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Bookbot

Andreas Neumeister

    16. September 1959
    Salz im Blut
    Äpfel vom Baum im Kies
    Gut laut
    Angela Davis löscht ihre Website
    Gut laut. Version 2.0. Roman
    Ausdeutschen
    • Der Autor Andreas Neumeister verlässt mit seinem dritten Buch den südbayerischen Starnberger Kosmos und die Stadt München, um das neue Berlin nach dem Mauerfall zu erkunden. In einem kritischen Zeitgeist- und Bewusstseinsarchäologie-Ansatz dokumentiert er das wiedervereinigte Deutschland und dessen Platz in Europa. Während sein vorheriges Werk „Salz im Blut“ die letzten Abenteuer des 20. Jahrhunderts festhielt, setzt Neumeister nun die Archivierung neuer Erfahrungen fort. Er beschreibt, wie Westberlin in kurzer Zeit zur Geschichte wird und sich die Realität radikal verändert. Mit einem wachen Blick macht sich sein erzählendes und fotografierendes Ich auf, um das neue Deutschland im Winter 1990/91 literarisch zu erforschen. Seine Sprachästhetik ist ebenso radikal und assoziativ wie die Veränderungen, die er dokumentiert. Auf Reisen, bevorzugt mit der Reichsbahn, vermisst er die neue Nähe und betrachtet Städte und Landschaften mit einem popkulturellen Blick. Ob in Thüringen, an den mecklenburgischen Seen oder in Ungarn – Neumeister beleuchtet die jüngste Geschichte und reflektiert über neue Medien und Weltordnungen. Sein respektloser Blick als „Komparatist“ zeigt, dass Geschichte ausdeutschend ist und dass der Konjunktiv viele folgenreiche Geschichten kennt.

      Ausdeutschen
    • Angela Davis löscht ihre Website

      Listen, Refrains, Abbildungen

      4,0(2)Abgeben

      In "Angela Davis löscht ihre Website" wird die Verbindung von politischem Denken und Pop untersucht. Die Autorin hinterfragt die Medienrealität und die Wahrnehmung von Gewalt in der heutigen Gesellschaft. Gegensätze verschwimmen, während das Buch die Frage nach der Realität und der neuen Weltordnung aufwirft.

      Angela Davis löscht ihre Website
    • 3,9(6)Abgeben

      Es gibt Menschen, für die spielt Musik eine nebensächliche Rolle; sie interessieren sich nicht einmal für Klassik. Roman kennt solche Zeitgenossen in München, die in dieser musikbesessenen Epoche weder Popmusik noch andere Musikrichtungen schätzen. Diese Gleichgültigkeit macht ihn krank, besonders wenn sie bei dem Wort Kraftwerk nur an Stromerzeugung denken. Andreas Neumeister folgt in seinem Prosamonolog dem elektronischen Rhythmus der Gegenwart und beleuchtet die Geschichte der Musikbesessenheit. Für ihn endet mit dem Stadiondach der Olympischen Spiele 1972 und dem ersten Kassettenrecorder die Nachkriegsära, während die späten Siebziger mit Donna Summer und Giorgio Moroder den Übergang ins neue Jahrtausend markieren. Alte Vinylplatten werden zu Sample-Material für digitale Projekte, und die Jahrzehnte verschmelzen: Die Siebziger beeinflussen die Neunziger und ziehen die misslungenen Achtziger mit sich. Veränderungen geschehen so schnell, dass man aufpassen muss, sie wahrzunehmen; ein Menü besteht nicht mehr aus Gängen, sondern aus Untermenüs. Taxis und Telefonzellen verlieren ihre traditionellen Farben. Neumeister, als atemloser Chronist, führt eine musikalische Inventur des Jahrtausends durch, ohne Larmoyanz, aber mit großer Neugier. Er freut sich auf die verwirrenden ersten Wochen des 21. Jahrhunderts und ist erleichtert, dass das 20. Jahrhundert endlich vorbei ist.

      Gut laut
    • Andreas Neumeister, geboren 1959. Studium der Ethnologie. Außer den bei Suhrkamp erschienenen Büchern publizierte er 1996 mit Marcel Hartges als Herausgeber den Reader »Poetry! Slam! Texte der Popfraktion«. In Rom erschien sein Katalog »In dubio pro disco«. Visuelle Arbeiten: Soundinstallation »Music for Fascist Architecture« im Rahmen der Architekturwoche A3, Haus der Kunst, München, 2006. »Da Real World/Die wirkliche Welt« (Diashow und Lesung), Montags bei Petula Clark, Lenbachhaus München, 2006. »The gift/Das Gift« (Einzelausstellung), Tranzit Gallery, Bratislava, 2008. Andreas Neumeister lebt in München.

      Äpfel vom Baum im Kies
    • „Die Leber von München, klar, die Lunge von München keine Frage, der Blinddarm von München, der Arnus von München, die Milz von München, alles unübersehbar. Doch wo bloß versteckt sich das legendäre Herz, das pumpt?“ Sprachgewaltig, sprachverliebt, auch experimentierend, tastend, suchend und immer wieder überraschend nimmt der Autor seine Leser mit auf einen Stadtrundgang in Assoziationen.

      Salz im Blut
    • Poetry Slams haben mit herkömmlichen literarischen Lesungen wenig gemein. Als typische Pop-Idee kamen sie aus den USA und tauchen, nachdem sie sich in der amerikanischen Pop- und Underground-Szene durchgesetzt haben, zunehmend auch in Großbritannien und Deutschland auf. Mit den Slams hat die Literatur endlich zurück in die Clubs und Bars, zurück ins Nachtleben und zu dem vermeintlich abhanden gekommen Publikum gefunden. Literatur und Pop hatten es im deutschsprachigen Raum die meiste Zeit schwer miteinander. Das scheint sich im Moment zu ändern. Andreas Neumeister und Marcel Hartges stellen kompetent und engagiert die Vielseitigkeit und Unterschiedlichkeit der Texte und Autoren der vitalen Slam-Szene dar.

      Poetry! Slam!