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Friedrich Strian

    Becksche Reihe: Das Herz
    Schmerz
    Autonome Neuropathie bei Diabetes mellitus
    • Erkrankungen des autonomen Nervensystems sind aus der Sicht der Neurowissenschaften erst kürzlich ins klinische Blickfeld gerückt. Trotz einer langen Forschungstradition mit Namen wie Cannon, Hess und MacLean bleiben die Kenntnisse über Struktur und Funktion hinter den jüngsten Erkenntnissen über sensomotorische Systeme zurück. Die autonome Diabetesneuropathie ist nur ein Aspekt einer Vielzahl bislang wenig beachteter metabolischer, toxischer und entzündlicher Störungen im vegetativen Nervensystem und geht mit vielfältigen klinischen Symptomen einher. In der Diabetologie wurde die autonome Neuropathie bisher nicht ausreichend berücksichtigt, was teils auf die Unterschätzung ihrer klinischen Bedeutung als Komplikation des Diabetes mellitus und teils auf methodische Schwierigkeiten bei der frühzeitigen Erfassung neuropathischer Veränderungen zurückzuführen ist. Die Untersuchungsmethoden zum Nachweis vegetativer Störungen stammen teilweise aus der Neurologie und inneren Medizin, größtenteils jedoch aus anderen Fachbereichen wie der psychophysiologischen Forschung. Dies stellt ein Grenzgebiet dar, das die Integration internistischer, neurologischer und endokrin-metabolischer Aspekte erfordert. Zudem zeigt der Diabetes mellitus mit seinen Organkomplikationen, wie hier am Beispiel der autonomen Neuropathie, auch psychophysische Wechselwirkungen und zugehörige psychologische Probleme, die hier erstmals näher betrachtet werden.

      Autonome Neuropathie bei Diabetes mellitus
    • Schmerz

      • 143 Seiten
      • 6 Lesestunden
      Schmerz
    • Becksche Reihe: Das Herz

      Wie Herz, Gehirn und Psyche zusammenwirken

      • 127 Seiten
      • 5 Lesestunden

      "Das Herz ist die schlagende, lebendige Mitte unseres Lebens", sagt Peter Härtling; das Herzsymbol lebt als ungebrochener Mythos fort. Die moderne Medizin zeigt uns zwar, dass der Ort unserer Emotionen das Gehirn ist, aber die wichtigsten persönlichen Erfahrungen gehen auch dem heutigen Menschen "zu Herzen". Wir sollten uns mit den modernen Kenntnissen über das Herz vertraut machen, zumal jeder von uns zu einer persönlichen und zeitgemäßen Entscheidung aufgefordert sein kann, z. B. zur Kontrolle der koronaren Risikofaktoren oder etwa einer Organspende. Die Kenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Herz und Gehirn können dabei Fehleinschätzungen verhindern, zur Akzeptanz schicksalhafter Bedingungen beitragen und jeden von uns zu einer "herzfreundlichen Lebensweise" motivieren.

      Becksche Reihe: Das Herz