Bartel Leendert van der WaerdenReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
2. Februar 1903 – 12. Jänner 1996
Bartel Leendert van der Waerden war ein niederländischer Mathematiker und Mathematik-Historiker. Seine Arbeit konzentrierte sich auf die Mathematik und ihre Geschichte. Er beschrieb mathematische Konzepte und deren Entwicklung.
Diese Sammlung von Vorlesungen erschien 1958 zum ersten Mal. Sie stellt in allgemein verständlicher Weise die Ursprünge und die physikalischen Probleme dar, die zur Entwicklung der Quantenmechanik geführt haben. Werner Heisenberg lässt Epochen der Physik Revue passieren, die das Weltbild verändert und den Menschen zum Umdenken gezwungen haben. Er erörtert die Gedanken der modernen Physik in einer verständlichen Sprache, studiert ihre philosophischen Folgen und vergleicht sie mit anderen Traditionen.
Der Autor wurde am 2.2.1903 in Amsterdam geboren. Im Jahre 1924 ging er als Student nach Gttingen und wurde dort mit Emmy Noether und der abstrakten Algebra bekannt. Sein Hauptinteresse galt damals vor allem der Begrndung der algebraischen Geometrie mit Hilfe der neuen algebraischen Methoden. Als er im Jahre 1926 als junger Doktor mit einem Rockefeller-Stipendium nach Hamburg kam, hatte er Gelegenheit, eine didaktisch hervorragende Algebra-Vorlesung von Emil Artin zu hren. Die Ausarbeitung, die er von dieser Vorlesung machte, wurde zum Kern des vorliegenden Werkes. Es erschien zuerst 1930 bis 1931 unter dem Titel "Moderne Algebra" in der Sammlung "Grundlehren der mathematischen Wissenschaften". In der Folge wurde das Werk in die englische, russische und chinesische Sprache bersetzt. Im Jahre 1928 wurde der Autor Professor an der Universitt Groningen. Seit 1951 lebte und arbeitete er bis zu seiner Emeritierung in Zrich als Professor an der dortigen Universitt. Heute lebt er in Zrich.
Unter Benutzung von Vorlesungen von E. Artin und E. Noether - Fünfte Auflage
312 Seiten
11 Lesestunden
Das vorliegende Werk von B. L. VAN DER WAERDEN nimmt eine außergewöhnliche Stellung unter den mathematischen Lehrbüchern ein. Seit seinem ersten Erscheinen im Sommer 1930 haben Generationen von Mathematikern, insbesondere im deutschsprachigen Raum, nach ihm die Algebra gelernt. Für viele Studenten war es der Einstieg in die höhere Mathematik und der erste Schritt in eine wissenschaftliche Laufbahn. Der langanhaltende Erfolg dieses Lehrbuchs wirft die Frage nach seinem Geheimnis auf. Verschiedene Autoren haben versucht, Verbesserungen durch breitere Grundlagen, vereinfachte Argumentation oder größere Vollständigkeit zu erreichen, jedoch blieb der Erfolg unerreicht. Im Vergleich zu anderen berühmten Lehrbüchern der Vergangenheit, wie den EULER'schen und WEBER'schen "Algebra," dem HILBERTschen "Zahlbericht" oder der SERRE'schen "Cohomologie galoisienne," zeigt sich, dass nicht die systematische Vollständigkeit oder die fraglose Vollkommenheit den Erfolg ausmachen. Vielmehr ist es die einzigartige Kombination von didaktischem Geschick und tiefem mathematischen Verständnis, die dieses Werk zu einem unvergleichlichen Lehrbuch gemacht hat.