Der Fotokünstler präsentiert in diesem Werk eine beeindruckende Sammlung neuer Arbeiten sowie ikonischer Bilder aus der Vergangenheit. Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch persönliche Texte des Künstlers, die Einblicke in die verschiedenen Werkgruppen bieten. Diese Kombination aus Bild und Wort ermöglicht dem Leser ein tieferes Verständnis für die künstlerische Vision und die Hintergründe der Fotografien.
Figures & Places ; ausgewählte Werke von 1978 bis 2000 ; [... anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main vom 28.9.2001 bis 3.3.2002]
207 Seiten
8 Lesestunden
Dieser reich illustrierte Band ist eine umfassende Übersicht über das Werk von Jeff Wall. Er vereint Fotografien aus den Anfängen von Walls Karriere in den 1970er Jahren bis zur Gegenwart. Das Buch enthält die bekanntesten Werke des Künstlers sowie aktuelle, bisher unveröffentlichte Materialien und ein Interview mit dem Künstler.
Die erste große Sonderausstellung in der neuen Kunsthalle Mannheim widmet sich dem internationalen Fotokünstler Jeff Wall (* 1946). Sein Markenzeichen sind großformatige Dialeuchtkästen, die wie sorgfältig komponierte Film-Stills wirken. Der studierte Kunsthistoriker knüpft mit seinen Werken vielseitige Verbindungen zur Kunstgeschichte und wird aufgrund seiner aufwändigen Inszenierungen immer wieder mit den Meistern der Moderne wie Eugène Delacroix und Edouard Manet verglichen. In der Kunsthalle Mannheim liegt ein besonderer Fokus auf Konstellationen, die das fotografische Medium in Form einer Spurensuche präsentieren. Neben Dialeuchtkästen und Schwarz-Weiß-Fotografien werden als dritte wichtige Werkgruppe seine farbigen C-Prints gezeigt. Die mit internationalen Leihgaben bestückte Schau ermöglicht einen neuen Blick auf Arbeiten des Künstlers, die bisher selten in Ausstellungen gezeigt wurden. Eine Kooperation mit dem Mudam Luxembourg (Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean), wo die Ausstellung im Anschluss präsentiert wird.
Jacques Herzog and Jeff Wall are among art and architecture’s most successful representatives, and Herzog & de Meuron’s architecture in the art domain (e. g. Tate Modern, London) has, since the 70s, attracted particular attention. Wall, for his part, has repeatedly in his motifs sought dialogue with architecture. His photography of Herzog & de Meuron’s „Dominus Winery“ (1999) in California represents the point of departure for a discussion on the relationship between art and photography. Questions arise as a result on topics such as 'photogenic architecture', the construction of pictures and buildings, and the time factor.
Fred Herzog wurde vor allem durch seinen ungewöhnlichen Einsatz von Farbe in den 1950er- und 1960er-Jahren bekannt, einer Zeit, in der Kunstfotografie fast ausschließlich mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen in Verbindung gebracht wurde. Mehr als 50 Jahre lang arbeitete der kanadische Fotograf nahezu ausschließlich mit Kodachrome-Diafilmen, und erst im vergangenen Jahrzehnt ermöglichte es ihm der technologische Fortschritt, archivalische Pigmentdrucke herzustellen, die den außergewöhnlichen Farben und der Intensität der Kodachrome-Dias entsprechen. In dieser Hinsicht können seine Fotografien als Prototyp für die New-Color-Fotografen der 1970er-Jahre gelten. Diese Monografie vereint mehr als 230 Aufnahmen, von denen ein Großteil nie zuvor reproduziert wurde, und enthält zudem Beiträge gefeierter Autoren wie David Campany und Hans-Michael Koetzle. Fred Herzog ist die bislang umfassendste Publikation zum Werk dieses bedeutenden Fotografen.