Philippe Descola Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






The Composition of Worlds
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
In this autobiographical reflection, the distinguished anthropologist Philippe Descola looks back on his intellectual career and examines both the central themes of his work and the key questions that have shaped anthropological debates over the last forty years. A student of Lévi-Strauss, Descola did ethnographic research among the Achuar of the upper Amazon in the late 1970s, focussing on how native societies relate to their environment. In this book he sheds fresh light on the evolution of his thinking from structuralism to an anthropology beyond the human, on the critique of the modern separation between nature and society, and above all on the genesis and scope of his master work Beyond Nature and Culture. This synthesis of the ways in which humans view their relationships with other-than-humans proposes four major 'compositions of worlds' (animism, naturalism, totemism, analogism) that characterise our ways of inhabiting the earth. Presented in the form of an extended conversation with Pierre Charbonnier, this book is both a lucid introduction to the work of one of the most original anthropologists writing today and an impassioned plea for a pluralism of ontologies that would be more welcoming to the diversity of beings.
Die Formen des Sichtbaren
Eine Anthropologie der Bilder | Eine faszinierende Reise durch die Geschichte und Formen der Weltkunst | Sachbuchbestenliste von WELT, NZZ, WDR5 und Ö1
- 783 Seiten
- 28 Lesestunden
Eine Yupik-Maske aus Alaska, eine Malerei der Aborigines, eine Miniaturlandschaft aus der Song-Dynastie, ein holländisches Interieurgemälde aus dem 17. Jahrhundert und abstrakte Kunst aus dem 20. Jahrhundert zeigen, dass Bilder ein spezifisches figuratives Schema offenbaren, das durch formale Mittel und Anordnung geprägt ist. Sie bieten Zugang zu den verschiedenen menschlichen Lebensformen. Philippe Descola entwickelt in seinem Buch die Grundlagen für eine Anthropologie der menschlichen Bildkunst, gestützt auf einen globalen und historisch umfassenden Vergleich vielfältiger Werke. Die bildliche Darstellung ist nicht nur der Fantasie der Schaffenden überlassen; sie spiegelt wider, was wir wahrnehmen oder uns vorstellen, basierend auf den Gewohnheiten, die uns das Unterscheiden lehren. Descolas Ansatz zeigt, dass der visuelle Pfad, den wir bei der Abbildung der Welt einschlagen, von der ontologischen Region abhängt, der wir angehören: Animismus, Naturalismus, Totemismus oder Analogismus. Jede Region repräsentiert eine spezifische Art, die Welt zu begreifen und die Trennlinien zwischen Menschen und Nichtmenschen wahrzunehmen. Ein aufschlussreiches Werk!
Die Ökologie der Anderen
- 131 Seiten
- 5 Lesestunden
Wie lassen sich Natur und Gesellschaft, Menschen und Nichtmenschen, Individuen und Kollektive zu einem neuen Gefüge zusammensetzen? Philippe Descola skizziert die Möglichkeiten einer neuen Ökologie der Beziehungen zwischen den Entitäten und zeigt, dass der Verzicht auf den westlichen Anthropozentrismus unabdingbar ist.
Jenseits von Natur und Kultur
- 638 Seiten
- 23 Lesestunden
Seit der Zeit der Renaissance ist unser Weltbild von einer zentralen Unterscheidung bestimmt: der zwischen Natur und Kultur. Dort die von Naturgesetzen regierte, unpersönliche Welt der Tiere und Dinge, hier die Menschenwelt mit ihrer individuellen und kulturellen Vielfalt. Diese fundamentale Trennung beherrscht unser ganzes Denken und Handeln. In seinem faszinierenden Buch zeigt der große französische Anthropologe und Schüler von Claude Lévi-Strauss, Philippe Descola, daß diese Kosmologie alles andere als selbstverständlich ist. Dabei stützt er sich auf reiches Material aus zum Teil eigenen anthropologischen Feldforschungen bei Naturvölkern und indigenen Kulturen in Afrika, Amazonien, Neuguinea oder Sibirien. Descola führt uns vor Augen, daß deren Weltbilder ganz andersartig aufgebaut sind als das unsere mit seinen »zwei Etagen« von Natur und Kultur. So betrachten manche Kulturen Dinge als beseelt oder glauben, daß verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Tieren und Menschen bestehen. Descola plädiert für eine monistische Anthropologie und entwirft eine Typologie unterschiedlichster Weltbilder. Auf diesem Wege lassen sich neben dem westlichen dualistischen Naturalismus totemistische, animistische oder analogistische Kosmologien entdecken. Eine fesselnde Reise in fremde Welten, die uns unsere eigene mit anderen Augen sehen läßt.
Leben und Sterben in Amazonien
- 471 Seiten
- 17 Lesestunden
Der Stamm der Jívaro-Indianer lebt im Amazonasbecken an der Grenze zwischen Ecuador und Peru. Mit diesem unbekannten Volk macht uns Philippe Descola in seinem ersten großen Werk vertraut, das auf beeindruckende Weise verstehende Beobachtung und brillante Erzählkunst verbindet. Ermuntert und unterstützt von seinem Lehrer Claude Lévi-Strauss, hat Descola sich mit seiner Gefährtin Anne-Christine Taylor auf das Abenteuer einer Reise zu den verstreut im Urwald lebenden Indianern eingelassen. Drei Jahre bleibt er dort und erlernt im Alltag, den er mit seinen Gastgebern teilt, deren Sprache, Rituale und Regeln des Zusammenlebens. Kunstvoll verbindet Descola die Beschreibung der Jívaro mit ebenso poetischen wie philosophischen Reflexionen über die Ausbreitung der modernen Zivilisation, über das Handwerk des Ethnologen oder über den Verlust des Zeitgefühls im Dschungel. Mit seinem Buch über die Jívaro hat Philippe Descola ein Meisterwerk geschaffen, das nun in einer günstigen Sonderausgabe wieder vorliegt.