Heimliche Erinnerungen an Deutschland Das Umschlagbild zeigt einen Vater Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit seinen drei Söhnen: Karl, Ludwig und – als jüngstem – Julius Posener. Das Bild strahlt die Sicherheit und Zuversicht einer großbürgerlichen jüdischen Familie aus. Eine trügerische Sicherheit. Der Nationalsozialismus vertrieb die drei an unterschiedliche Enden der Welt: Karl, den Ältesten, ins Exil nach Australien, wo er schon 1946 starb; Ludwig nach Palästina; und Julius über England nach Malaysia. In Kuala Lumpur, wo er Architektur lehrte, schrieb Julius Posener in der ihm noch fremden englischen Sprache seine Erinnerungen. Sie sind schärfer, direkter – und bitterer – als die Erinnerungen, die er im Alter in seiner Muttersprache verfasste und 1990 unter dem Titel 'Fast so alt wie das Jahrhundert' veröffentlichte. Es scheint, als würde das Brennglas des Exils Details vergrößern – die kindliche Schutzlosigkeit, die erwachende Sexualität, den eigenen Antisemitismus und die drohende Ausgrenzung – und so das eigene Leben wie die Brüche der Zeit umso plastischer hervortreten lassen. Das Buch ist auch – heimlich niedergeschrieben in der kolonialen Gesellschaft, die weder von Deutschen noch von Juden etwas wissen wollte – eine verstohlene Liebeserklärung an die verlorene Heimat.
Julius Posener Bücher






Otto Bartning
- 40 Seiten
- 2 Lesestunden
Adolf Loos 1870 - 1933
- 19 Seiten
- 1 Lesestunde
Hausbau und dergleichen
- 139 Seiten
- 5 Lesestunden
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Schinkel zu Ehren
- 416 Seiten
- 15 Lesestunden
Berlin auf dem Wege zu einer neuen Architektur
- 648 Seiten
- 23 Lesestunden
Fast so alt wie das Jahrhundert
- 312 Seiten
- 11 Lesestunden
Posener, 1904 in Berlin als Sohn einer gutsituierten jüdischen Familie geboren, erinnert sich an Kindheit und Jugend, an die Stationen der Emigration, an die späte Rückkehr in das äneueä Berlin.
Berlin - Denkmal oder Denkmodell?
Architektonische Entwürfe für den Aufbruch in das 21. Jahrhundert
- 296 Seiten
- 11 Lesestunden
German
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