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Natascha Wodin

    8. Dezember 1945
    Nachtgeschwister
    Die gläserne Stadt
    Die Ehe
    Nastjas Tränen
    Sie kam aus Mariupol
    Irgendwo in diesem Dunkel
    • Die späten Tage

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      «Wie gut und ermutigend, dass es Natascha Wodin und ihre Bücher gibt!» Marko Martin, Welt am Sonntag Was bedeutet es, wenn man sich in hohem Alter noch einmal verliebt? Wenn nicht mehr viel Zeit füreinander bleibt und man sich eigentlich schon im Alleinsein eingerichtet hat? In Natascha Wodins neuem Buch wagt die Erzählerin den Versuch, die Liebe über die Einsamkeit siegen zu lassen, ein letztmögliches Lebensexperiment, in dem sich die Fragen nach Liebe und Tod mit existenzieller Dringlichkeit stellen und die Mühen des Alters zum Alltag gehören. Die Geschichte des Paares ist der rote Faden im Text, einem Gewebe aus Erinnerungen, Reflexionen, Beobachtungen – aufgezeichnet an einem mecklenburgischen Sees mit Blick auf das Wasser und den gegenüberliegenden Horizont. Natascha Wodin erzählt berührend, ehrlich und poetisch über widersprüchliche Gefühle, über Nähe und Fremdsein in einer Beziehung, ihre Gedanken an den näherrückenden Tod und den Schmerz des unaufhaltsamen Abschieds. «Die Sprache Wodins nimmt dem, was sie erzählt, nicht den Schrecken. Im Gegenteil: Sie macht ihn spürbar, nachvollziehbar. Und gleichzeitig spendet ihre Kunst den so nötigen Trost.» Der Spiegel

      Die späten Tage2025
    • Der Fluss und das Meer

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Nach den großen Romanerfolgen «Sie kam aus Mariupol» und «Nastjas Tränen» erzählt Natascha Wodin in fünf Geschichten meisterhaft vom Gefühl des Fremdseins im eigenen Leben und schenkt ihren Figuren eine literarische Heimat. In der Titelgeschichte zieht die Erzählerin eine Spur von Mariupol bis zur Regnitz in Franken, wo ihre Mutter sich das Leben nahm. Zu einer anderen Zeit verliebt sie sich in einen Fremden, mit dem sie die Magie der Musik verbindet, und beobachtet eine verwahrloste Nachbarin, die ihre Umgebung zugrunde gehen lässt. In Sri Lanka wird sie mit Hunger und extremem Elend konfrontiert, während sie in einer schweren existenziellen Krise in eine Einsiedelei in den südpfälzischen Weinbergen flieht und dort mit einer dunklen inneren Macht ringt. Wodin führt uns auf die Nachtseite des Lebens und verleiht Außenseitern, Einsamen und Verwundeten eine Stimme, die auch nach der Lektüre nachhallt. Ihre Bücher fragen, hinterfragen und entwickeln eine Erzählhaltung, die den Leser in die Abgründe politischer und menschlicher Themen zieht. Ihr Schreiben ist ein Joint Venture aus Schmerz und Kraft, geprägt von Verletzung, Lebenswillen, Angst und dem Verlangen nach Zugehörigkeit.

      Der Fluss und das Meer2023
    • Nastjas Tränen

      • 188 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Als Natascha Wodin 1992 nach Berlin kommt, sucht sie Hilfe beim Putzen und trifft auf eine Frau aus der Ukraine, dem Herkunftsland ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Nastja, eine Tiefbauingenieurin, kämpft ums Überleben im wirtschaftlichen Chaos ihrer Heimat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Ihr letztes Gehalt erhält sie in Form von Reis, und um ihren kleinen Enkelsohn und sich selbst zu ernähren, reist sie hoffnungsvoll von Kiew nach Berlin. Dort findet sie mehrere Putzjobs und schläft nach der Arbeit auf dem Sofa ihrer Schwester. Doch bald bemerkt sie, dass ihr Touristenvisum abgelaufen ist, und sie wird unversehens Teil der großen Dunkelziffer der Illegalen in der neuen, unberechenbaren deutschen Hauptstadt. Für Natascha ist dies eine erneute Konfrontation mit ihrem eigenen Schicksal. In Nastjas Heimweh erkennt sie das ihrer Mutter, die daran zerbrochen ist. Jahre später schafft Natascha mit berührender Poesie ein eindrucksvolles Porträt von Nastja, einer kämpferischen Frau. «Große, bemerkenswerte Literatur von einer beeindruckenden sprachlichen Kraft.»

      Nastjas Tränen2022
      4,2
    • Sie kam aus Mariupol

      • 363 Seiten
      • 13 Lesestunden

      „Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe“ – dieser Satz von Natascha Wodins Mutter bleibt ein Rätsel, das die Tochter als Kind nicht entschlüsseln kann. In einem Lager für „Displaced Persons“ wächst sie auf, ahnungslos über die dunkle Vergangenheit ihrer Familie. Erst Jahre später beginnt die Aufarbeitung, als die Blackbox ihrer Herkunft sich langsam öffnet. Natascha Wodin verfolgt das Leben ihrer ukrainischen Mutter, die aus Mariupol stammt und 1943 als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie schildert eindringlich die Schatten des Holocaust und die Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror erlebte, wird durch die Erzählung lebendig und erhält ein unverwechselbares Gesicht. Natascha Wodin kann nun mit Zärtlichkeit von ihrer „armen, kleinen, verrückt gewordenen Mutter“ sprechen, und auch für die Leser wird die Tragik des Verlorengegangenen greifbar. Dieses bewegende Zeugnis steht für das Schicksal von Millionen und ist ein literarisches Ereignis, das an die Methoden von W. G. Sebald erinnert, der verlorene Lebensgeschichten aus der Vergessenheit holte.

      Sie kam aus Mariupol2017
      4,3
    • Irgendwo in diesem Dunkel

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      In „Sie kam aus Mariupol“, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. In ihrem neuen Werk erzählt sie von der Zeit, als die ältere Tochter sechzehn Jahre alt ist und nach einem mehrjährigen Aufenthalt in einem katholischen Kinderheim beim Vater in den „Häusern“ am Fluss lebt, umgeben von Verschleppten und Entwurzelten. Sie sehnt sich danach, zu den Deutschen zu gehören, träumt von einem deutschen Namen und einem Handwerker, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Doch der gefürchtete Vater hält sie gefangen, verbietet ihr, rote Schuhe zu tragen, und zwingt sie zu Hausarbeiten. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Ungewissheit der Straße. Diese Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt, wird aus der Perspektive der Tochter erzählt, die nach dem Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim nach Antworten sucht. Sein Leben, das in der russischen Zarenzeit begann und fast das gesamte 20. Jahrhundert umfasst, bleibt für sie ein Geheimnis. In diesem Dunkel sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Wodins klare, sachliche und dennoch emotionale Sprache erzählt von Ort- und Obdachlosigkeiten auf unverwechselbare Weise.

      Irgendwo in diesem Dunkel2016
      4,3
    • Natascha Wodins Schlüsselroman über die Beziehung zu dem früh verstorbenen Schriftsteller und Bachmann-Preisträger Wolfgang Hilbig 'Ich wusste sofort, dass ich auf etwas Großes gestoßen war, auf etwas Einmaliges, auf einen Dichter, wie es sie zu allen Zeiten nur vereinzelt gegeben hat.' Ein Bändchen mit Gedichten, eher zufällig mitgenommen, ist der Auslöser für eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, eine Obsession, eine quälende Verstrickung. Die Frau, die die Gedichte liest, setzt alles in Bewegung, um den Verfasser der Zeilen zu treffen. Doch dieser scheint unerreichbar im anderen Teil Deutschlands. Sie schreibt, sie ruft an. Als er eines Tages tatsächlich kommt, wird ihr Traum wahr. Und zum Albtraum. Denn der Mann, der kommt und bleibt, ist anders, als sie ihn sich erfunden hat.

      Nachtgeschwister2009
      3,6
    • Die Ehe

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die, als Nachkriegskind einer russischen Familie in ärmlichen Verhältnissen und im Schatten der gutbürgerlichen Gesellschaftskreise einer deutschen Kleinstadt aufgewachsen, im Jahre 1964 einen jungen Mann kennenlernt, ihn heiratet und meint, damit den Sprung auf die andere Seite des Lebens geschafft zu haben. Mit naivem Staunen nimmt sie den wachsenden Wohlstand der sechziger Jahre und das scheinbare Wohlwollen der Familie ihres Mannes wahr.

      Die Ehe1997
      3,7
    • In Form eines Briefes an ihr ungeborenes Kind taucht eine junge Frau in ihre Vergangenheit ein. Durch ihre Erzählung erweckt sie Gespenster, die ihr Leben noch immer heimsuchen: ihre Mutter, die in einen Fluss wanderte und nie zurückkehrte; ihr gewalttätiger, dominierender Vater; und das Chaos des Nachkriegsdeutschlands. 1945 von russischen Eltern geboren, floh sie mit ihrer Familie aus der Hungerzone der kriegsverwüsteten Ukraine und landete in Deutschland. Immer eine Außenseiterin, ist die Perspektive des Mädchens auf die Tyrannei der Gesellschaft und der Sprache sowie auf das verzweifelte Bedürfnis des Jugendlichen, dazuzugehören, klar, bewegend und ungetrübt von Selbstmitleid. Als das Nachkriegswunder der Bundesrepublik Deutschland an Fahrt gewinnt und die Kultur Amerikas - Nylons blusen und Jeans der 1950er Jahre - in ihre Provinzstadt eindringt, wird ihr Status als Fremde zunehmend erdrückend. Ein Zeugnis für die menschliche Fähigkeit zu überleben, erzählt "Einmal lebte ich" die Geschichte eines Kindes, dessen Leben von den Kräften des zwanzigsten Jahrhunderts bewegt wird. Es fängt perfekt das Wesen des Außenseiters in einem Land ein, das zunehmend intolerant gegenüber Fremden wird.

      Einmal lebt ich1992
    • Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt „Die gläserne Stadt“, das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane „Nachtgeschwister“ und „Irgendwo in diesem Dunkel“. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für „Sie kam aus Mariupol“ wurde ihr der Alfred-Döblin-Preis, der Preis der Leipziger Buchmesse und der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen. 2022 wurde sie mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

      Die gläserne Stadt1983
      3,5