischen Ort stellt Monsieur de Rênal einen Hauslehrer an, was zu einer leidenschaftlichen Verbindung zwischen Julien de Sorel und Madame de Rênal führt. Ihr Tagebuch offenbart ihre Gedanken und Gefühle zu dieser unmöglichen Liebe und ehrt Stendhals "Rot und Schwarz". Annie Leclercs Werk erscheint nun erstmals auf Deutsch.
In einer Familiensaga, die sich über ein Jahrhundert und vier Generationen erstreckt, schildert Diane Meur Aufstieg und Fall einer Familie in Galizien. Jozef Zemka kennt wenig Skrupel, wenn es um seinen gesellschaftlichen Erfolg geht. Als es ihm gelingt, die Tochter des Barons von Kotz zu schwängern und damit die Heirat zu erzwingen, wähnt er sich am Ziel. Aber auf zwei Dinge ist er nicht vorbereitet: dass seine Frau ihm nur Töchter gebiert und dass bald ganz Polen sich in Aufruhr befindet. Mitreißend erzählt die junge Autorin Diane Meur von Verschwörern und Verehrern, von revoltierenden Bauern und skrupellosen Adligen - und von einer Ära, in der alle auf Befreiung setzten.
Léna und Jason lernen sich in der Pariser Metro kennen. Aus verhaltener Sympathie entsteht rasch Zuneigung, einige Wochen lang treffen sie sich jeden Tag an der Haltestelle Barbès. Für Léna sind diese Treffen Gelegenheit, ihrem bedrückenden Leben für kurze Zeit zu entkommen. Sie leidet unter ihrer despotischen, ans Bett gefesselten Mutter, für die sie aufopferungsvoll sorgt. Eines Tages jedoch kann Jason aufgrund eines Streiks in der Metro nicht wie vorhergesehen zu ihrem Treffen kommen ... Aniela, die aus Osteuropa geflüchtet ist und sich illegal in Paris aufhält, lernt schnell die Schattenseiten der Stadt kennen. Bald schon muß sie sich eingestehen, daß ihr Traum von einem besseren Leben in Paris eine Illusion war. Als sie Jason in der Metro kennenlernt, verliebt sie sich. Durch ihn schöpft sie Hoffnung in einer Welt, in der sie sich ausgegrenzt fühlt. Als sich jedoch die Wege von Aniela und Léna kreuzen, nimmt das Schicksal seinen fatalen Lauf.
Hure ist die Geschichte einer exzessiv gelebten Doppelexistenz: Eine junge Frau flieht vor der beklemmenden Enge ihres Elternhauses in der kanadischen Provinz in die Groεstadt. Dort beginnt die Literatur-Studentin, ihr Geld als Prostituierte zu verdienen und steigt zur begehrten Nobel-Hure auf. Die Freier sind gut situierte MΣnner, die ihre Professoren sein knnten oder ihre VΣter. Ihnen gibt sie sich mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination hin. Bald nicht mehr nur wegen des Geldes, sondern um ihre Weiblichkeit zu beweisen, zwischen Macht und Unterwerfung. Tag fr Tag schlpft die Studentin in die Rolle von „Cynthia“, der Frau mit dem perfekten Krper, die sich der mΣnnlichen Begierde ausliefert, im selben Maεe, wie sich ihre Mutter dieser Begierde verweigert hat. Von der Mutter, die fr die ErzΣhlerin eine „Larve“ bleibt, weil sie nie aus ihrem Kokon geschlpft ist, und vom Vater, der sich in seine ReligiositΣt verschlossen hat, versucht sich die junge Frau zu emanzipieren. Das Leben wird zum Befreiungsschlag, der so lange ber den eigenen Krper ausgefochten wird, bis „Cynthia“ ein anderes Mittel findet - die Sprache. Mit Hure hat Nelly Arcan einen provozierenden und zugleich poetischen Bericht einer zerrissenen Persnlichkeit und ihrer Suche nach sich selbst vorgelegt.
Poetisch, anrührend, unvergesslich! Jeden Sommer verbringt Aljoscha bei seiner französischen Großmutter Charlotte in Sibirien. Eines Tages findet er einen Koffer, angefüllt mit Bildern und Erinnerungsstücken aus ihrer Kindheit. Und so lässt sie vor den Augen ihres Enkels das Paris des Fin de Siècle auferstehen und entführt ihn aus dem tristen Sowjetalltag in eine faszinierende, versunkene Welt