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Thomas Bernhard

    9. Februar 1931 – 12. Februar 1989

    Thomas Bernhard, ein österreichischer Autor, zählt zu den herausragendsten deutschsprachigen Schriftstellern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Obwohl er international vor allem für seine Romane gefeiert wird, war er auch ein produktiver Dramatiker. Seine Figuren, oft in lebenslange und endlose Großwerke vertieft, setzen sich mit Themen wie Selbstmord, Wahnsinn und Besessenheit auseinander und pflegen, wie Bernhard selbst, eine Hassliebe zu Österreich. Seine Prosa ist aufwühlend und doch nüchtern, philosophisch im Hintergrund, mit einer musikalischen Kadenz und viel schwarzem Humor, und bietet den Lesern ein intensives und provokatives Leseerlebnis.

    Thomas Bernhard
    Auslöschung
    Auslöschlung
    Die Autobiographie, Die Ursache / Der Keller / Der Atem / Die Kälte / Das Kind
    Werke 10. Die Autobiographie
    Der Briefwechsel
    Die Romane
    • Die Romane

      • 1840 Seiten
      • 65 Lesestunden

      Ein Schriftsteller wollte er nicht sein, vielmehr „jemand, der schreibt“. Zugleich begriff er sich als „Geschichtenzerstörer“ und „Übertreibungskünstler“, wurde von andern als „Misanthrop“ oder „Alpenbeckett“ charakterisiert. Eins steht bei solch unterschiedlichen Ansichten fest: Bernhards Werke, die Prosa wie die Dramen, zählen unbestritten zur Weltliteratur und sind in annähernd 50 Sprachen auf dem Erdball zu lesen. Die vorliegende Quarto-Ausgabe präsentiert seine neun Romane im gesicherten Textbestand – vom Debütroman Frost aus dem Jahr 1963 über Das Kalkwerk und Korrektur bis zum gewaltigen Schlußband Auslöschung von 1986. Martin Huber und Wendelin Schmidt-Dengler beschreiben Entstehung, Relevanz und Wirkung des Bernhardschen Romanwerks in einem ausführlichen Schlußessay. Dieser Band bietet im Vergleich zu den Einzelbänden eine Preisersparnis von 71%.

      Die Romane
      4,8
    • Der Briefwechsel

      • 869 Seiten
      • 31 Lesestunden

      Mit 30 Jahren und ohne Resonanz auf seine drei veröffentlichten Gedichtbände, überzeugt von seinem schriftstellerischen Können, wandte sich Thomas Bernhard im Oktober 1961 an Siegfried Unseld: "Vor ein paar Tagen habe ich an Ihren Verlag ein Prosamanuskript geschickt. Ich kenne Sie nicht, nur ein paar Leute, die Sie kennen. Aber ich gehe den Alleingang." Obwohl der Suhrkamp Verlag das Manuskript ablehnte, begannen der Alleingänger und der Verleger mit der Veröffentlichung von Bernhards erstem Roman "Frost" 1963 eine gemeinsame Reise in die Weltliteratur. In etwa 500 Briefen zwischen beiden entfaltet sich ein einzigartiges Zwei-Personen-Schauspiel: Mal ist es eine Tragödie, wenn Bernhard seine bekannten Schimpftiraden auf den Verleger loslässt, während dieser auf die Überzeugungskraft des Arguments setzt. Dann wird Unseld zum Helden, wenn Bernhard 1973 schreibt: "mit grösster Aufmerksamkeit, mit allen Möglichkeiten, gehe ich gern mit Ihnen." 1984 agieren sie als Kämpfer für die Literatur bei der Beschlagnahme von "Holzfällen". Das Beziehungsdrama dominiert, während der Autor unabdingbare Forderungen stellt und der Verleger erkennt, dass Bernhards rücksichtslose Selbstbezogenheit für seine Produktivität notwendig ist. Ein solcher dramatischer Briefwechsel, in dem bei jeder Zeile alles auf dem Spiel steht, ist dem Publikum bislang unbekannt.

      Der Briefwechsel
      4,6
    • Werke 10. Die Autobiographie

      • 579 Seiten
      • 21 Lesestunden

      "DIE URSACHE" UND IHRE FOLGEN: In fünf Erzählungen zwischen Dichtung und Wahrheit legt Thomas Bernhard offen, wie er der Schriftsteller wurde, der er war - von der Kindheit über die Internatszeit in Salzburg, die Lehre und das Studium bis zur Isolation des Achtzehnjährigen in einer Lungenheilstätte. Wer die Welt des Thomas Bernhard verstehen will, findet hier den Schlüssel: "Das ist die Geschichte eines jungen Menschen, auf dem eigentlich nur herumgetrampelt worden ist, sei es von Seiten der Stadt, ihrer Bewohner, der Verwandtschaft, ganz gleich." (Thomas Bernhard)

      Werke 10. Die Autobiographie
      4,6
    • „DIE URSACHE“ UND IHRE FOLGEN: In fünf Erzählungen zwischen Dichtung und Wahrheit legt Thomas Bernhard offen, wie er der Schriftsteller wurde, der er war – von der Kindheit über die Internatszeit in Salzburg, die Lehre und das Studium bis zur Isolation des Achtzehnjährigen in einer Lungenheilstätte. Wer die Welt des Thomas Bernhard verstehen will, findet hier den Schlüssel: „Das ist die Geschichte eines jungen Menschen, auf dem eigentlich nur herumgetrampelt worden ist, sei es von Seiten der Stadt, ihrer Bewohner, der Verwandtschaft, ganz gleich.“ (Thomas Bernhard)

      Die Autobiographie, Die Ursache / Der Keller / Der Atem / Die Kälte / Das Kind
      4,7
    • Auslöschung

      Ein Zerfall

      »Auslöschung« ist der Titel einer Niederschrift, die Franz-Josef Murau in seinem letzten Lebensjahr in Rom verfaßt hat und die Thomas Bernhard zugänglich macht. Diese Aufzeichnungen waren für Murau unumgänglich geworden, da in ihnen ein Thema im Zentrum steht, das seine ganze Existenz zerstört hat, nämlich seine Herkunft. Dieser »Herkunftskomplex« läßt sich mit dem Namen eines Ortes bezeichnen: Wolfsegg. Hier ist Murau aufgewachsen, hat er den Entschluß gefaßt, daß er, will er sich, seine geistige Existenz retten, Wolfsegg verlassen muß. Obwohl er deshalb beabsichtigt, Wolfsegg zu meiden, muß er dennoch dorthin reisen: seine Eltern und sein Bruder sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Dieser erneute Wolfsegg-Aufenthalt macht Murau deutlich, daß er sich von Wolfsegg endgültig lösen muß. Er faßt den Entschluß, über Wolfsegg zu schreiben, und zwar mit dem Ziel, das in diesem Bericht »Beschriebene auszulöschen, alles auszulöschen, das ich unter Wolfsegg verstehe, und alles, das Wolfsegg ist«.

      Auslöschung
      4,5
    • Werke, Band 4. Korrektur

      • 380 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Korrektur erschien erstmals vor dreißig Jahren. Mit ihm erreicht Bernhards »Frühwerk« den Kulminationspunkt: Der Versuch des Erzählers, das Hauptwerk des durch Selbstmord früh aus dem Leben geschiedenen, in Cambridge lehrenden Österreichers mit Namen Roithamer zu korrigieren und zur Vollendung zu bringen, scheitert.

      Werke, Band 4. Korrektur
      5,0
    • Mit dem Geld seines ersten Literaturpreises und einem Honnorarvorschuß seines Verlegers hat Thomas Bernhard 1964 den verfallenen Vierkanthof Obernathal in Ohlsdorf bei Gmunden erworben und - damals noch einigermaßen bei Gesundheit - an seinem Ausbau mitgearbeitet.Einige Jahre später kam die Krucka, ein altes Bauerngehöft auf dem Grasberg nahe dem Traunsee hinzu, schließlich das abseits gelegene Haus am Waldrand in Ottnang mit dem Blick hinüber nach Wolfsegg.Hier schloß er sich ein, um zu schreiben, und von hier flüchtete er - in den von ihm geliebten Mediterannée. Doch regelmäßig kehrte er stets nach wenigen Wochen oder Monaten in die Welkt seiner Häuser zurück, und bis zuletzt lag ihm die Perfektion ihrer Einrichtung am Herzen.Dieses Buch dokumentiert Thomas Bernhards große Passion - seine Häuser. Erika und Wieland Schmied, seine Nachbarn und Freunde, waren Augenzeugen von Bernhards Umgang mit seinen Häusern, ihrem Ausbau, ihrer Einrichtung. Wieland Schmied beschreibt, was sie für Bernhard bedeutet haben, und wie sich seine Einstellung zu ihnen im Laufe der Jahre verändert hat.Die Fotos von Erika Schmied zeigen Thomas Bernhard über mehr als zwei Jahrzehnte in seinen Häusern und stellen schließlich die Möbel vor, die er für seine Wohnung in Gmunden entworfen hat.

      Thomas Bernhards Häuser
      5,0
    • Auslöschung. Werke 9

      • 572 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Auslöschung ist der letzte von Thomas Bernhard publizierte Roman. Die ersten Überlegungen zu diesem von ihm selbst als »opus magnum« bezeichneten Werk reichen jedoch bis in die Mitte der siebziger Jahre zurück. Niedergeschrieben wird der Bericht des Franz-Josef Murau über die Auslöschung seiner Eltern und seines Bruders zu Beginn der achtziger Jahre. Zwanzig Jahre später gilt das Buch als die definitive literarische Auseinandersetzung mit der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, mit dem »katholisch-nationalsozialistischen« Komplex, wie er sich am Verhalten der Familie der Eigentümer von Schloß Wolfsegg prototypisch ablesen läßt. Thomas Bernhards umfangreichster Roman muß als die Summe seines literarischen Schaffens gelten: Um dem »Herkunftskomplex« zu entrinnen, muß man die Gegenrichtung einschlagen, sich selbst eine »Antiautobiografie« erarbeiten und erschreiben.

      Auslöschung. Werke 9
      4,5
    • Die Kälte

      • 150 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Mit der Einweisung in die Lungenheilstätte Grafenhof endet der dritte Teil von Thomas Bernhards Jugenderinnerungen, und ein neues Kapitel in der Leidensgeschichte des Achtzehnjährigen beginnt.Ein Schatten auf seiner Lunge verbannt ihn in die isolierte Welt des Sanatoriums, aus der es so leicht kein Entrinnen gibt. Ärzten, Pflegepersonal und Mitpatienten ausgeliefert, toben in ihm die widersprüchlichsten Gefühle. Mit nichts als Hoffnungslosigkeit konfrontiert, schwankt er immer wieder zwischen absoluter Anpassung und Auflehnung.

      Die Kälte
      4,3
    • Korrektur

      • 362 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Durch sein aus dem Rahmen fallendes Handelnstellt ein Wissenschaftler den Sinn unseresHandelns in Frage

      Korrektur
      4,3
    • Von einer Katastrophe in die andere

      13 Gespräche mit Thomas Bernhard

      Thomas Bernhard spricht mit Viktor Suchy, Armin Eichholz, Brigitte Hofer, Nicole Casanova, Erich Böhme/Hellmuth Karasek, Niklas Frank, Jean-Louis de Rambures, Rita Cirio, Peter Mörtenböck, Patrick Guinand, Andreas Müry, Asta Scheib und Conny Bischofsberger/Heinz Sichrovsky. Mit einem Vorwort von Wendelin Schmidt-Dengler und einem Nachruf von Elfriede Jelinek.

      Von einer Katastrophe in die andere
      4,0
    • Über allen Gipfeln ist Ruh

      • 143 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Goethes Gedicht Wandrers Nachtlied ist titelgebend für Thomas Bernhards im Jahr 1981 verfaßte und im darauffolgenden Jahr uraufgeführte Komödie mit dem Untertitel Ein deutscher Dichtertag um 1980.Im Zentrum des Stückes steht der Schriftsteller Moritz Meister, der sich mühevoll aus tristen Verhältnissen an die Spitze der deutschsprachigen Literaturszene hinaufgearbeitet hat. Er lebt nun zurückgezogen, dem Studium seiner Bienenvölker hingegeben, mit seiner Gattin in einem von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellten Haus, das vor dem Krieg jüdische Besitzer hatte. Moritz Meister hat sein Lebenswerk, seine Tetralogie, vollendet und empfängt eine Doktorandin, einen Journalisten der FAZ und seinen Verleger. Nach dem Abendessen liest er ihnen aus seinem bisher unveröffentlichten Werk vor. Dabei wird eine durch das ganze Stück von allen Beteiligten behauptete Größe und Erhabenheit als lächerlicher Schein entlarvt.

      Über allen Gipfeln ist Ruh
      4,0
    • Dramaty Tom II

      • 439 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Na szczytach panuje cisza, Komediant i Plac Bohaterów tworzą drugi tom Dramatów Thomasa Bernharda (1931–1989), wybitnego austriackiego pisarza i dramaturga. W sztukach z lat osiemdziesiątych XX wieku autor podejmuje wiodące motywy swojej twórczości: życia jako teatru, losów przegranych artystów megalomanów i opętanych artystycznymi wizjami samozwańczych geniuszy czy przemocy psychicznej w rodzinie. Wprowadza też ważny temat zafałszowanego obrazu historii i braku rozliczenia się austriackiego narodu z epoką nazizmu, przedstawiając go brawurowo w Placu Bohaterów, którego wiedeńska premiera została oprotestowana w mediach i na ulicy. Czy Thomas Bernhard, jak mu się do dziś zarzuca, „kalał własne gniazdo”, czy może domagał się prawdy o przeszłości w trosce o Austrię i jej społeczeństwo, a przerażał go stan umysłów i ducha współczesnych mu rodaków?

      Dramaty Tom II
      4,2
    • »Eine Famulatur besteht ja nicht nur aus dem Zuschauen bei komplizierten Darmoperationen, aus Bauchfellaufschneiden, Lungenflügelzuklammern und Fußabsägen, sie besteht wirklich nicht nur aus Totenaugenzudrücken und aus Kinderherausziehen in die Welt.« Mit diesem Satz beginnt der erste Roman von Thomas Bernhard. »Frost« erschien im Jahr 1963 und bildet den Ausgangspunkt des weltliterarischen Kontinents dieses Autors. Bis zur Veröffentlichung von »Frost« war Thomas Bernhard nur einem kleineren Kreis vor allem als Lyriker bekannt. Sein Romandebüt kam jedoch nicht so unverhofft, wie es damals den Anschein hatte. Der Nachlaß des Autors im Thomas-Bernhard-Archiv in Gmunden zeigt, daß dem Roman, der Thomas Bernhards Weltruhm begründen wird, mehrere große Prosaversuche vorausgehen. Die Niederschrift von »Frost« selbst wurde Anfang 1962. begonnen und im September desselben Jahres beendet.

      Werke 1. Frost
      4,1
    • Stücke 4

      Der Theatermacher. Ritter, Dene, Voss. Einfach kompliziert. Elisabeth II

      Der vorliegende Band enthält die vier neuesten Theaterstücke von Thomas Bernhard. In »Der Theatermacher« plant der Staatsschauspieler Bruscon, sein Welttheater »Das Rad der Geschichte« im Tanzsaal des »Schwarzen Hirschen« in Utzbach aufzuführen. Trotz der Zustimmung des Feuerwehrhauptmanns, die Lichter am Ende der Aufführung zu löschen, kommt es nicht zur Aufführung. In »Ritter, Dene, Voss« konzentriert sich der Autor auf Dene, die ihren Bruder, einen Philosophen, aus der Anstalt Steinhof in die geerbte Villa holt, um ihn zu heilen. Der Versuch endet nicht in einer Katastrophe, sondern wird durch das Wetter beeinflusst, da die Familie Worringer seit dreißig Jahren weiß, wie man mit verregneten Nachmittagen umgeht. In »Einfach kompliziert« lebt ein 82-jähriger Mann allein in einem verwahrlosten Zimmer, hat seit zwölf Jahren keinen Brief mehr beantwortet und das Telefon abgemeldet, studiert jedoch Stellenangebote in der Zeitung. Der berühmte Schauspieler spielt die Rolle seines Lebens, ganz einfach kompliziert. »Elisabeth II« ist eine eigene Gattung und, wie der Untertitel besagt, »keine Komödie«. Bernhard präsentiert hier das Theater als Welttheater, wobei die Welt als »ein abstoßendes Schauspiel« erscheint.

      Stücke 4
      4,2
    • Der Keller

      Eine Entziehung

      • 119 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Eines Morgens beschließt der sechzehnjährige Gymnasiast auf dem Schulweg spontan, sich seinem bisherigen, verhaßten Leben zu entziehen und sich im Keller, einem Kolonialwarenladen, eine Lehrstelle zu verschaffen. Im Keller, am Rande der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung, dem heruntergekommenen, tristen Wohngetto der Besitzlosen, der Asozialen und Kriminellen, lernt Bernhard all die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, verstehen und ergreift Partei für diese verlorenen, verstörten Existenzen.

      Der Keller
      4,2
    • Nachrichten von der LebensgrenzebrbrDurch eine schwere Lungenkrankheit wird Thomas Bernhard, nicht einmal achtzehnjauml;hrig, aus seinem Leben gerissen. Sein Kouml;rper zwingt ihn in die Isolation der Krankenhaussauml;le, in die Gesellschaft der gerade noch Lebenden. Seine letzte Station ist das Badezimmer, aus dem nur die Toten wieder herauskommen. Dort weiszlig; er plouml;tzlich, dass er nicht aufhouml;ren darf zu atmen, dass er leben will.

      Der Atem
      4,2
    • Bei meinem ersten Besuch bei Thomas Bernhard auf seinem Bauernhof in Ohlsdorf war ich unvorbereitet. Mein Bericht über diese Begegnung erschien 1971 in der Münchner „Abendzeitung“ und erregte Bernhards Aufmerksamkeit, wie mir später ein Theaterregisseur erzählte. Bei unserem zweiten Treffen bemerkte Bernhard, dass ich seine Melancholie in einer Beschreibung seines wippenden Fußes eingefangen hatte. Die Baronin Agi Teuß, die das Interview arrangierte, äußerte in einem Brief, sie sei ambivalent über ihre Vermittlung. Bernhards Hof ist oft verriegelt, er hat kein Telefon, beantwortet selten Briefe und meidet öffentliche Auftritte. Trotz seines literarischen Ruhms, den er unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis und dem Büchner-Preis erlangte, äußert er scharfe Kritik an seiner Heimat und dem Zustand der Menschheit. Er sieht das Leben als hoffnungslos und die Gesellschaft als eine „Sterbensgemeinschaft“. Mein Wunsch, Bernhard näher kennenzulernen, führte zu zahlreichen erfolglosen Versuchen, ihn zu erreichen. Schließlich erhielt ich den entscheidenden Tipp von Peter Turrini, die Baronin Agi zu kontaktieren. Sie war bereit, mir zu helfen und stellte die Bedingung, dass ich sie duze. Auch Elias Canetti, den ich in Wien traf, gab mir den Rat, Bernhard von ihm zu grüßen, um ihn zugänglicher zu machen.

      André Müller im Gespräch mit Thomas Bernhard
      4,0
    • In Hora Mortis

      • 40 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.

      In Hora Mortis
      4,0
    • Thomas Bernhard, geboren 1931 in Heerlen, hatte 1963 mit dem Roman 'Frost' seinen Durchbruch. Er veröffentlichte acht große Romane und zahlreiche Prosabücher. 1970 feierte sein erstes Stück 'Ein Fest für Boris' Premiere. Er erhielt den Georg-Büchner-Preis und veröffentlichte zwischen 1975 und 1982 fünf Teile seiner Autobiographie. Bernhard starb 1989.

      Meine Übertreibungskunst. Ein Kompendium
      3,5
    • Dramolette Das Titelsignet zeight einen der ersten Entwurfe des Architekten Gottfried Semper fur das Burgtheater.

      Der Deutsche Mittagstisch
      4,1
    • Als öffentlichkeitsscheu galt Thomas Bernhard – doch seine ersten Schreibversuche unternahm er als Reporter einer Zeitung. Leserbriefe schrieb er gerne, seine letzte Publikation ist ein Brief an die Salzkammergut-Zeitung. Inzwischen ist klar: Thomas Bernhard hat durch Artikel, Interviews, Reden, Feuilletons sein Bild als Mensch und Schriftsteller ganz präzise konturiert. Es ist ihm zwar nicht gelungen, mit der öffentlichen Meinung so zu spielen, dass sie ihn genauso betrachtet, wie er sich betrachtet wissen wollte, doch der sich der Medien bedienende Autor setzte alles daran, sich als eine Figur seiner Romane zu inszenieren. Die vorliegende Ausgabe versammelt zum ersten Mal sämtliche zwischen 1950 und 1989 von Thomas Bernhard für die Öffentlichkeit bestimmten Texte – von den Gerichtsreportagen im Salzburg der fünfziger Jahre über die Tiraden der sechziger und siebziger Jahre gegen Gott und den Rest der Welt bis zu den Interviews im Zusammenhang mit Heldenplatz kurz vor seinem Tod.

      Journalistisches, Reden, Interviews
      3,0
    • "Sind Sie gern böse?"

      • 61 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Als Misanthrop galt Thomas Bernhard, und er verstand es sehr gut, dieses Bild während seines ganzen Lebens zu vermitteln. Er gab in dieser Rolle zahlreiche Interviews, die inzwischen legendären Charakter besitzen. Das hier zum ersten Mal veröffentlichte Interview, das Peter Hamm 1977 führte, ist eine Sensation: Thomas Bernhard vertraute Peter Hamm, der den ersten (1957 erschienenen) Gedichtband des inzwischen berühmt gewordenen Autors hymnisch begrüßt hatte, in besonderem Maße. So antwortete er, ungespielt, ohne Zurückhaltung, offen, auf sämtliche Fragen des Lebens und Schreibens. In diesem großen Interview ist also zu erfahren, warum Bernhard schrieb, wie er schrieb, warum er so lebte, wie er lebte

      "Sind Sie gern böse?"
      3,5
    • Die Ursache

      Eine Andeutung

      • 113 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Wie Thomas Bernhard Thomas Bernhard wurde Die Ursachen waren verheerend: das Internat ein Kerker, die Stadt eine Todeskrankheit, der Krieg und der Großvater, der ihm nur von Großem sprach, von Mozart, Rembrandt und Beethoven. Die Ursachen waren zerstörerisch, und sie hinterließen unauslöschliche Spuren im Leben und im Werk Thomas Bernhards.

      Die Ursache
      4,2
    • Beton

      • 212 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Rudolf, der Erzähler dieses 1982 erschienenen Buches, bereitet seit einem Jahrzehnt mit leidenschaftlichem Ernst eine größere wissenschaftliche Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy vor. Nachdem er zuerst durch den Besuch seiner Schwester und dann, nach ihrem Weggang, durch die quälende Furcht, sie könnte wieder zurückkommen, am Schreiben des ersten Satzes seiner Studie gehindert wird, quält ihn die »Hölle des Alleinseins«. Deshalb packt er die Koffer, nimmt nur die wichtigsten seiner Schriftstücke mit, um in Palma seine Arbeit zu realisieren. In einem dortigen Cafe erinnert er sich an eine junge Frau, die ihn bei seinem letzten Palma-Aufenthalt vor eineinhalb Jahren angesprochen hatte. Sie war verzweifelt, ihr Mann hatte sich nachts vom Balkon des Hotels Paris gestürzt. Auf dem Friedhof von Palma, in einem der sieben Stock hohen Betonbestattungskästen, ist er beerdigt worden. Noch jetzt, eineinhalb Jahre danach, sieht er das verzweifelte Gesicht der Frau. Nun hat er eine Reihe von ersten Sätzen für seine Arbeit im Ohr, aber auch das Unglück der jungen Frau. Er nimmt ein Taxi, fährt zum Friedhof und findet an der Tafel neben dem Namen des Mannes nun auch den Namen der Frau: suicido – erfährt er.

      Beton
      4,2
    • Das Durchbrechen einer jahrzehntealten Gewohnheit führt in dem 1985 zuerst erschienenen Prosaband mit dem Untertitel »Komödie« von Thomas Bernhard dazu, daß der Privatgelehrte Atzbacher und der Musikphilosoph Reger sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Wiener Kunsthistorischen Museum treffen. Atzbacher nimmt diese außergewöhnliche Verabredung zum Anlaß, den in seine Betrachtung versunkenen Reger zu beobachten. Der Zweiundachtzigjährige, der seit dreißig Jahren aus Wien für die Times Musikkritiken schreibt, hat im Kunsthistorischcn Museum seine Kunstbetrachtung zur Perfektion entwickelt: Sie besteht darin, jedes Kunstwerk, das für vollendet gehalten wird, so lange zu studieren, bis dessen Fehler aufgedeckt sind. Alle Alten Meister und Großen Geister sind unvollkommen. Daß Kunst, Musik, Philosophie und Literatur jedoch nicht das »Höchste, Allerhöchste« sind, wird Reger bewußt, als seine Frau stirbt, mit der er mehr als drei Jahrzehnte verheiratet war.

      Alte Meister
      4,2
    • Der Schein trügt

      • 112 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Zweipersonenstück um zwei alternde Künstler, die in Gesprächen ihr Leben reflektieren.

      Der Schein trügt
      3,9
    • Thomas Bernhards Salzburg

      • 96 Seiten
      • 4 Lesestunden

      In Salzburg ist Thomas Bernhard aufgewachsen, hier hat er die prägenden Jahre seines Lebens verbracht, hier sind seine ersten Theaterstücke aufgeführt worden und seine ersten Bücher erschienen. „Eine perfide Fassade, hinter der alles Künstlerische absterben muss“, hat er Salzburg genannt, aber auch immer wieder beschrieben, dass es nichts Schöneres gebe als den Blick vom Mönchsberg hinunter auf die Festspielstadt. Ausgewählte Zitate belegen diese lebenslange Hassliebe, der kongeniale Zeichner Nicolas Mahler illustriert sie mit präzisen, liebevollen Bildern und der Experte Manfred Mittermayer begleitet sie mit einem kenntnisreichen Nachwort. Ein unverzichtbares Geschenk für Salzburg-Fans und Bernhardianer, die schon alles haben!

      Thomas Bernhards Salzburg
      3,8
    • Mit seiner 1982 vorgelegten Arbeit über die Geschichte einer Freundschaft führt Bernhard seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte. Paul Wittgenstein, der Neffe Ludwig Wittgensteins, maturierte am Theresianeum in Wien und studierte danach Mathematik. Seit seinem 35. Lebensjahr brach seine Nervenkrankheit immer wieder durch. Anfänglich finanziell sehr gut gesichert durch die Reichtümer einer der reichsten Familien Österreichs, verschenkte er sein Vermögen unbekümmert an Freunde und Arme, bis er selber in Armut dahinvegetierte. In seinen letzten Lebensjahren vereinsamte er mehr und mehr, nur noch mit seinem Freund Thomas Bernhard verbunden. Bernhards Notizen sind zum Bericht der Sterbegeschichte des Paul Wittgenstein geworden. Zwölf Jahre hindurch hatte er das Sterben seines Freundes beobachtet. Und durch diese Beobachtung hat sich auch die Selbstbeobachtung Thomas Bernhards verschärft – so daß durch den Porträtierten auch das Bild des Porträtisten starke Konturen gewinnt.

      Wittgensteins Neffe
      4,1
    • Thomas Bernhard - eine Begegnung

      • 156 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Thomas Bernhard hat sich selten auf Interviews vor laufender Kamera eingelassen. Die Fernsehjournalistin Krista Fleischmann allerdings schätzte er als einfühlsame Gesprächspartnerin, mit der zusammen zwei – mittlerweile legendäre – Filminterviews entstanden: die Monologe auf Mallorca (1981) und der in Madrid gedrehte Film Die Ursache bin ich selbst (1986). Ein Interview zu Bernhards 1984 erschienenem Roman Holzfällen rundet diesen Band ab, der über die Filmfassungen hinaus auch die nicht gesendeten Texte enthält. Bernhard selbst fand Krista Fleischmanns Arbeit »ganz großartig ... Am liebsten würde ich sofort wieder etwas mit Ihnen machen, meinen Nachruf vielleicht.« Nachdenklich und charmant, unterhaltsam, ironisch und maßlos übertreibend – Thomas Bernhard zeigt sich in diesem Band für Einsteiger wie für Kenner von seiner besten, von einer höchst vergnüglichen Seite.

      Thomas Bernhard - eine Begegnung
      3,9
    • Meine Preise

      • 139 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Nach Thomas Bernhard kann die Kunst der Übertreibung auch die Form der Untertreibung annehmen. In Sinne einer solchen Untertreibung muß die Publikation von »Meine Preise« als Sensation gelten: Zum 20. Todestag im Februar 2009 wird diese Prosaarbeit erstmals veröffentlicht. Bernhard hat sie 1980 fertiggestellt, zu Lebzeiten aber nie publiziert. Der Text gliedert sich in neun Kapitel und einen Anhang. Zornig Rückschau haltend, zieht Bernhard darin eine Bilanz der ihm verliehenen Literaturpreise. Detailliert schildert der begnadete Komiker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung seiner Literaturpreise jeweils entwickelte. Ob Bremer Literaturpreis, ob Staatspreis für Roman, ob Grillparzer-Preis, ob Georg-Büchner-Preis: Als Auslöser von Skandalen dienten sie dem Geehrten allemal. Für den Autor sind die mit den Preisen verbundenen Geldbeträge aber auch ein Anlaß, sich in Abenteuer zu stürzen.

      Meine Preise
      4,1
    • Holzfällen

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Er hatte sich geschworen, diese Leute nie wieder zu sehen. Und doch: Er läuft ihnen direkt über den Weg. Und doch: Er schafft es nicht, die Einladung zum künstlerischen Abendessen abzulehnen. Und so sitzt der Erzähler des Abends im Ohrensessel der Musikerfamilie Auersberger und steigert sich in eine Schimpftirade, in der er mit Unerbittlichkeit und Schonungslosigkeit gegen Mittelmaß und Dilettantismus wettert. "Holzfällen" wurde zum Skandalroman der 80er Jahre. Durch einstweilige Verfügung in Österreich verboten, avancierte der Roman zum Bestseller. In Thomas Holtzmanns Lesung stellt er sich als das dar, was er ist: ein literarisches Meisterwerk.

      Holzfällen
      4,1
    • Der Untergeher

      • 157 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Drei Pianisten, Eine Leidenschaft. Alle Wollen Sie Nur Das Höchste Als Wahre Kunst Gelten Lassen, Alle Stellen Sie Grösste Ansprüche An Sich Selbst. Doch Nur Einem Ist Der Durchbruch Vergönnt. Als Der Pianist Wertheim Den Hinter Geschlossenen Türen Probenden Rivalen Glenn Gould Hört, Ist Er Als Künstler Tödlich Getroffen, Weiss Er Doch, Dass Er Dessen Genialität Nie Wird Erreichen Können. - Ein Wichtiges Werk Des österreichischen Schriftstellers.

      Der Untergeher
      4,1
    • Der Weltverbesserer

      Gezeichnet von Nicolas Mahler

      • 124 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Ein uralter, gelähmter, fast tauber Privatgelehrter, Philosoph und Haustyrann zugleich, soll für seinen kaum verständlichen »Traktat zur Verbesserung der Welt« die Ehrendoktorwürde erhalten und wartet zusammen mit seiner Lebensgefährtin, seinem »notwendigen Übel«, zu Hause auf die Verleihungszeremonie. Bis zum Eintreffen der Honoratioren vergeht einige Zeit, während deren nicht nur die komödiantisch ausgekosteten Altersbosheiten, die erbarmungslose Ironie eines Sprachkünstlers und das erschreckende Zerrbild einer Ehe zu erleben sind, sondern auch die Widersprüche und die Verletzlichkeit eines sonderbaren Menschen, dessen Traktat auf die »totale Abschaffung« der Welt zielt und der von dieser »verrückten« Welt geehrt, aber nicht wirklich verstanden wird.

      Der Weltverbesserer
      3,3
    • Der Wahrheit auf der Spur

      Reden, Leserbriefe, Interview, Feuilletons

      • 346 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Wenn Thomas Bernhard sich äußert, wirkt er wie die Hauptpersonen seiner Werke: Die Welt wird zum Katastrophenroman, bevölkert von Bornierte, Böswillige und Nichtkönnern, die er mit gerechtem Zorn und Übertreibung anklagt und der Lächerlichkeit preisgibt. Seine Interventionen sind oft von Skandalen begleitet: Eine frühe Kritik am Spielplan führt zu einem Prozess, eine Dankesrede bei einer Preisverleihung endet in der Absage einer weiteren Auszeichnung, und ein Interview sorgt für Aufregung unter Politikern und Journalisten. Der vorliegende Band präsentiert den „öffentlichen Bernhard“ in chronologischer Reihenfolge: seine bedeutenden journalistischen Arbeiten, Leserbriefe, öffentliche Erklärungen und folgenreiche Interviews. Er beginnt mit einem Vortrag aus dem Jahr 1954 und endet mit einem Leserbrief, der drei Tage nach seinem Tod veröffentlicht wird. Der Band zeigt, wie Bernhard von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchte, wie er mit ihr spielt und sie für seine Zwecke nutzt, während er gleichzeitig seine Vorlieben, Sympathien und Vorbilder offenbart.

      Der Wahrheit auf der Spur
      4,0
    • Heißt das Stück von Thomas Bernhard Einfach kompliziert, weil das Komplizierte einfach und das Einfache kompliziert ist? Thomas Bernhard hat ein Stück für Bernhard Minetti geschrieben. Das erscheint naheliegend, weil es nicht das erste Stück ist, das er für den großen alten Schauspieler geschrieben hat. Aber ist das einfach? Thomas Bernhard hat wieder ein Stück für einen Schauspieler geschrieben, das gleichzeitig ein Stück über einen Schauspieler ist. Ist das kompliziert? Wenn man Einfach kompliziert gelesen hat, weiß man es. Drei Szenen, eine am frühen Morgen, eine gegen Mittag und eine letzte gegen Abend; man könnte auch sagen, drei Sätze einer Komposition. Denn es ist müßig, nach tagespolitischen Botschaften zu suchen. Thomas Bernhard fasziniert und verwirrt uns mit der Musik seiner Sprache, ihrem Rhythmus, ihrer Harmonie, ihrer Disharmonie und ihrer Melodie.

      Einfach Kompliziert
      3,7
    • In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember erschießt Konrad seine verkrüppelte, seit Jahren an den Rollstuhl gefesselte Frau. Zwei Tage später findet ihn die Polizei halb erfroren in einer ausgetrockneten Jauchegrube. Er läßt sich widerstandslos abführen. Thomas Bernhard beschreibt in seinem Roman Konrads Gründe für diese Tat.

      Das Kalkwerk
      4,1
    • Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.

      Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen
      4,1
    • Alles ist lächerlich

      • 103 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Thomas Bernhard, am 9. Februar 1931 im niederländischen Heerlen geboren, wuchs im salzburgischen und südbayerischen Raum auf. Nach drei Gedichtbänden, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurden, gelang ihm 1963 mit dem Roman Frost der Durchbruch. Es folgten weitere acht große Romane sowie zahlreiche Prosabücher (u. a. »Amras«, »Ungenach« und »Gehen«). 1970 hatte unter der Regie von Claus Peymann Bernhards erstes abendfüllendes Stück, Ein Fest für Boris, seine Uraufführung in Hamburg. Im selben Jahr wurde der Autor mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zwischen 1975 und 1982 legte er u. a. die fünf Teile seiner Autobiographie vor, »Die Ursache«, »Der Keller«, »Der Atem«, »Die Kälte«, »Ein Kind«. Wenige Monate nach der Uraufführung seines letzten Stückes, Heldenplatz, starb Thomas Bernhard am 12. Februar 1989 im oberösterreichischen Gmunden. Im Suhrkamp Verlag erscheint die Ausgabe seiner Werke in 22 Bänden.

      Alles ist lächerlich
      3,8
    • Stücke 2

      Der Präsident. Die Berühmten. Minetti. Immanuel Kant

      Dieser zweite Band der Stücke von Thomas Bernhard enthält diejenigen Dramen (Komödien? Tragödien? Keine Komödien? Keine Tragödien?), die in den Jahren zwischen 1975 und 1978 uraufgeführt wurden.

      Stücke 2
      3,9
    • »Ja«, antwortete die Perserin, die Protagonistin des 1978 erschienenen Romans von Thomas Bernhard, auf die Frage des Erzählers, ob sie sich eines Tages umbringen werde – und zwar lachend.

      Ja
      4,0
    • Gehen

      • 100 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Auf regelmäßigen Spaziergängen berichtet Oehler, der früher mit Karrer ging, einem Dritten, warum Karrer verrückt geworden und nach Steinhof hinaufgekommen ist. Für Karrer war das Gehen Anlaß und Ausdruck seiner Denkbewegung. »Mit Karrer zu gehen, ist eine ununterbrochene Folge von Denkvorgängen gewesen.«, Denkvorgänge, in den Karrer sich klarwerden wollte über die Beziehung des Denkens zu den Gegenständen, über das Verhältnis von Bewegung und Stillstand.

      Gehen
      4,0
    • Gespräche mit Thomas Bernhard von 1981 bis 1988. Zwischen 1981 und 1988 stand der sonst ausgesprochen unzugängliche Thomas Bernhard dem Journalisten Kurt Hofmann in mehreren Interviews Rede und Antwort. Die dabei entstandenen Aufzeichnungen wurden zu einem autobiographischen Vermächtnis.

      Aus Gesprächen mit Thomas Bernhard
      4,0
    • Verstörung

      • 193 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Ein Landarzt aus der Steiermark nimmt seinen Sohn auf Visite mit, einen Tag lang. Fälle präsentieren sich, wie eine Landpraxis sie bringt, Fälle, wie sich zeigt, die jenseits medizinischer Möglichkeiten erst beginnen.

      Verstörung
      4,0
    • Stücke. 1

      • 348 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der hier vorliegende erste Band enthält die zwischen 1970 und 1974 uraufgeführten Stücke, die fast schon den Rang von Klassikern besitzen.

      Stücke. 1
      3,9
    • Heldenplatz

      • 164 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter den Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem Heldenplatz den »Anschluß« Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster und deren engste Freunde. Der Anlaß: das Begräbnis von Professor Josef Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis verjagt, in den fünfziger Jahren auf Bitten des Wiener Bürgermeisters aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei »noch viel schlimmer als vor fünfzig Jahren«.

      Heldenplatz
      3,9
    • Erzählungen

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Von »Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohns« aus dem Jahre 1960 bis zu »Am Ortler«, erschienen 1971, reicht das Spektrum der hier versammelten Erzählungen Thomas Bernhards. In ihnen wird die sprachliche Gestaltungskraft dieses Autors deutlich – in Sätzen, die jede mögliche These und Antithese so lange gegeneinander ausspielen und hin- und herwenden, bis jeglicher semantischer Kern aufgelöst ist. So entsteht – trotz des Niedergangs, der Verzweiflung und des Todes, die geschildert werden – der Eindruck, daß die Sprache ein Mittel des Überlebens in dieser Welt ist, und nicht nur des Überlebens, sondern auch der Komik.

      Erzählungen
      3,9
    • Ein Lesebuch

      • 364 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Das vorliegende Lesebuch versteht sich als Vorschlag und Einladung zu einer Erkundung des Bernhardschen Schreibens, dessen begriffs- und geschichtenzerstörende Irritationskraft den Leser in seinen Sog zieht und ihn jene Haltung einnehmen läßt, die Thomas Bernhard als die seinem Werk angemessene beschrieben hat: »Man soll sich vorstellen, man ist im Theater, man macht mit der ersten Seite einen Vorhang auf, der Titel erscheint, totale Finsternis – langsam kommen aus dem Hintergrund, aus der Finsternis heraus, Wörter, die langsam zu Vorgängen äußerer und innerer Natur, gerade wegen ihrer Künstlichkeit besonders deutlich zu einer solchen werden.«

      Ein Lesebuch
      3,6
    • Mit diesem biographischen Roman beschließt Thomas Bernhard seine Jugenderinnerungen.

      Ein Kind
      3,9
    • Watten

      Ein Nachlaß

      • 88 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Vier Männer gehen zu einem Gastwirt, so wie seit Jahren, zum Watten, zum Kartenspiel. Aber das Kartenspiel findet an diesem Abend nicht statt, der Gastwirt wartet vergebens auf seine Mitspieler. Warum es an diesem Abend nicht zum Watten kommt, das behandelt die Erzählung.

      Watten
      3,9
    • Ereignisse

      • 69 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Unter dem Titel "Ereignisse" zusammengefasst sind 31 Miniaturen, die in ihrer Knappheit an Zeitungsmeldungen erinnern.

      Ereignisse
      3,8
    • Goethe schtirbt

      Erzählungen

      • 97 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Der ganze Bernhard-Kosmos in vier Erzählungen. Zu Lebzeiten von Thomas Bernhard kam die Buchpublikation dieser Erzählungen nicht mehr zustande: zu sehr war er mit dem Romanopus „Auslöschung“ und mit dem Theaterstück „Heldenplatz“ sowie dem dadurch entfachten Skandal befaßt. In „Goethe schtirbt“ werden die vier Erzählungen zum ersten Mal, dem Wunsch ihres Verfassers entsprechend, in einem Band zusammengefügt: Sie zeigen den abgeklärten Meister der tragischen Momente und komischen Situationen, der auf der Höhe seiner Kunst Motive und Strukturen seines Gesamtwerks entfaltet und übertreibend ironisiert.

      Goethe schtirbt
      3,8
    • Der Privatgelehrte Koller, die Hauptfigur der Erzählung, hat vor 16 Jahren durch einen Hundebiss im Wiener Türkenschanzpark das linke Bein verloren; er arbeitet seither an einer Studie über die Physiognomik. Kurz vor der Amputation hat er vier „Billigesser“ kennen gelernt, die in der Wiener Öffentlichen Küche, der WÖK, stets das billigste Essen wählen; sie haben ihn damals trotz seiner körperlichen Beschädigung ohne Umstände in ihre Mitte aufgenommen. Als er nun viele Jahre danach eines Tages aus der Gewohnheit eines stets gleich ablaufenden Spaziergangs ausbricht, erinnert er sich plötzlich an die damaligen Freunde. In einer Art Erleuchtung gelingt es ihm, aus dem Studium der vier Billigesser-Physiognomien die ersten vier Kapitel der geplanten Studie abzuleiten. Er kann aber dem Erzähler, einem Bekannten Kollers aus früher Kindheit, nur noch diese vier Teilabschnitte vortragen; kurz bevor er ihm das fünfte und entscheidende Kapitel erzählen will, stirbt er an den Folgen eines Treppensturzes.

      Die Billigesser
      3,8
    • In der Höhe

      • 141 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Aufzeichnen, die Rücksichtslosigkeit vorantreiben, gegen alles, und also auch gegen sich selbst - das könnte als Motto stehen über diesem Buch, das ein großes Gedicht als Erzählung ist. Aus zahllosen Gedankensplittern, Beobachtungen und Andeutungen, Träumen und Bildern ent wirft Thomas Bernhard eine Welt- und Selbstprüfung, deren Ziel Erkenntnis ist.

      In der Höhe
      3,7
    • Groteske, die ernsthaft und humorvoll bestimmte Stereotypen des philosophischen Denkens und Lebens verspottet, oft unterstützt von den Philosophen selbst. Im Mittelpunkt der Satire steht die Kultfigur Immanuel Kant, der sich auf einer erfundenen Reise zur spirituellen Rettung des amerikanischen Kontinents befindet.

      Immanuel Kant
      3,3
    • Der Stimmenimitator

      • 178 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Viele Stimmen versammelt dieses 1978 erstmals erschienene Buch in seinen mehr als hundert kurzen Prosastücken. Von sehr verschiedenen Gestalten wird berichtet, von Philosophen und Schriftstellern, Dompteuren, Schauspielern und Wahrsagern, von Postboten, Bankangestellten und Chorknaben, von Bürgermeistern, Direktoren und Präsidenten. Allemal sind es Leidensgeschichten, an deren Sachlichkeit man täglich vorbeigeht.

      Der Stimmenimitator
      3,8
    • »Das Wesen der Krankheit ist so dunkel als das Wesen des Lebens.« Dieses Zitat von Novalis steht als Motto über der 1964 geschriebenen Erzählung Thomas Bernhards. Beschrieben wird die letzte Phase im Auflösungsprozeß einer Familie, Ursache und Wirkung eines allmählichen Niedergangs, der auf ebenso geheimnisvolle wie bestimmte Weise mit der Landschaft im Zusammenhang steht. Die Tragödie erfüllt sich an zwei letzten Überlebenden, einem Brüderpaar. Das in Zuneigung und Abneigung ambivalente, durch Krankheit sich mehr und mehr verschärfende Verhältnis der Brüder zueinander bildet ein Spannungsfeld, in dem Leben und Tod, Geist und Natur, die Finsternis und die Hellhörigkeit des Schmerzes einander begegnen, sich verbinden, sich spiegeln.

      Amras
      3,8
    • Ein Medizinstudent nimmt den Auftrag an, den Kunstmaler Strauch zu beobachten, der sich in das Gebirgsdorf Weng zurückgezogen hat. In seinen Aufzeichnungen hält er die Monologe und Visionen Strauchs fest, bis er entdeckt, daß diese Begegnung, die er bewältigen zu können glaubte, ihn selbst überwältigt.

      Frost
      3,8
    • An der Baumgrenze

      • 121 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der Strafgefangene Kulterer, der aus der Ordnung des Gefängnisses, wo er Geschichten und Erzählungen schrieb, in die Hoffnungslosigkeit des Außenwelt gestoßen wird - der Gutsherr, der, als im Lusthaus wie alljährlich unter seiner Regie ein Theaterstück gespielt werden soll, die Umgebung mit seinem Selbstmord konfrontiert - das Geschwisterpaar, das an die Baumgrenze reist, dorthin wo etwas aufhört zu existieren und das Leben gefährdet ist - dies sind die Existenzen unter einem eigentümlichen Bann, die Bernhard mit großer stilistischer Ruhe und Gespanntheit darlegt.

      An der Baumgrenze
      3,7
    • Der Protagonist des bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stücks ist der Staatsschauspieler Bruscon, der mit seinen beiden Kindern und seiner Frau in einem Dorfgasthof in Utzbach seine Menschheitskomödie „Das Rad der Geschichte“ aufführen will. In langen Tiraden ereifert er sich über die Verkommenheit der noch immer dem Nationalsozialismus anhängenden österreichischen Bevölkerung, die Talentlosigkeit seiner Kinder und die Geistfeindlichkeit des Weiblichen. Letztlich kommt die Vorstellung gar nicht zustande; das Vorhaben, der ganzen Welt eine „Geschichtsstandpauke“ zu halten, scheitert an der bei Bernhard häufig demonstrierten Übermacht der Natur: ein Gewitter verursacht einen Brand im Pfarrhof, die Menschen laufen aus dem Wirtshaussaal und ziehen das reale Spektakel der dramatischen Kunst vor.

      Burgtheater. Der Theatermacher
      3,7
    • Der Kulterer

      Eine Filmgeschichte

      • 118 Seiten
      • 5 Lesestunden

      „Der Kulterer“ ist eine der frühen und unbekannteren Erzählungen Thomas Bernhards – zugleich ein klassisch vollendetes und für sein Schaffen repräsentatives Meisterwerk. 1963 wurde sie erstmals publiziert, unter dem Titel „Der Briefträger“. Dessen letzten Tage im Gefängnis protokolliert sie, und sie ist durchdrungen von jener Atmosphäre, die in der Zelle des Briefträgers Kulterer herrscht: Nur im abgesperrten Raum, ganz allein mit seinen Gedanken und den von ihm verfaßten Geschichten kann Franz Kulterer frei sein – das Ende seiner Haftstrafe für ein nicht genanntes Verbrechen bedeutet für ihn das Ende seiner Freiheit und den Eintritt in die Unfreiheit der Welt. Peter Herzog hat mit seinen Tuschstiftzeichnungen diese Umkehrsituation, wonach allein der Unfreie innere Freiheit erlangen kann, in ungegenständlichen Bildern nachgeschaffen – sein Bilddiskurs paßt sich genauestens in den Bernhard-Diskurs ein.

      Der Kulterer
      3,6
    • Der Wetterfleck. Erzählungen

      • 76 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Aussichtslosigkeit, Einsamkeit und Tod sind zentrale Themen der Erzählungen Der Wetterfleck, Jauregg und Der Zimmerer. Todesstille aber herrscht nicht, denn Thomas Bernhard hat in seine Figuren den Keim der Auflehnung gepflanzt: "Aber ich weiß auch, daß es lächerlich ist, eine verzweifelte Existenz zu führen. wie ja der Gebrauch des Wortes 'Verzweiflung' an sich schon lächerlich ist."

      Der Wetterfleck. Erzählungen
      3,4
    • Das erste Theaterstück von Thomas Bernhard zeigt eine geschlossene Gesellschaft. Es ist eine Krankengeschichte: die Geschichte der »Guten«, die, beinlos in ihrem Rollstuhl, die Wirklichkeit nach ihren Vorstellungen imaginiert, und die im 3.Akt ein makabres Geburtstagsfest für ihren beinlosen Ehemann Boris und dessen dreizehn Leidensgenossen veranstaltet. Das Stück präsentiert eine radikal reduzierte Wirklichkeit: den räumlichen Beschränkungen, körperlichen Verstümmelungen und sprachlichen Verkürzungen entspricht die Verkümmerung der menschlichen Beziehungen.

      Ein Fest für Boris
      3,6
    • Georg Trakl ist einer der bedeutendsten Vertreter des deutschsprachigen Expressionismus, doch sein Werk weist über weit seine Zeit hinaus. Kaum ein Lyriker der Moderne hatte solch großen Einfluss auf die nachfolgende Generation wie er. Tod, Verfall und der Untergang des Abendlandes sowie die Suche nach Gott sind die zentralen Themen, die er in kraftvollen Bildern und einer melodisch-rhythmischen Sprache umsetzt. Er träumt von einem neuen Menschen und der Rückkehr zu einer paradiesischen Unschuld. Der vorliegende Band versammelt sämtliche Gedichte Trakls in chronologisch-thematischer Reihenfolge.

      Gesammelte Gedichte
      3,5