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Peter Baumanns

    7. Jänner 1935 – 25. Oktober 2023
    Kant als Bezugspunkt philosophischen Denkens
    Kants Philosophie der Erkenntnis
    Philosophische Bibliothek - 239: Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre
    Fichtes Wissenschaftslehre
    Die Seele-Staat-Analogie im Blick auf Platon, Kant und Schiller
    Kants Ethik
    • Immanuel Kant zahlt zu denjenigen Philosophen, die man nicht ohne Schaden für das Niveau der Reflexion ignorieren kann. Seine skeptisch-experimentelle Methode sowie seine mit der „Revolution der Denkart“ verbundene Kritik einer dogmatischen Verfahrensart in der Metaphysik einerseits und seine substantiellen Leistungen bei der begrifflichen Klärung und Begründung der Prinzipien von Natur und Moral andererseits machen ihn zu einem allgegenwärtigen Bezugspunkt philosophischen Denkens. Selbst diejenigen, die seit Hegel der Wirklichkeitserschliessung durch Transzendentalphilosophie und Kritizismus misstrauen und deshalb auch andere Wege in Naturphilosophie und Ethik einschlagen, kommen nicht an einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Bezugspunkt Kant vorbei. Insofern fuhren auch heute noch alle Denkwege gleichsam über Königsberg, wo auch immer sie ansetzen und enden. Entsprechend beziehen sich auch die Texte dieses Bandes teils affirmativ, teils kritisch, teils exegetisch, teils historisch auf die Philosophie Kants. Die Autoren widmen ihre Beitrage dem Bonner Kantforscher Peter Baumanns, in dessen Werk die theoretische wie praktische Philosophie Kants, neben dem Denken Fichtes, den Schwerpunkt der Forschungen bildet.

      Kant als Bezugspunkt philosophischen Denkens2010
    • Schillers philosophische Schriften reflektieren die Analogie zwischen Seele und Staat. Er erkennt die Doppelnatur der Seele, die bei Platon als Gegensatz zwischen Vernunft und Begierde und bei Kant als Gegensatz zwischen praktischer Vernunft und egoistisch-altruistischer Sinnlichkeit erscheint. Platon beruft sich auf die Idee der Gerechtigkeit im Kontext des Guten, während Kant die Harmonie zwischen Intellekt und Sinnlichkeit, einschließlich ästhetischem Gemeinsinn und moralischem Gefühl, der metaphysischen Beziehung zwischen Subjekt und Objekt überlässt. Schiller entwickelt seine „Metaphysik des Schönen“ und interpretiert die Verbindung von Sinnlichkeit und Vernunft als „Freiheit in der Erscheinung“, gestützt auf Kants Konzept des subjektiven und objektiven Intelligiblen. Er nutzt Kants Terminologie des „Geistes in uns“ und des „großen Geistes der Natur“, ohne sich auf spekulative Identitätsphilosophie zu stützen. Dies ermöglicht eine konsistente Lesart, insbesondere hinsichtlich der Analogie zwischen dem „ästhetischen Zustand der Seele“ und dem „ästhetischen Staat“ sowie der „ästhetischen Erziehung des Menschen“. Schiller erweitert Kants Subjektsbegriff nicht um kulturhistorische Perspektiven, sondern bereichert ihn durch ästhetische Ausgestaltung.

      Die Seele-Staat-Analogie im Blick auf Platon, Kant und Schiller2007
    • Philosophische Bibliothek - 239: Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre

      Vorerinnerung, Erste und Zweite Einleitung, Erstes Kapitel (1797/98)

      • 129 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der 1797/1798 begonnene Versuch, dem Zeitgenossen eine „wohltuende Faßlichkeit“ zugebilligt hatten, liefert innerhalb der einleitenden Standpunkts- und Methodenkritik einen Schlüssel zur Wissenschaftslehre, der auf die Grundlage von 1794/95 passt, dessen Brauchbarkeit für die neue Darstellung jedoch durch deren Tendenz zu einem neuen Systemstandpunkt verhindert wird. So reiht er sich in die Folge jener Übergangswerke ein, die für Fichtes Arbeit zwischen 1794 und 1804 charakteristisch sind.

      Philosophische Bibliothek - 239: Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre1984