Die Vertreibung der Kärntner Slowenen 1942-1945: Historischer Überblick, Zeitzeugenerzählungen, Briefe und Dokumente
262 Seiten
10 Lesestunden
Eine erstmals veröffentlichte Briefsammlung lässt die Kriegszeit der Deportierten wie auch der zu Hause Verbliebenen lebendig werden. Zahlreiche Fotografien und Dokumente geben Einblick in das sieben Jahre dauernde „Tausendjährige Reich“ Adolf Hitlers in Kärnten.
Paul Angerer – der beliebte, von seinem Publikum verehrte Moderator der Sendung „Capriccio“ auf Radio Stephansdom – hat vorübergehend seine sonore Stimme ruhen lassen und sich dem Schreiben gewidmet. Entstanden ist eine musikgeschichtlich faszinierende biographische Rundreise durch knapp acht Jahrzehnte. In Anekdoten und Geschichten erzählt Angerer mit sicherem Gespür für Pointen über Persönlichkeiten wie Igor Strawinsky, Herbert von Karajan, Bruno Walter, Lorin Maazel, Raoul Aslan, Friedrich Gulda u. v. m. Die musikalische Lebensgeschichte Paul Angerers – sorgfältig und liebevoll aufbereitet, begleitet von eindrucksvollen Fotografien und zahlreichen Bilddokumenten. Nicht nur für Capriccio-Fans! Ab November 2010 gibt es auch eine gekürzte Fassung als Hörbuch. Gelesen hat natürlich der Autor selbst, was für den erfahrenen Radio-Moderator eine leichte Aufgabe war. Angerer erzählt Geschichten und Episoden – umrahmt von speziell ausgesuchten Musikstücken.
Leopold Mozart war ein leidenschaftlicher Briefschreiber, der biographische Aufzeichnungen, Begegnungen sowie kulturelle und politische Ereignisse festhielt. Für ihn war alles, was er auf Reisen erlebte, von Bedeutung. Er ermutigte auch seine Familie, schriftlich zu berichten. Während der Reisen nach Wien 1762 und 1767/68 sowie der großen Reise von 1763 bis 1766 nach London und Paris richtete er seine Briefe an Johann Lorenz Hagenauer und ließ Kopien anfertigen, die Freunden zugänglich gemacht wurden. Gelegentlich vermerkte er 'Für sie allein', wenn der Inhalt vertraulich war. Auf den drei italienischen Reisen, die er mit seinem Sohn unternahm, adressierte Leopold die Briefe an seine Frau Maria Anna, doch die Antworten sind leider nicht erhalten geblieben. Von der Reise nach Paris mit Wolfgang und seiner Mutter sind jedoch fast alle Briefe überliefert. Es ist beeindruckend, wie Leopold die Reisen detailliert plante, Quartiere bestellte und Begegnungen mit Adligen und wichtigen Persönlichkeiten organisierte. Er wusste genau, wie und wo er sie treffen konnte, oft waren diese bereits vorgewarnt. Zudem war er über Reiserouten, Poststationen und die Möglichkeiten des Briefverkehrs gut informiert.