Die Geschichte der Freundschaft zwischen Tariq, Jochen und Judith ist die Geschichte eines Lebens zwischen politischer Radikalität und romantischen Träumen. Nachdem die Freundschaft zerbricht, nimmt Tariq als militanter Linker vor Gericht die Kronzeugenregelung in Anspruch und sucht die Nähe zum islamischen Terrorismus. Tariq, der begabte Sohn einer begüterten libanesischen Familie, und Jochen, der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt, kennen sich seit der Schulzeit. Sie verbindet die Liebe zur Mathematik - und zu Judith, die ihnen abwechselnd ihre Gunst schenkt. So bleibt es bis zum Abitur und durch die Jahre in Berlin: beide tief eingelassen in die politischen Diskussionen und den militanten Widerstand gegen den Staat. Der eine, schließlich Professor, steigt aus. Der andere, Tariq, wird in einem aufsehenerregenden Prozess zum Kronzeugen, zum Verräter an seiner eigenen Biografie und sucht die Nähe zum islamischen Terrorismus. Michael Wildenhain erzählt 40 Jahre deutscher Geschichte mitreißend und mit verblüffender Insider-Kenntnis der sozialen Milieus. Einige der Figuren dieses großen Generationenromans bleiben unvergesslich. Er ist geschrieben in einem Wissen - so der letzte Satz - »in dessen Licht die Bilder zu betrachten wir nun gezwungen sind, ad infinitum.«
Michael Wildenhain Bücher






Prinzenbad
- 108 Seiten
- 4 Lesestunden
Der Augenblick des Absprungs
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
Martin ist 15, seine Eltern sind geschieden, sein Bruder bereits ausgezogen, er selbst soll im nächsten Schuljahr in ein Internat. Seine Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Da begegnet ihm Gila wieder, eine ehemalige Trainingskameradin vom Turmspringen und: seine heimliche Liebe. Eigentlich hatte er sie so ziemlich aus den Augen verloren. Gleich nach der Schule war sie nach Berlin gegangen und in der Punker- und Obdachlosenszene untergetaucht. Der tägliche Kampf in den Straßen Berlins, aber auch ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit bestimmen seither ihr Leben. In das kleine Kaff war sie nur zurückgekehrt, um ihren inzwischen verstorbenen Vater zu beerdigen. So schnell wie Gila aufgetaucht ist, so schnell ist sie auch wieder auf dem Weg nach Berlin. Martin, den es erneut ganz schön erwischt hat, beschließt ihr zu folgen und kann sie tatsächlich auf einer Autobahnraststätte abfangen. Und nicht nur das: Gila nimmt ihn mit auf die Reise und scheint sogar endlich seine Gefühle zu erwidern. Doch kaum haben sie miteinander geschlafen, findet Martin sich Stunden später alleine im Zugabteil wieder. Gila ist nicht nur abgehauen, sie hat ihn auch noch ausgeraubt! Hatte sie ihn deshalb so nah an sich rangelassen? In Berlin angekommen, macht sich Martin erneut auf die Suche. Doch als er Gila endlich aufspürt, ist sie nicht allein, sondern zieht mit einem anderen Typen rum. Martin kann es nicht begreifen, hatte Gila nur mit ihm gespielt?
Vier Kids wollen über Pfingsten das große Abenteuer erleben. Erst sind sie nur heimliche Zuschauer, dann wollen zwei von ihnen unbedingt selber an einem geheimen Autorennen teilnehmen.
Alle gegen Lukas
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
Von Anfang an wird Lukas in der neuen Schule gemobbt. Besonders Emma, Fynn und Philipp haben es auf ihn und Amelie abgesehen. ‚So kann es nicht weitergehen!’, beschließt Lukas, nachdem er sich mit Amelie angefreundet hat - wie gerne wäre er doch genauso stark und groß wie sein Bruder! Eines Tages nimmt er all seinen Mut zusammen: Ohne jemanden zu verletzen, macht Lukas seinen Standpunkt klar. Fortan lassen Emma, Fynn und Philipp Lukas und Amelie in Ruhe.
Heimlich, still und leise
- 171 Seiten
- 6 Lesestunden
Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
- 120 Seiten
- 5 Lesestunden
Wird Künstliche Intelligenz nun menschlicher als der Mensch? Schon lange Zeit begleiten uns Faszination und Furcht vor Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz: Der preisgekrönte Autor Michael Wildenhain rollt exemplarisch ihre spannende Geschichte von vorne auf und untersucht, ob KI schließlich ein eigenes Bewusstsein entwickeln kann. Mit dem Launch von ChatGPT im November 2022 hat die Debatte um die Nutzung Künstlicher Intelligenz einen weiteren Höhepunkt erreicht. Michael Wildenhain erläutert anhand zentraler Stationen die Entwicklung und Rezeption Künstlicher Intelligenz: Von Literaten wie Mary Shelley hin zu den Pionieren des Programmierens wie Herbert A. Simon, Allen Newell und Alan Turing und den Philosophen Gottlob Frege und John Rogers Searle beschreibt den Werdegang der KI – und diskutiert fesselnd, inwieweit KI-Systeme bemessen am menschlichen Maßstab als intelligent betrachtet werden können, und ob es möglich ist, dass sie mit ihrer zunehmenden Komplexität ein eigenes Bewusstsein entwickeln, das uns Menschen schließlich überlegen sein könnte.
Die kalte Haut der Stadt
- 572 Seiten
- 21 Lesestunden
Mit heissem Herz
- 207 Seiten
- 8 Lesestunden
An einer Großstadtschule mit hohem Anteil an muslimischen Schülern fließt Blut, als während eines Gerangels plötzlich ein Messer gezogen wird. Draufhin werden alle Beteiligten verpflichtet, bei einer Inszenierung von ›Romeo und Julia‹ mitzuwirken - als Lehrstück darüber, wohin Feindseligkeiten zwischen Gruppen führen können. Doch als sich der türkische Hauptdarsteller und die Darstellerin der Julia - ein deutsches Mädchen - verlieben, machen die »Deutschen« mobil. Bald gehört die Messerepisode auf dem Klo zu einem der harmloseren Vorfälle an der Schule ...
Ein fremder Mann hat Mutter geküßt - diese Szene hat sich dem sechsjährigen Berliner Jungen tief eingebrannt. Sein Mißtrauen ist geweckt: Das Kinderfoto der Mutter zusammen mit einem unbekannten Gleichaltrigen beschäftigt ihn sehr. Und Jahre später, als die Mauer schon steht, ein erneutes Treffen mit jenem Günter, der wie ein Abgesandter aus der Vergangenheit erscheint. Die Ereignisse, die Michael Wildenhain in leiser und unvergeßlicher Intensität erzählt, haben fast ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte als Zeithintergrund. Sie beginnen in den sechziger Jahren, als es Paternoster, Muckefuck und tragbare Plattenspieler mit drei Geschwindigkeiten gab. Sie führen uns durch die Jahre der getrennten und zerrissenen Familien, die Passierschein-Zeit und das Labyrinth der Ängste auf beiden deutschen Seiten. Joachim, der Held dieses Romans voller Alltag und Zeitgeschichte, ist am Ende immer noch nicht sicher, ob dieser Mann aus dem Osten sein richtiger Vater ist. Doch als er, auf dem Höhepunkt der Erzählung, bei der Grenzkontrolle im Bahnhof Friedrichstraße in der Nachbarkabine seiner Mutter sitzt, erfährt er ihre Wahrheit über die traumatischen Vorgänge bei Kriegsende - Ur-und Schlüsselszenen der deutschen Tragödie.



