Mit Leidenschaft, Ironie und Scharfsinn erzählt Claudio Magris in seinem Essayband von einer Vielzahl von Themen: der Rolle des Intellektuellen in der Politik, der Erfahrung der Grenze, der Frage nach dem freien Willen, und von Autoren der Weltliteratur. „Claudio Magris hat die Topographie unserer Kultur in vielen wundervollen, rätselhaften und komischen Einzelheiten gezeichnet.“ (Adolf Muschg)
Claudio Magris Bücher
Claudio Magris ist ein renommierter italienischer Autor, dessen Werk oft die Verflechtung von europäischer Geschichte und Kultur beleuchtet. Sein literarischer Ansatz zeichnet sich durch ein tiefes Interesse am multikulturellen Erbe aus, das er durch scharfe Beobachtungen und historische Reflexionen zum Leben erweckt. Durch sein Schreiben deckt er das vielschichtige Geflecht europäischer Identität auf, das sich über den Kontinent erstreckt. Magris verbindet in seinen Werken eine reiche Mischung aus gelehrter Tiefe und leidenschaftlicher Auseinandersetzung mit der menschlichen Erfahrung.







Triest
Eine literarische Hauptstadt in Mitteleuropa
Ein unterhaltsamer und abwechslungsreicher Streifzug durch den Schmelztiegel der Kulturen am Mittelmeer. Triest, Hafenstadt am Adriatischen Meer, ist eine der literarischen Hauptstädte Mitteleuropas. Die Namen vieler großer Schriftsteller wie Italo Svevo und sein generöser Förderer James Joyce sind mit der Stadt verbunden. Hier stand die Kaffeehauskultur in voller Blüte; in den Jahren 1863 bis 1902 existierten hier 560 Zeitungen und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen. Triest war ein Schmelztiegel italienischer, deutsch-österreichischer, slowenischer, jüdischer und griechischer Kultur. Claudio Magris und Angelo Ara laden ein zu einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Streifzug durch die kulturelle Vielfalt dieses ungewöhnlichen Ortes.
Claudio Magris' Buch über den habsburgischen Mythos ist in den vierzig Jahren seit seiner Entstehung selbst zum Mythos geworden, zum „Lebensroman seines Autors“, ja zur „Karte seiner geistigen und kulturellen Geographie“, wie Magris nun im Vorwort zur Neuauflage schreibt. In sechs Kapiteln - von der Zeit Maria Theresias über Nestroy und Grillparzer zu Hofmannsthal, Kraus und Musil - zeichnete der damals 20-jährige Triestiner die Geschichte der habsburgischen Kultur nach und versuchte, in der Vielfalt eine „große Linie zu finden“. Magris' viel diskutiertes Buch legte damit den Grundstein zu der Wiederentdeckung des k. u. k. Österreich, seiner kulturellen Kontinuitäten und politischen Brüche. Neue, durchgesehene Ausgabe.
Ein Nilpferd in Lund
Reisebilder
Claudio Magris, weit gereister Schriftsteller aus Triest, schreibt über das Reisen als Leben und als Überschreitung von Grenzen aller Art. Hier besucht er das Grab von Goethes Lotte und wandelt in Spanien auf den Spuren von Don Quijote. In Leningrad besichtigt er die ärmliche Wohnung, in der Dostojewski „Raskolnikoff“ geschrieben hat. In Schweden entdeckt er das Lunder Heimatmuseum, wo ein Nilpferd aus Stoff seine Aufmerksamkeit erregt, und in Mexiko nimmt er an einer Hochzeit orthodoxer Juden teil. Ebenso engagiert wie nachdenklich kommentiert Magris die jeweils aktuellen Zeitläufte, sei es in Tschechien, im Iran, in Polen oder in Vietnam.
Claudio Magris erzählt vom Untergang der Illusionen: Da ist zum einen der Abenteurer Jorgensen, der am königlichen Hof in Dänemark aufwächst und Jahre später in jene Stadt deportiert wird, die er selber gegründet hat - Hobart Town in Tasmanien. Und zum anderen der Italiener Cippico: Er hat den politischen Kampf in Australien und den spanischen Bürgerkrieg mitgemacht, hat Dachau überlebt und wurde schließlich unter Tito eingesperrt auf der Todesinsel Goli Otoko. Beide Helden, obwohl in unterschiedlichen Jahrhunderten geboren, haben für ihre Ideale gekämpft, beide sind von den Ideologen ihrer Zeit betrogen worden. Ein großartiger Roman - Biographie, Geschichtswerk, Chronik, Phantasiegebilde und Mythos in einem.
Edition Akzente: Mutmaßungen über einen Säbel
- 77 Seiten
- 3 Lesestunden
Nell’autunno del 1944 i tedeschi invasero la Carnia con l’aiuto dei cosacchi loro alleati, ai quali avevano promesso un luogo dove costruire un’autonoma patria cosacca, una «Kosakenland» fra i villaggi e le montagne di quella regione. I cosacchi vi si trasferirono in massa, compiendo saccheggi e atrocità di ogni tipo fino al maggio del ’45, quando scoprirono di essere stati usati e ingannati. Abbandonati a loro stessi di fronte all’avanzata dell’Armata Rossa, dovettero riparare in Austria e si arresero poi agli inglesi, i quali, però, ottemperando agli accordi segreti di Yalta, ma tradendo i patti, li consegnarono ai sovietici, che i cosacchi avevano cercato in tutti i modi di evitare. Vistisi ormai perduti, molti di loro scelsero il suicidio gettandosi nelle acque della Drava. Alcuni riuscirono a fuggire, molti altri incontrarono la morte in URSS. Da questa vicenda poco ricordata dalla storia, Claudio Magris trae spunto per comporre un resoconto toccante sul destino e sulla tragedia del vivere, ma anche su suoi brevi istanti di grazia.
Claudio Magris’ neue Erzählungen – Gedanken über das Altern und eine Hommage an seine Heimatstadt Triest Die Protagonisten von Magris’ Geschichten haben es alle mit einer Zeit zu tun, die ohne Anfang und Ende zu sein scheint. Der reiche, alte Industrielle, der einen Schein-Rückzug aus dem Leben inszeniert; der Reisende, der im verschlafenen Donaustädtchen Krems, berührt von einem scheinbar unbedeutenden Zufall, die Zeitlosigkeit des Lebens und der Liebe entdeckt; der Musiklehrer, der seinen Schüler nach vielen Jahren in einer Begegnung zweideutiger Grausamkeit wiedersieht. Ironisch und schonungslos, melancholisch und nüchtern lassen Magris‘ Charaktere ihr Leben abklingen. Fünf Meistererzählungen über das Altern vom bedeutenden Triester Claudio Magris. Eines seiner besten Bücher.
Claudio Magris erzählt vom Untergang der Illusionen und dem blinden Eingreifen des Schicksals: Der dänische Abenteurer Jorgen Jorgensen und der italienische Kommunist Salvatore Cippico waren in unterschiedlichen Jahrhunderten zu Hause. Beide haben für ihre Ideale gekämpft, beide sind von den Ideologen ihrer Zeit betrogen worden. Magris verknüpft ihre Schicksale zu einer fulminanten Reise über die Meere und durch die Weltgeschichte. 'Im Strom der Geschichte und der Sprache: Claudio Magris spiegelt in seinem Roman ein Jahrhundert voller Schrecken und Schönheit, Wirrnis und Erleuchtung.' ›FAZ‹
Sie liebt ihren Mann über alles, und dennoch zieht sie es vor zu bleiben, als er sie aus dem Altersheim zurückholen will. Sie will ihm die Wahrheit ersparen - über den mysteriösen Direktor, über die nicht weniger mysteriösen Insassen. Claudio Magris, der Autor aus Italien, erfindet den uralten Mythos von Orpheus und Eurydike neu. Er schreibt die eindrucksvolle Geschichte einer absoluten Liebe in einer ganz neuzeitlichen Version. Seine Erzählung bewegt sich zwischen Leichtigkeit und Tragik, zwischen Alltag aus einem ganz gewöhnlichen Eheleben und großem Drama.
Eine Reise durch Länder und Zeiten. Auf ungewöhnlichen Wegen durch die Kulturlandschaften, die die Donau durchmisst und verbindet, begegnet man Martin Heidegger, Franz Kafka, Albert Einstein und vielen anderen.



