Faksimile mit Begleitheft im Schmuckschuber. Aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs waren bislang nur wenige Zeugnisse von Marieluise Fleißers Leben bekannt. Klaus Gültig, der Neffe der Autorin, entdeckte in ihrer ehemaligen Wohnung ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch im Folio-Format, das offenbar aus dem Jahr 1942 stammt. Es war für seine kleinen Neffen Klaus-Dieter und Gerd bestimmt, erreichte sie jedoch nie. Das Album enthält eine kunstvolle Collage von Figuren, die Fleißer aus Modezeitschriften ausgeschnitten und mit kleinen Landschaftsrequisiten zu spielerischen Handlungen zusammengestellt hat, ergänzt durch witzige Gelegenheitsverse. Obwohl das Bilderbuch einen privaten Charakter trägt, bietet es einen Kontrapunkt zum düsteren Alltag der Kriegs- und Nazi-Zeit, in der Fleißer von der literarischen Öffentlichkeit abgeschnitten war. Die Publikation legt das Album als Faksimile in originaler Größe vor, ergänzt durch ein Beiheft mit Erinnerungen von Klaus Gültig und biographischen Kontexten von Eva Pfister. Annette Hülsenbeck beleuchtet Fleißers Interesse an Mode und rekonstruiert die Herkunft der Collage-Elemente. Das Album wurde erstmals auf dem Erlanger Poetenfest Ende August 2014 vorgestellt. Marieluise Fleißer (1901-1974) war eine bedeutende Autorin, deren Werke in der Zeit des Nationalsozialismus verfemt wurden. Nach Jahren der Stille erlebte ihr Werk 1964 eine Wiederentdeckung. Der Herausgeber Karl Manfred Fischer war pe
Marieluise Fleißer Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Bibliothek Suhrkamp: Die List
- 111 Seiten
- 4 Lesestunden
Gesammelte Werke
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Aus der Kupferstrasse
- 227 Seiten
- 8 Lesestunden
German
Gesammelte Werke 2274-2277
- 1782 Seiten
- 63 Lesestunden
Die vierbändige Werkausgabe enthält alle Dramen, den Roman Eine Zierde für den Verein, die Erzählungen, Aufsätze, bisher nicht publizierte Texte aus dem Nachlass und einen einführenden Essay des Herausgebers Günther Rühle.Band 1: DramenBand 2: Romane. Erzählende Prosa. AufsätzeBand 3: Gesammelte ErzählungenBand 4: Aus dem Nachlaß
Marieluise Fleißer erregte im Jahre 1929 Aufsehen durch ihr Theaterstück »Pioniere in Ingolstadt«.Sie wurde bekannt durch ihre Begegnung mit Brecht und Feuchtwanger. Unter Hitler hatte sie Schreibverbot.Die hier vorgelegte Auswahl sammelt ernste und heitere Texte und zeigt die eigenwillige Kunst der Erzählerin.Die Dreizehnjährigen. Stunde der Magd. Moritat vom Institutfräulein. Abenteuer aus dem Englischen Garten. Gustl ein Schwimmer und Retter. Der Venusberg. Der Rauch. Er hätte besser alles verschlafen. Das Pferd und die Jungfer. Die im Dunkeln.
Eine Zierde für den Verein. Roman vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen
- 204 Seiten
- 8 Lesestunden
In der vermeintlichen Idyllik einer deutschen Provinz in den Jahren vor 1933 sucht Gustl Amricht, Kleinstädter, Zigarrenladeninhaber und Schwimmphänomen, die Nähe von Frieda Geier, erobert und heiratet sie. Aber an der Selbständigkeit Friedas prallen »die natürlichen Machtmittel des Mannes« ab, sie läuft ihm davon, und der Enttäuschte stürzt sich mit großem Entschluß auf die wichtige Aufgabe: er wird wieder der erstklassige Krauler, der aus seinem mannhaften Körper das letzte für seinen Verein herausholt.
Der Tiefseefisch
- 187 Seiten
- 7 Lesestunden
Ein Schriftsteller-Paar lebt in einem gemieteten möblierten Zimmer miteinander. Sie verdient ausreichend, um über die Runden zu kommen, wenn auch in ärmlichen Verhältnissen. Er jedoch lebt über seinen Möglichkeiten. Und was ihm fehlt, das nimmt er wie selbstverständlich von ihr. Sie kann ihn nicht dazu bringen, seine Ausgaben zu überdenken. Wenn ein Anzug verschleißt, kauft er zwei neue. Er hat Prämissen, von denen er nicht abweicht. Sie verzweifelt an seiner Sturheit. Er macht sie für alle Mißerfolge verantwortlich. Die Zeitung druckt seine Artikel nicht mehr. Bald verdient nur noch sie Geld, das ihr Überleben sichern kann. Er erträgt diesen Zustand nicht. Als sich alles zum Schlechten wendet, und auch sie ihre Texte nicht mehr publizieren kann, zerbricht die Beziehung an der Exzentrik ihres Mannes.Kurz vor ihrem Tod 1974 ist die Bearbeitung Marieluise Fleißers dieses früheren Fragments ein Schlußwort, eine Auseinandersetzung mit Personen, Bindungen und Einflüssen, die sie vor ihrem Kontakt zu Bertolt Brecht pflegte.
Ein Pfund Orangen und neun andere Geschichten
- 137 Seiten
- 5 Lesestunden
Der Apfel. Briefe aus dem gewöhnlichen Leben. Stunde der Magd. Die Dreizehnjährigen. Ein Pfund Orangen. Das Märchen vom Asphalt. Die Ziege. Das kleine Leben. Die arme Lovise. Abenteuer aus dem Englischen Garten.
"'Iche schreibe des Leben', sagt Marieluise Fleißer, die den Zustand des Frauenlebens in Deutschland am eigenen Leib erfahren und in Sprache verwandelt hat. Ihre Ingolstädter Stücke, deren Uraufführungen in den 20er Jahren zum Skandal führten, zeigen Kleinstädter, deren doppelte Moral jeden Emanzipations-prozeß abschnürt wie ein Korsett aus Gewohnheit, Aberglauben und Engstirnigkeit. Und sie zeigen, um was es der Fleißer geht : um Glück, Liebe, Angstlosigkeit und Klarheit."--taken from back cover.
Eine Zierde für den Verein
- 201 Seiten
- 8 Lesestunden
In der vermeintlichen Idyllik einer deutschen Provinz in den Jahren vor 1933 sucht Gustl Amricht, Kleinstädter, Zigarrenladeninhaber und Schwimmphänomen, die Nähe von Frieda Geier, erobert und heiratet sie. Aber an der Selbständigkeit Friedas prallen »die natürlichen Machtmittel des Mannes« ab, sie läuft ihm davon, und der Enttäuschte stürzt sich mit großem Entschluß auf die wichtige Aufgabe: er wird wieder der erstklassige Krauler, der aus seinem mannhaften Körper das letzte für seinen Verein herausholt.













