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Heide Wunder

    Dynastie und Herrschaftssicherung in der Frühen Neuzeit
    Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen und seine Residenz Kassel
    Reformation - Konfession - Konversion
    Deutsche Frauen der Frühen Neuzeit
    Einführung in die Geschichtswissenschaft I. Grundprobleme, Arbeitsorganisation, Hilfsmittel. Studienbücher Moderne Geschichte 1
    "Er ist die Sonn, sie ist der Mond"
    • "Er ist die Sonn, sie ist der Mond"

      • 367 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Die renommierte deutsche Sozialhistorikerin Heide Wunder untersucht das kosmische Bild aus dem Buch der ehelichen Disziplin von 1578 und veranschaulicht die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau. Während "Er ist die Sonne, sie ist der Mond" heute Dominanz und Unterordnung suggerieren mag, spiegelte es ursprünglich den unterschiedlichen, aber gleichwertigen Status der Ehepartner wider. Wunder betont, dass das Verständnis der Geschichte von Frauen und Geschlechterverhältnissen entscheidend für Einblicke in die gesellschaftliche Organisation und politische Handlungen ist. Sie untersucht sowohl die tatsächlichen Umstände als auch die normativen Regeln, die das Leben von Frauen leiten, und enthüllt die Fähigkeiten, die für die Haushaltsführung, Ernährungspraktiken, Wohnungsinrichtungen, verfügbare Verhütungsmittel und die Rolle der Frauen in bäuerlichen Protesten notwendig sind. Im Gegensatz zur vorherrschenden Erzählung von Verlusten für Frauen entdeckt sie eine Geschichte der Gewinne und hebt die Normalität der Regentschaft adliger Frauen sowie die gemeinsamen Verantwortlichkeiten der Ehepartner in verschiedenen häuslichen und wirtschaftlichen Kontexten hervor. Durch die Nutzung vielfältiger Quellen wie Memoiren, Predigten, Romane und demografische Daten präsentiert Wunder ein überraschendes neues Bild der Frauen der frühen Neuzeit und bereichert unser Verständnis von Europa in dieser Zeit.

      "Er ist die Sonn, sie ist der Mond"
      3,6
    • Das zentrale Thema der hier vereinigten 13 Beiträge ist die Bedeutung von Konfession und Konfessionswechsel für die Herrschaftsausübung im Reformationszeitalter. Die Arbeiten stammen von einer Tagung im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden und präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse zum wenig untersuchten Verhältnis von Adel und Religion in den Vorläuferterritorien des Herzogtums Nassau in der Frühen Neuzeit. Dabei werden lutherische, reformierte und katholische Konfessionen sowie deren Wechselwirkungen betrachtet. Im Mittelpunkt steht die Rolle der regierenden Reichsgrafen und des Niederadels, insbesondere der mittelrheinischen Reichsritterschaft, im komplexen herrschaftlichen und konfessionellen Gefüge der Region. Eine zentrale Fragestellung ist, inwiefern Glaubenswechsel die Herrschaftsausübung beeinflussten: Erweiterten sie die Handlungsspielräume oder führten sie zu Konflikten? Welche Auswirkungen hatte der neue Glaube des Landesherrn auf die Untertanen? Die Beiträge beleuchten konfessionelle Profile, Netzwerke, die Entwicklung neuer Eliten, Religionsprozesse vor dem Reichskammergericht, konfessionsverschiedene Ehen, Aspekte religiöser Kunst sowie die Situation der jüdischen Bevölkerung im Reformationszeitalter. Der Band ist reich bebildert und enthält ein Personenregister.

      Reformation - Konfession - Konversion
    • Die Beiträge aus Geschichts-, Kunst- und Literaturwissenschaften bieten neue Einblicke in die Herrschaftsstrukturen des Alten Reichs. Unter dem Blickwinkel der Geschlechterforschung wird die Analyse der regierenden Dynastien und deren Streben nach Kontinuität und Prestige sichtbar. Dabei wird ein komplexes System von Personenkonstellationen aufgedeckt, das der dynastischen Herrschaftssicherung diente. Während die Bedeutung standesgemäßer Heiratsverbindungen und die männliche Vererbung der Herrschaft bekannt sind, wird hier die oft jahrelange vormundschaftliche Regentschaft von Müttern oder Großmüttern unmündiger Nachfolger hervorgehoben, die entscheidend für den Erhalt der Herrschaft war. Dieser Aspekt, der in zeitgenössischer juristischer Literatur behandelt wird, wurde in der bisherigen Forschung meist nur als Ausnahme betrachtet, stellt jedoch einen charakteristischen Zug frühneuzeitlicher Herrschaft dar. Auch das „regierende Paar“ war zentral für die Herrschaftssicherung, da die Fortdauer der Herrschaft nicht nur von der Nachkommenschaft, sondern auch von der Mitwirkung der Fürstin an der Selbstdarstellung der Dynastie in der höfischen und politischen Welt des 17. und 18. Jahrhunderts abhing. Fürstinnen agierten als Mäzeninnen und Förderinnen von Künstlern, gestalteten ihre Schlösser und waren Expertinnen für moderne Innenausstattung. Die „Weiberrepubliken“ der Reichsklöster und die Frauen in Adelsgeschlechtern gehörten eb

      Dynastie und Herrschaftssicherung in der Frühen Neuzeit