Infolge der postkolonialen Kritik an Geschichte und Epistemen der westlichen Welt steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Begriff von Weltliteratur vor neuen Herausforderungen. Neben der Debatte über qualitative oder quantitative Bestimmungskriterien stellt sich auch die Frage nach der politisch-ethischen Rolle von Weltliteratur in einer globalisierten Welt. Mit der Pluralisierung von „Literaturen“ und ihren Verflechtungen rücken auch die Weltkonstitution, ihre Polyzentrik und die Ökologie von Relationen zunehmend ins Zentrum der Debatte. Der Band bündelt historische und systematische Dimensionen von Weltliteratur unter Berücksichtigung neuerer literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Fragestellungen. Er diskutiert das Weltwissen, überprüft Bedingungen und Performativität von Weltliteratur in den Dimensionen von Produktion (Textmaterialität, Schriftsysteme, Technik), Rezeption (Ästhetik, Kritik, Kanon) und Diffusion (Markt, Medien, Verlage), beschreibt verschiedene „weltliterarische“ Gattungen und veranschaulicht erstmalig die historisch und kulturell variablen Bestimmungskriterien anhand der Weltregionen. Die interdisziplinäre Rolle von Weltliteratur wird schließlich in Bezug auf Religion, Weltgeschichte, Ethnologie und Musik dargestellt und ihre Zukunft auch im Kontext von Digital Humanities besprochen.
Vittoria Borso Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



La contemporaneidad de Juan Rulfo
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
El presente volumen recoge esos hilos colgantes?, en palabras del propio Rulfo, que dejó en sus obras para dejarle al lector la oportunidad de colaborar con el autor? y que él mismo llene esos vacíos. Sin embargo, leer a Rulfo es más que cooperar con el autor. Es el mexicano un escritor que no deja indiferente. Trabajar con sus textos diluye las certezas, transforma la visión, y abre horizontes nuevos. Su escritura, enigmática y a la vez intensa, crea un vínculo que se hace cada vez más entrañable. La contemporaneidad de Juan Rulfo no pretende solo añadir una relectura a la vasta bibliografía de y sobre el escritor. Antes al contrario, entiende la contemporaneidad como una invitación a tomar distancia de lecturas consagradas o demasiado evidentes
Medialität und Gedächtnis
- 291 Seiten
- 11 Lesestunden
An der Wende zum 21. Jahrhundert ist der Gedächtnisbegriff zu einem zentralen Paradigma der Kulturwissenschaften geworden. Trotz des gegenwärtigen »Booms« der Gedächtnisforschung findet jedoch das Verhältnis von Medialität und Gedächtnis immer noch vergleichsweise wenig Beachtung. Ausgehend von der These, dass kollektive Gedächtnisse prinzipiell medial konstruiert werden, versammelt der vorliegende Band Beiträge, die aus dem an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf angesiedelten interdisziplinären Forschungsforum »Europäisches Gedächtnis. Alterität und nationale Geschichtsschreibung. Alte und neue kulturelle Speicher« hervorgegangen sind. Die Autorinnen und Autoren nähern sich aus literatur- und medienwissenschaftlicher sowie aus historischer Perspektive dem Problem der kulturellen Verarbeitung europäischer Krisen.