Bei den 117 in diesem Band gezeigten Skulpturen der Dresdner Antikensammlung handelt es sich um reliefgeschmückte Denkmäler der römischen Kaiserzeit, wie Prunkmöbel, Grab und Schmuckreliefs, Sarkophage und Architekturfragmente. Die Werke stammen aus den römischen Sammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts, ein großer Teil aus den Erwerbungen Georg Treus. Die Skulpturen dieser spezifisch römischen Denkmälergattung belegen aufs Neue die Qualität des Dresdner Bestandes an Marmorbildwerken. Reizvoll sind die römischen Schmuckreliefs, wie das filigran gearbeitete Schauspielerrelief, ein »Juwel der Kunst«, das auch in sammlungsgeschichtlicher Hinsicht interessant ist. Unter den Prunkmöbeln befinden sich die große Kandelaberbasis und ein dreiseitiger Altar, deren Reliefschmuck von bezaubernder Feinheit ist. Der bereits 1726 aus Rom nach Dresden gekommene Grabaltar mit der Darstellung einer opfernden Frau ist eines der herausragenden Meisterwerke, das in diesem Band mit neuen Erkenntnissen gewürdigt wird
Kordelia Knoll Bücher




Götter des Olymp
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Phatos und Macht antiker Götter Für die Menschen im antiken Griechenland zeigten kunst- und eindrucksvoll ausgearbeitete Statuen die Gegenwärtigkeit der Götter an und symbolisierten Machtfülle oder ideale Schönheit. In der römischen Kaiserzeit, als Bildhauer die griechischen Vorbilder kopierten, vermittelten die Skulpturen eine Aura von Bildung und Gelehrsamkeit. Noch heute strahlen diese Werke Würde und Anmut aus. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen der bedeutendsten Bestände antiker Skulpturen in Deutschland. Aus der umfangreichen Sammlung präsentiert der vorliegende Band antike Bildwerke, die die wichtigsten Götter des griechischen Olymps darstellen – darunter Statuen, die so prominent sind, dass sie nach ihrem Standort benannt sind, wie der „Dresdner Zeus“. Die Meisterwerke zeigen die Entwicklung griechischer Bildhauerkunst und veranschaulichen die antike Mythologie mit ihren Göttergeschichten und den Konventionen ihrer Darstellung. Mit Beiträgen von BJÖRN C. EWALD, Klassischer Archäologe und Associate Professor an der University of Toronto; KORDELIA KNOLL, Oberkonservatorin der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; SASKIA WETZIG, Kuratorin der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Götter und Menschen
- 80 Seiten
- 3 Lesestunden
Skulpturensammlung. Katalog der antiken Bildwerke - 3: Die Porträts
Skulpturensammlung. Katalog der antiken Bildwerke Band III
- 496 Seiten
- 18 Lesestunden
Band III des Katalogs der antiken Bildwerke umfasst die antiken Porträts der Dresdner Skulpturensammlung, und zwar sowohl die Kopien nach älteren griechischen Bildnisstatuen als auch die römischen Porträts, von cäsarischer bis in theodosianische Zeit.Dem hier vorgelegten Sammlungsbereich kommt im Rahmen der Dresdner Antikensammlung besondere Bedeutung zu, da ein großer Teil der Werke nicht aus dem römischen Antikenkonvolut und den Sammlungen Chigi und Albani stammt, sondern bereits 1726 aus dem Berliner Antikenkabinett Friedrich Wilhems I. nach Dresden gelangt war. Diese preußische Sammlung stammte ihrerseits aus älteren Gelehrtensammlungen der Renaissance und des Frühbarock, wie der berühmten Sammlung der Brüder Jan und Gerard Reynst in Amsterdam und der venezianischen Sammlung des Gabriel Vendramin. Der sammlungsgeschichtliche Kontext und die historische Ergänzungspraxis, zumal die prachtvollen Büsten aus mehrfarbigem Marmor, werden in einem eigenen, reich bebilderten Essay behandelt.